In diesem Beitrag
Der Kryptomarkt reagiert sensibel auf geldpolitische Erwartungen und Entscheidungen der US-Notenbank. Zinspolitik, Liquiditätssteuerung und kommunikative Signale der Federal Reserve beeinflussen Risikobereitschaft, Kapitalflüsse und damit auch die Bewertung digitaler Assets. Entsprechend groß ist das Interesse der Marktteilnehmer daran, wie die Fed strategisch aufgestellt ist und welche Richtung sie einschlägt.
Aktuell rückt dabei die Person an der Spitze der Notenbank verstärkt in den Fokus. Jerome Powell, amtierender Chair der Federal Reserve, steht vor dem Ende seiner Amtszeit im neuen Jahr. Seine Politik ist seit Längerem umstritten, insbesondere aus dem politischen Lager um Donald Trump, der Powell wiederholt scharf kritisiert hat. Die aktuelle US-Administration dürfte wohl kein Freund von Powell mehr werden, im Gegenteil.
Historisch zeigt sich, dass Bitcoin eng mit der globalen geldpolitischen Liquidität korreliert. Phasen expansiver Geldpolitik, steigender Geldmengen und sinkender Zinsen gingen häufig mit starken Kursanstiegen einher, während restriktive Maßnahmen Druck erzeugten. Genau deshalb ist die Ausrichtung der US-Geldpolitik für den Bitcoin-Markt von zentraler Bedeutung.
Nun gibt es Neuigkeiten aus dem Weißen Haus. Denn Donald Trump hat einen Nachfolger im Blick, während Powell sogar eine Klage drohen soll.
Das Wichtigste im Überblick:
- China treibt digitalen Yuan mit neuen Regelwerken strategisch und staatlich kontrolliert voran.
- Kryptomärkte reagieren sensibel auf US-Geldpolitik und Führung der Federal Reserve.
- Jerome Powell steht vor Amtsende und gerät politisch stark unter Druck.
- Donald Trump kritisiert Powell scharf und droht mit Entlassung und Klagen.
- Bitcoin korreliert historisch stark mit Liquidität, Zinsen und expansiver Geldpolitik.
- Trump kündigt baldige Entscheidung über neue Fed-Spitze im Januar an.
- Polymarket sieht Kevin Hassett vor Kevin Warsh als Favoriten klar.
- Rechtlich gilt eine Absetzung Powells als schwierig und politisch umstritten.
Trump hat Favorit für Fed-Spitze
US-Präsident Donald Trump hat gestern öffentlich erklärt, dass er bereits einen Favoriten für die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der Federal Reserve im Kopf habe. Demnach soll die Entscheidung jedoch noch nicht sofort verkündet werden.
Trump stellte vielmehr in Aussicht, den Namen im Januar offiziell bekannt zu geben. Damit bleibt zunächst offen, wer künftig die geldpolitische Linie der USA prägen könnte.
Trump kritisiert Powell seit Monaten scharf und wirft ihm eine zu restriktive Geldpolitik vor, die aus seiner Sicht Wachstum und Märkte bremst.
🇺🇸President Trump says ‘we’re getting really close’ and that he would ‘love to fire’ Powell, and ‘still might.’ pic.twitter.com/nZZc4Fjoy6
— Coin Bureau (@coinbureau) December 30, 2025
Die Prognosemärkte von Polymarket zeigen aktuell ein klares Stimmungsbild: Kevin Hassett führt mit rund 47 Prozent Wahrscheinlichkeit das Feld an, gefolgt von Kevin Warsh mit etwa 32 Prozent. Der Markt preist Hassett damit als Favoriten für die Fed-Spitze ein. Er gilt als wachstumsorientierter Ökonom, der niedrigere Zinsen und eine lockerere Geldpolitik befürwortet. Warsh steht ebenfalls für einen marktfreundlichen Kurs, betont jedoch stärker die Glaubwürdigkeit der Fed und Inflationsdisziplin. Beide würden einen deutlichen Kontrast zur Linie von Jerome Powell darstellen. Für den Markt wäre wohl Hassett die präferierte Wahl.
Trump verschärft Druck auf Powell
US-Präsident Donald Trump hat derweil auch seine Kritik an Jerome Powell zuletzt deutlich verschärft und öffentlich dessen Rücktritt gefordert. In aktuellen Aussagen erklärte Trump, Powell solle „freiwillig zurücktreten“ und damit dem Land einen Gefallen tun. Gleichzeitig ließ er offen, ob er noch vor dem regulären Ende der Amtszeit aktiv werden könnte. Wörtlich betonte Trump, er würde Powell am liebsten direkt feuern und spiele sogar mit dem Gedanken, rechtliche Schritte einzuleiten.
🚨 JUST IN: President Trump calls for Federal Reserve Chair Jerome Powell to RESIGN, says he could still be fired
"He should resign! He'd be doing a favor to the nation…I WOULD fire him. I'd love to fire him. But we're so close…maybe I STILL MIGHT!" 🔥🔥
MAKE IT HAPPEN! pic.twitter.com/prSXRYMs2w
— Eric Daugherty (@EricLDaugh) December 29, 2025
Trump wirft Powell regelmäßig vor, mit seiner Zinspolitik Wachstum zu bremsen und den wirtschaftlichen Spielraum unnötig einzuengen. Zwar räumte Trump ein, dass der Zeitpunkt kurz vor dem Ende von Powells Amtszeit liege, doch selbst das schloss er nicht als Hindernis für einen Rauswurf aus.
Rechtlich gilt die Position des Fed-Chairs als stark geschützt, weshalb eine Entlassung stark umstritten wäre. Trump hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach mit Konsequenzen gegen Jerome Powell gedroht, doch bislang blieb es bei verbalen Attacken. Auch diesmal dürfte es vorerst bei scharfer Rhetorik bleiben.
Kryptowährungen kaufen 2025 – alles Wissenswerte
Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können
99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.
Wöchentliche Recherche
100k+Monatliche Leser
Experten
2000+Krypto-Projekte unter die Lupe genommen
