Im Deutschen Bundestag hat AfD-Abgeordneter Dirk Brandes Bitcoin als dezentrales, staatsfreies Geld als Schutz vor Inflation, Überwachung und dem programmierbaren digitalen Euro gepriesen und konkrete regulatorische Erleichterungen gefordert.
Das Wichtigste im Überblick:
Bundestagsabgeordneter stellt Bitcoin als staatenloses Geld vor
Heute hat der AfD-Bundestagsabgeordnete Dirk Brandes im Plenum des Deutschen Bundestages eine Rede gehalten, in der Bitcoin explizit als strategische Reserve und Schutz vor Inflation und staatlicher Überwachung gepriesen wurde.
🇩🇪 Dirk Brandes (AfD) stellte im Bundestag Bitcoin dem digitalen Euro gegenüber. Er beschrieb Bitcoin als funktionierendes „digitales Gold“, das dezentral, begrenzt und nicht manipulierbar sei. Zudem sprach er sich für mehr Rechtssicherheit beim Mining, beim Lightning-Netzwerk ⚡️… pic.twitter.com/ehP2wbkcR7
— BitcoinDACH (@BitcoinDACH) December 5, 2025
Unter dem Tagesordnungspunkt „Bargeld erhalten – Digitale Zentralbankwährung stoppen – Bitcoin als Chance nutzen“ (Drucksache 20/146xx) brachte die AfD-Fraktion mehrere Anträge ein. Brandes, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion, nutzte seine Redezeit von fünf Minuten, um vor fast leerem Plenarsaal eine klare Botschaft zu senden:
„Bitcoin ist das erste funktionierende digitale, staatsfreie Geld der Welt. Dezentral begrenzt, nicht manipulierbar. Ein digitales Gold ohne Bank, ohne Genehmigung, ohne politische Einflussnahme.“
Freies Geld gegen programmierbares, finanzielles Kontrollmittel – der digitale Euro
Brandes ging noch einen Schritt weiter und grenzte Bitcoin als Alternative gegen den digitalen Euro ab. Dabei hob er vor allen Dingen, die Programmierbarkeit einer digitalen Währung hervor. Diese würde Bürger nämlich staatlichen Übergriffen ausliefern.
Der Abgeordnete sieht Deutschland daher finanzpolitisch an einem Scheideweg, dabei geht es um die Frage: “Bleibt Deutschland finanziell weiterhin frei mit Bitcoin, Bargeld, Gold […] oder entscheidet sich der Staat für digitale Kontrolle mit dem digitalen Euro?”
Konkrete Vorschläge für eine Regulation von Kryptowährungen
Brandes hatte deshalb auch konkrete Vorstellungen für eine Regulation von Kryptowährungen. Er fordert eine eindeutige Trennung in der Regulation zwischen Bitcoin und “zentralisierten Token”. Er spielte dabei darauf an, dass der Staat Bitcoin nicht mit Token als “digitales Wertpapier” gleichstellen sollte.
Dies impliziert eine Regulation von Bitcoin als “digitaler Rohstoff” nach US-amerikanischem Vorbild, was niedrigere Steuern und eine niedrigere regulatorische Hürde bedeutet. Zudem sprach er sich auch für die Erhaltung des Status Quo bei privaten Krypto Wallets aus, die derzeit von Regulation weitestgehend verschont sind.
Weitere Punkte, die er kurz einbrachte, waren die Rechtssicherheit für Mining und das Lightning-Network von Bitcoin. Der Abgeordnete verteidigte ebenfalls die 12-Monate-Haltefrist, die Anleger, die in Kryptowährungen investieren und 12 Monate halten, von Steuern befreit.
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