Der Kryptomarkt zeigte sich zur Wochenmitte zunächst schwächer, nachdem die Federal Reserve wie erwartet eine Zinssenkung um 25 Basispunkte beschlossen hatte. Obwohl dieser Schritt bereits im Vorfeld weitgehend eingepreist war, kam es unmittelbar nach dem Entscheid zu Gewinnmitnahmen. Bitcoin rutschte heute kurzzeitig unter die Marke von 90.000 US-Dollar, bevor eine Stabilisierung einsetzte und der Kurs wieder in den Bereich von rund 91.000 US-Dollar zurückkehrte.

Auf Tagesbasis notiert die digitale Leitwährung dennoch etwa zwei Prozent im Minus. Solana gibt ähnlich nach, hält sich mit rund 135 US-Dollar jedoch robuster als Ethereum oder Cardano, die deutlicher unter Druck stehen. Beispielsweise gibt Cardano um rund 10 Prozent nach.

Solana hat in den vergangenen Wochen kräftig an Boden verloren und zählt mit einem Rückgang von rund 45 Prozent in den letzten drei Monaten zu den Verlierern. Vom historischen Höchststand trennen SOL derzeit etwa 55 Prozent. Einige Analysten sehen darin jedoch eine mögliche Gelegenheit, da die Bewertung wieder attraktiver wirkt.

Ein renommierter Krypto-Experte betont nun, dass Solana deshalb die spannendste Chance im Markt sein könnte.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Solana korrigierte zuletzt stark, zeigt jedoch relative Stärke gegenüber anderen Altcoins.
  • SOL notiert rund 55 Prozent unter seinem historischen Allzeithoch.
  • Bitwise kauft drei- bis viermal mehr Solana, als aktuell neu entsteht.
  • Experten sehen strukturelle Nachfrage, die langfristig erhebliches Aufwärtspotenzial bieten könnte.
  • Scaramucci erwartet steigende Zuflüsse durch geöffnetes Regulierungsumfeld und Tokenisierung
  • On-Chain-Daten zeigen Rekordwerte bei Adressen über 10.000 gehaltenen SOL.
  • Die wachsende Wal-Akkumulation deutet auf anhaltenden institutionellen Optimismus für Solana hin.

Solana: Die beste Chance im Dezember 2025?

Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, hob bei Solana Breakpoint heute die besondere Ausgangslage von Solana hervor. Er erklärt, dass der von Bitwise aufgelegte Solana-ETF seit seiner Einführung konsequent deutlich mehr Tokens aufkauft, als das Netzwerk neu ausgibt. Dies entspreche nach seinen Angaben das Drei- bis Vierfache der täglichen Nettoemission. Dieses Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und verfügbarem Angebot deutet für ihn auf eine potenziell strukturelle Stärke hin, die sich erst mit zeitlicher Verzögerung im Marktpreis widerspiegeln könnte.

Hougan bezeichnet Solana daher als die „aktuell spannendste Chance im Kryptomarkt“, da institutionelle Anleger bei solchen Angebots-Dynamiken häufig erst spät reagieren, dann jedoch erhebliches Kapital mobilisieren.

Seinem Eindruck nach stößt Solana in Gesprächen mit professionellen Investoren auf wachsendes Interesse, insbesondere weil das Netzwerk hohe Geschwindigkeit, robuste Entwicklung und ein aktives DeFi-Ökosystem verbindet. Die aktuelle Bewertung sieht er deshalb als Einstiegspunkt, der langfristig attraktives Aufwärtspotenzial eröffnen könnte.

Auch Anthony Scaramucci sieht den wachsenden institutionellen Zufluss als direkte Folge einer veränderten regulatorischen Landschaft. Aus seiner Sicht öffnet sich der Markt, weil große US-Banken erstmals den Kauf und die Verwahrung von Bitcoin für Kunden zulassen.

Gleichzeitig signalisiert die SEC-Führung, dass in den kommenden Jahren nahezu alle Vermögenswerte tokenisiert werden könnten.

Krypto-Wale kaufen weiter SOL

Insoweit scheint klar: Institutionen treiben die Nachfrage nach SOL weiter an.

Solana

Auch in den On-Chain-Daten lässt sich die zunehmende institutionelle Präsenz klar erkennen. Besonders auffällig ist die Kennzahl der Solana-Adressen, die mehr als 10.000 SOL halten. Dies ist ein Volumen, das bei einem aktuellen Kurs von rund 135 US-Dollar einem Gegenwert von etwa 1,35 Millionen US-Dollar pro Adresse entspricht. Während diese Metrik zwischen November 2024 und Mitte 2025 über weite Strecken seitwärts tendierte, zeigt sie nun einen deutlichen Aufwärtsschub.

Die Zahl der Großadressen erreicht aktuell ein Allzeithoch und signalisiert damit eine verstärkte Phase der Akkumulation. Besonders Wale scheinen ihre Positionen gezielt auszubauen. Dies unterstreicht den Eindruck, dass die jüngste Kurskorrektur als Chance interpretiert wird.

Traditionell folgt auf verstärkte Akkumulation von Smart Money dann eine Neubewertung. Denn Privatanleger folgen meist den Profis.


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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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