Das Schlimmste steht Bitcoin noch bevor, das sagt der Santiment-Analyst und prognostiziert den Bitcoin-Tiefpunkt 2026.
Santiment ist eine Analyse-Plattform, speziell für die Untersuchung der aktuellen und zukünftigen Stimmungen unter Anlegern und an Märkten. Der Gründer, Maksim Balashevich, sagt jetzt, dass in den Analysen eindeutige Hinweise fehlen, dass die Anleger wirklich einen Krypto-Crash befürchten. Doch für BTC sieht er noch weitere Verluste auf uns zukommen.
Diese 3 Thesen gibt der Santiment-Gründer ab:
- Krypto-Anleger haben in den sozialen Medien bislang nicht genug Angst vor einem echten Bitcoin-Crash.
- Der Tiefpunkt für BTC könnte sich laut Analyse schon Anfang 2026 zeigen, was noch weitere Verluste bis dahin für viele Händler bedeutet.
- Die Indikatoren für Angst am Markt sind trotz historisch niedrigem Angst-und-Gier-Index bei Bitcoin nicht vollends ausgeschlagen.
Wie ist die Stimmung unter Bitcoin-Händlern wirklich?
Mit dem Bitcoin Fear & Greed Index zeigt sich, wie es um die Stimmung unter Anlegern bestellt ist. Der Indikator wird jedoch von verschiedenen Institutionen herausgegeben und es gibt keine standardisierte Datenbasis. Dennoch zeigen sich alle Angst & Gier Indikatoren derzeit extrem auf Angst, mit Werten teils nur knapp über 20 Punkten. Bei Coinglass ist er aktuell knapp darüber und zeigt 24 Punkte an. Beim Bitcoin Magazin Pro steht der Indikator auf 25 von 100 Punkten und zeigt ebenfalls extreme Angst an. Dennoch kommt der Analyst und Gründer von Santiment zu dem Ergebnis, dass die Anleger noch nicht wirklich den Umfang einer Angstphase an den Krypto-Börsen erfasst haben.
Die Analysen von Santiment sind mithilfe großer Mengen Daten entstanden. Sie weisen laut Balashevich auf zu viel Optimismus in der Branche hin. Offenbar glaubt die Mehrheit der Anleger, dass sich die Bitcoin-Prognosen anderer Analysten bewahrheiten werden und der BTC-Preis in die Millionen steigen kann. Doch er warnt vor einem echten Markttief, das bereits begonnen, aber noch nicht seine vollständige Reife entfaltet hat.
Sind Bitcoin-Anleger zu optimistisch?
Vor allem bei den Privatanlegern sind zu optimistische Stimmungen erkennbar. Auch die Zinssenkungen der Bank of Japan erwähnt der Santiment-Analyst und verweist auf die damit einhergehenden Gefahren, die auf einen weiteren Impuls hin zu einem Bärenmarkt deuten könnten. Doch in den analysierten Kommunikationskanälen drohen Fallen für Anleger, wenn sie stattdessen von einem weiteren Kursanstieg für Bitcoin und andere Kryptowährungen ausgehen.
Schon seit dem 14. Dezember ist der allgemeine Marktindikator, der Crypto Fear & Greed Index, im Bereich extremer Angst. Auch der Altcoin Season Index, den beispielsweise CoinMarketCap zur Verfügung stellt, zeigt sich unter Angst-Stimmungen negativ und weist ebenfalls miserable Werte auf.
Balashevich sagt, dass er unter anderen Umständen durchaus erfreut wäre, so viele positive Signale im Markt der Privatanleger zu sehen. Doch für Optimismus ist es derzeit wohl einfach nicht die richtige Zeit.
Auch Fidelity sagt Bitcoin-Crash vorher
Der Leiter der globalen Marktforschungsabteilung bei Fidelity, Jurrien Timmer, bestätigt gleichzeitig, dass der Vierjahreszyklus von Bitcoin durchaus intakt sei und sieht im Jahr 2026 für Bitcoin eine lange Pause vorher. Möglicherweise könnte laut Bericht in Yahoo Finance sogar ein BTC-Preis von 65.000 $ drohen.
Das geht einher mit der Überzeugung des Santiment-Gründers, dass es zunächst noch weitere Verschiebungen benötigt, bis der Markt, also die Anleger, tatsächlich erkennen, was ihnen droht und welche Kursrückgänge anstehen könnten.
Dass die Kurse kapitulieren könnten, hält auch Fidelity für möglich. Der Analyst Timmer ist überzeugt, dass der Vierjahreszyklus jetzt in die Phase geht, in der der Bitcoin-Kurs weiter nachlässt, bevor er dann möglicherweise kurz vor dem nächsten Halving wieder steigt.
Auch Matt Hougan von Bitwise und Cathie Wood von ARK Invest betonen hingegen, dass sie weiterhin von dem Verlust des bisherigen Vierjahreszyklus als Handelsimpuls für die Bitcoin-Kurse ausgehen.
Bitcoin ist kein Nischenprodukt mehr, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass er heute noch dem gleichen Muster wie vor Jahren folgt.
Es gibt noch eine andere These, die besagt, dass es statt des Bitcoin-Zyklus inzwischen einen SaylorCycle gibt.
Was bedeutet das für die Bitcoin-Kurse 2026?
Zunehmende institutionelle Investoren haben viel Kapital in die Krypto-Märkte gebracht. Durch börsengehandelte Krypto-ETFs in den USA gibt es ständige Wechsel der Richtung von Liquidität. Unternehmen mit Digital Asset Treasury Strategien kaufen nach Lust und Laune Bitcoins auf und verändern unbewusst natürlich auf lange Sicht gesehen auch seinen Kurs.
Es ist klar, dass Bitcoin längst kein Nischenprodukt mehr ist, und das könnte auch bedeuten, dass Muster von vor wenigen Jahren inzwischen keine Gültigkeit mehr haben.
Der traditionelle Finanzsektor verschiebt sich, dezentrale Finanzen unterwandern klassische Produkte und Vermögenswerte. Die beiden Märkte wachsen zusammen, manchmal ergänzen sie sich, manchmal behindern sie sich gegenseitig. Die Erwartungen an den Bitcoin-Preis der Zukunft sind aber klar: Es muss hoch hinausgehen für Bitcoin, sonst droht ein globaler Kollaps.
Schon heute riecht es bei diesen Altcoins nach Rendite im Jahr 2026.
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