Der Kryptomarkt hat sich von den Strapazen der letzten Wochen erholt. Nachdem Bitcoin noch vor kurzem drohte, unter die 100.000 Dollar Marke zu fallen, deutet nun eher alles auf einen Anstieg auf ein neues Allzeithoch hin. Die gestrige Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve hat für weiter steigende Kurse bei Bitcoin, Ethereum und vielen anderen Coins gesorgt. Allerdings zeigt sich, dass institutionelle Investoren dennoch äußerst vorsichtig sind. Sollten sich Anleger nun Sorgen machen?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen um 0,25 % gesenkt.
  • Die Kurse von Bitcoin, Ethereum und Co. sind daraufhin gestiegen.
  • Weitere Zinssenkungen werden im Laufe des Jahres erwartet.
  • Niedrigere Zinsen wirken sich in der Regel positiv auf den Kryptomarkt aus.
  • Institutionelle Anleger haben gestern dennoch Kapital aus den Krypto ETFs abgezogen.

Zinssenkungen treiben den Markt an

Lange haben Anleger darauf warten müssen, bis die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen senkt. Schon Anfang des Jahres wurde ein solcher Schritt erwartet, allerdings hat die hohe Inflation das nicht zugelassen. Anschließend waren es die Sorgen, dass die Handelszölle von Trump die Preise weiter in die Höhe treiben, die die Fed vorsichtig reagieren lassen haben. Gestern war es dann aber so weit.

Die Fed hat die Leitzinsen um 0,25 % gesenkt, was allerdings nur ein erster Schritt von vielen sein dürfte. Der Fed-Vorsitzende Powell hat es sich nicht nehmen lassen, in der Pressekonferenz davor zu warnen, wie bedrohlich die wirtschaftliche Lage in den USA aktuell ist. Ein niedrigeres Bruttoinlandsprodukt, steigende Inflation bei einem gleichzeitig schwachen Arbeitsmarkt.

Powells Ansprache hat schnell deutlich gemacht, dass weitere Zinssenkungen dringend nötig sind, um die Lage in den Griff zu bekommen und die Wirtschaft anzukurbeln. Eine schwierige Situation, da der S&P 500 schon vor den Zinssenkungen am Allzeithoch notiert hat. Die Rallye an den Märkten deckt sich kaum noch mit den fundamentalen Daten.


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Unsicherheit bei institutionellen Investoren

Grundsätzlich geht man davon aus, dass sich niedrigere Zinsen positiv auf Risiko-Assets wie Kryptowährungen und Aktien auswirken. Das liegt daran, dass sichere Anlageklassen wie US-Anleihen dann weniger Rendite abwerfen. Die Senkung um 0,25 % wird hier noch nicht so stark ins Gewicht fallen. Da aber von weiteren Zinssenkungen auszugehen ist, wird auch erwartet, dass mittelfristig noch deutlich mehr Kapital in den Kryptomarkt fließt.

Allerdings zeigt sich, dass die Voraussetzungen, unter denen die Fed die Zinsen senkt, nicht die besten sind. Die Zinssenkung wurde durchgeführt, obwohl die Inflation noch weit vom Zielwert entfernt ist. Dabei handelt es sich eher um ein notwendiges Übel, als um eine gute Lösung, da der Arbeitsmarkt in den USA unter Druck geraten ist. Das scheint institutionelle Investoren zu verunsichern.

Obwohl die Mehrheit der Marktteilnehmer mit steigenden Kursen bei Bitcoin und Ethereum gerechnet hat, ist es bei den ETFs zu Kapitalabflüssen gekommen. Die Krypto ETFs werden als Stimmungsbarometer institutioneller Investoren gesehen, sodass die Frage im Raum steht, ob man nun nicht doch eher vorsichtig sein sollte.

Powell hat auf jeden Fall deutlich gemacht, dass aktuell nicht die Zeit ist, um große Risiken einzugehen, da die Rallye an den amerikanischen Märkten auf einem schwachen Fundament steht. Für Altcoins könnte es daher eher schwierig werden, während Bitcoin seinen Status als digitales Gold und Inflationsschutz festigen könnte.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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