Es sind wilde Zeiten am Kryptomarkt. Eigentlich hat man sich erhofft, dass die Einführung der Spot Bitcoin ETFs und das damit einhergehende institutionelle Kapital die Volatilität verringern wird. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Noch Anfang Oktober hat Bitcoin ein neues Allzeithoch von 126.000 Dollar erreicht, nur um anschließend auf 80.000 Dollar zu crashen. Inzwischen gibt es wieder eine leichte Erholung und Anleger haben wieder Hoffnung. Diese Hoffnung sollte laut einigen Analysten allerdings nicht zu groß werden. Viele erkennen Parallelen zur Kursentwicklung im Jahr 2021.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin hat sich vom Crash der letzten 7 Wochen leicht erholt.
  • Der Kurs stabilisiert sich seit Tagen bei über 90.000 Dollar.
  • Analysten zeigen nun aber die Parallelen zum Chart aus dem Jahr 2021 auf.
  • Damals kam es nach einem Doppelhoch zum Crash, der in einen Bärenmarkt überging.
  • Chartanalysten erwarten einen Bärenmarkt, während Fundamentaldaten auf ein weiteres starkes Jahr hindeuten.

Erholung am Kryptomarkt

Der Schock sitzt noch immer tief. Heute vor einer Woche ist der Bitcoin-Kurs auf 80.000 Dollar gefallen. Noch vor 2 Monaten galt das als undenkbar. Anfang Oktober haben sich die Bitcoin-Prognosen noch überschlagen und viele Analysten haben erwartet, dass schon im Dezember die 150.000 Dollar Marke geknackt wird. Inzwischen ist es ganz anders gekommen. Seit einer Woche zeigt der Markt aber erste Anzeichen einer Erholung.


(Bitcoin Kursentwicklung in der letzten Woche – Quelle: Coinmarketcap)

In den letzten 7 Tagen ist der Bitcoin-Kurs um mehr als 11 % gestiegen. Damit wurde zumindest die 90.000 Dollar Marke inzwischen nachhaltig zurückerobert. Wer am Allzeithoch eingestiegen ist, sitzt aber immer noch auf einem Minus von über 27 %. Während die einen dazu raten, bei diesen Kursen unbedingt Bitcoin zu kaufen, gehen die anderen davon aus, dass das erst der Anfang vom Ende ist.

Wie im Jahr 2021

Der Kryptomarkt hat sich bisher immer in festen Zyklen bewegt. Alle vier Jahre findet das Bitcoin Halving statt und in der Vergangenheit ist der Kurs immer rund um dieses Ereignis gestiegen. Wer 500 Tage vor dem Halving gekauft und 500 Tage danach verkauft hat, hat in diesen 1.000 Tagen den Großteil der Rallye mitgenommen. Darauf folgte immer ein Bärenmarkt, der über ein Jahr gedauert hat. Dasselbe erwarten einige Marktbeobachter auch diesmal wieder.

https://twitter.com/cryptosymbiiote/status/1994082355707813976?s=20

Symbiote hat auf X beispielsweise über 100.000 Follower und zeigt seiner Community die Parallelen zum Bitcoin-Kursverlauf aus dem Jahr 2021 auf. Tatsächlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass es auch damals zu einem starken Anstieg gekommen ist, gefolgt von einem dramatischen Einbruch um etwa 50 %.

Nach diesem Crash konnte sich Bitcoin nochmal erholen und ein neues Allzeithoch erreichen. Wer sich dadurch sicher fühlte, wurde aber enttäuscht. Danach ging es steil bergab und die Gewinne wurden wieder pulverisiert. Wer nicht verkauft hat, musste eine jahrelange Durststrecke aussitzen, um wieder in die Gewinnzone zu kommen. Dasselbe erwartet Symbiote auch diesmal wieder.

Mit dieser Einschätzung ist er nicht allein. Auch Dr. Profit, der auf X eine enorme Reichweite von über 400.000 Followern hat, erwartet einen Bärenmarkt. Laut ihm ist die aktuelle Erholung nach einem so starken Abverkauf nur natürlich, weil viele die neuen Preise als Kaufgelegenheit sehen. Seiner Meinung nach handelt es sich aber um eine Bullenfalle, weshalb seine Krypto-Prognosen für die nächsten Monate extrem bearish ausfallen.

Dr. Profit erwartet Kursziele von bis zu 40.000 Dollar für Bitcoin. Da der Bärenmarkt seiner Meinung nach im Oktober mit dem Flash Crash angefangen hat, ist der Tiefpunkt im September 2026 erreicht. Abgesehen von den Chartanalysten sind sich allerdings die meisten Experten einig, dass man nicht nur die Daten aus der Vergangenheit beachten sollte. Fundamentaldaten würden eine ganz andere Sprache sprechen, weshalb die Chancen gut stehen, dass auch 2026 ein weiteres bullishes Jahr für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt wird.

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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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