XRP zeigt sich aktuell erneut schwach und bleibt hinter vielen anderen Kryptowährungen zurück. Der Kurs ist heute auf rund 1,40 US-Dollar gefallen und signalisiert damit eine anhaltende relative Schwäche. Es fehlt weiterhin an klar erkennbarem Momentum, während andere Assets zumindest kurzfristige Erholungen zeigen.

Vom Allzeithoch ist XRP noch immer mehr als 60 Prozent entfernt, was die Skepsis am Markt verstärkt. Für viele Investoren gilt der Coin inzwischen als abgeschrieben. Gleichzeitig bleibt XRP insbesondere bei Privatanlegern beliebt und sorgt regelmäßig für kontroverse Diskussionen. Eine aktuelle On-Chain-Grafik liefert nun jedoch neue Einblicke in die Marktstruktur und beeinflusst damit die Ripple Prognose.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ripple-Wale aktuell zurückhaltend, Retail-Whale-Ratio zeigt Schwäche.
  • Kaum Aktivität bei XRP, Kontraktion des Ökosystems geht weiter.
  • Erneut XRP-Zuflüsse zu den Börsen, kurzfristiger Verkaufsdruck möglich.

Divergenz bei XRP: Diese Daten belasten

Die viel diskutierte Grafik zum sogenannten Whale-vs-Retail-Ratio zeigt eine Entwicklung. Die Ratio ist zuletzt deutlich eingebrochen und befindet sich nahe lokaler Tiefstände. Das bedeutet, dass die Aktivität von Walen im Verhältnis zu Privatanlegern aktuell eher gering ist.

Spannend ist dennoch die daraus entstehende Divergenz. Während der XRP-Kurs bereits über Monate hinweg unter Druck steht und sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau stabilisiert hat, fällt die Whale-Retail-Ratio noch stärker ab. Diese Entkopplung deutet darauf hin, dass große Marktteilnehmer aktuell zurückhaltend agieren oder Kapital aus dem Markt abziehen. Ein klassisches bullisches Signal ist das zunächst nicht.

Dennoch interpretieren einige Analysten genau diese Konstellation als potenzielle Vorstufe einer Trendwende – allerdings eher aus konträrer Sicht. Extrem niedrige Werte bei solchen Kennzahlen können darauf hindeuten, dass ein Großteil des Verkaufsdrucks bereits stattgefunden hat und der Markt in eine überverkaufte Phase übergeht.

Entscheidend ist nun die weitere Entwicklung: Erst wenn die Whale-Retail-Ratio wieder anzieht, könnte sich daraus eine echte bullische Divergenz entwickeln.

Schwache Netzwerkaktivität: Active Address Momentum belastet XRP zusätzlich

Ein weiterer belastender Faktor für XRP zeigt sich in der Entwicklung der Netzwerkaktivität. Die Glassnode-Metrik „Active Address Momentum“ verdeutlicht, dass das Ökosystem seit rund einem Jahr eine klare Kontraktion durchläuft. Konkret geht es dabei um die Anzahl aktiver Adressen sowie deren kurzfristige und langfristige Dynamik, gemessen über gleitende Durchschnitte wie den 30-Tage- und 365-Tage-Schnitt.

Auffällig ist, dass frühere Aktivitätsspitzen – etwa rund um stärkere Kursbewegungen – nicht nachhaltig waren. Stattdessen fallen die kurzfristigen Aktivitätsmetriken immer wieder zurück und nähern sich dem langfristigen Durchschnitt an oder unterschreiten diesen sogar. Genau das signalisiert fehlendes Wachstum im Netzwerk. Neue Nutzer oder steigende Nutzung, die eine Adoption untermauern würden, sind aktuell nicht erkennbar.


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Besonders kritisch: Während der XRP-Kurs zwischenzeitlich deutlich höher notierte, konnte die Netzwerkaktivität nicht Schritt halten. Diese Divergenz spricht gegen eine fundamentale Stärke und deutet darauf hin, dass Kursbewegungen eher spekulativ getrieben waren als durch echte Nutzung.

Damit fehlt ein zentraler Treiber für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung. Solange sich die Aktivitätsdaten nicht deutlich erholen, bleibt die These einer wachsenden Adoption im XRP-Ökosystem schwer belegbar – und genau das könnte die weitere Kursentwicklung belasten.

xrp

Steigende Exchange-Zuflüsse: Verkaufsdruck bei XRP nimmt zu

Auch ein Blick auf die Exchange Net Position Change liefert derzeit eher belastende Signale für XRP. Diese Metrik zeigt, ob mehr Coins auf Börsen ein- oder abfließen – und damit indirekt, ob Verkaufsdruck entsteht oder Kapital akkumuliert wird. In den vergangenen rund zwei Wochen ist hier ein klarer Trend erkennbar: Die Zuflüsse auf Börsen haben zugenommen.

Konkret bedeutet das, dass mehr XRP in Richtung Handelsplattformen bewegt werden. Historisch wird dies häufig als Vorbereitung für potenzielle Verkäufe interpretiert, da Anleger ihre Bestände zunächst auf Börsen transferieren müssen, um sie liquidieren zu können. Entsprechend steigt kurzfristig das Angebot am Markt.

Zwar gab es zuvor auch Phasen mit Nettoabflüssen, die eher auf Akkumulation hindeuteten, doch die jüngste Entwicklung kehrt dieses Bild um. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte der Verkaufsdruck weiter steigen und eine nachhaltige Erholung des XRP-Kurses zusätzlich erschweren.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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