Dem Bericht „State of Stablecoins“ der Börse Yellow Card zufolge haben sich Stablecoins in Afrika nahezu explosionsartig vermehrt. Fast die Hälfte der digitalen Währungstransaktionen auf dem afrikanischen Kontinent (genauer: 43 %) entfiel im Jahr 2024 auf Stablecoins. Dabei ist zu beobachten, dass diese Entwicklung nicht nur für den digitalen Devisenhandel, sondern auch für den Handel gilt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Stablecoins machen 2024 mit 43 % fast die Hälfte der digitalen Währungstransaktionen in Afrika aus.
  • Nigeria führt mit einem Stablecoin-Transaktionsvolumen von über 22 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Südafrika mit einem Wachstum von über 50 %.
  • Stablecoins sind in Afrika beliebt, da sie kostengünstige, schnelle und sichere Transaktionen ermöglichen, insbesondere in Regionen mit schlechter Finanzinfrastruktur.
  • Hohe Transaktionskosten und volatile lokale Währungen fördern die Nutzung von Stablecoins für innerafrikanische Geschäfte.
  • Die Nutzung von Stablecoins wird in Afrika voraussichtlich weiter wachsen, mit zunehmendem Einfluss afrikanischer Anbieter.

Innerhalb Afrikas setzen viele Händler und Unternehmer auf Stablecoins

Die digitale Vermögenswertrevolution auf dem afrikanischen Kontinent ist in vollem Gange, und im Mittelpunkt stehen Stablecoins: Laut eines Berichts von Yellow Card machten Stablecoins mit 43 % im Jahr 2024 beinahe die Hälfte aller Transaktionen aus. Das bedeutet einen deutlichen Zuwachs in vielen afrikanischen Ländern. Spitzenreiter ist an dieser Stelle Nigeria, wo Stablecoins im Wert von mehr als 22 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Insgesamt waren es Yellow Card zufolge etwa 59 Milliarden US-Dollar.

Den größten Zuwachs konnte aber Südafrika verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2023 ist hier ein Wachstum von mehr als 50 % zu beobachten. Statistiken zufolge sind in Südafrika etwa sechs Millionen Stablecoins-Besitzer ansässig. Andere Länder mit einem deutlichen Zuwachs an Stablecoins sind Äthiopien, Ghana und Sambia, ebenso wie Kenia.

Warum sind Stablecoins als Zahlungsmittel so beliebt in Afrika?

Viele afrikanische Unternehmen greifen verstärkt auf Stablecoins zurück. Unter anderem, weil Transaktionen innerhalb Afrikas dadurch kostengünstiger und unkomplizierter gestaltet werden können. Finanzielle Transaktion in afrikanischen Ländern fallen nach wie vor sehr teuer aus und sind daher häufig unattraktiv. 

In vielen Regionen Afrikas gibt es zudem eine schlechte Infrastruktur, wodurch viele Menschen keinen Zugang zu klassischen Finanzdienstleistern haben. Anders gestaltet sich dagegen die Nutzung von Stablecoins, für die durch Senden und Empfangen durch Krypto Wallets lediglich Zugang zum Internet vorhanden sein muss. Hinzu kommt, dass einige Währungen in Afrika volatil oder stark inflationär sind und daher von der eigenen Bevölkerung eher gemieden wird. Für Händler lohnt es sich daher eher, Geschäfte mit europäischen Ländern zu betreiben. Werden aber Stablecoins genutzt, ist eine schnelle und sichere Abwicklung innerhalb Afrikas möglich.

Stablecoins lassen sich für das Liquiditäts- und Finanzmanagement sowie durch kleine Verbraucher gleichermaßen verwenden. So können Kunden und Unternehmen zwischen verschiedenen Währungen wechseln, oder Kryptowährungen kaufen, ohne großen Aufwand betreiben oder finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen. Da Stablecoins den traditionellen Devisenmarkt umgehen und eine effizientere und sicherere Abwicklung finanzieller Transaktionen ermöglichen, ist zu erwarten, dass Stablecoins in Afrika auch in Zukunft weiterhin wachsen werden. Aktuell werden zwar noch weitgehend westliche Lösungen genutzt, afrikanische Anbieter sind mit neuen Kryptowährungen aber auf dem Vormarsch.

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Michael Sprick
Krypto Journalist

Michael Sprick ist ein freiberuflicher Journalist und Content Writer mit Schwerpunkt Blockchain und Web3 und wohnt in Barcelona. In der Vergangenheit hat er u.a. für btc-echo.de und für die BSV Blockchain Association gearbeitet. Mehr lesen

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