Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu. Rückblickend hat es die hohen Erwartungen vieler Marktteilnehmer nur teilweise erfüllt. Besonders das vierte Quartal verlief überraschend schwach, obwohl gerade das Schlussquartal historisch oft als bullische Phase gilt. Entsprechend richtet sich der Blick nun nach vorn: 2026 rückt in den Fokus. Bereits der Januar 2026 verspricht eine Reihe potenziell marktbewegender Ereignisse, die frühzeitig neue Impulse für Krypto- und Finanzmärkte setzen könnten. Worauf sollten Anleger achten?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Canton Inflation Halving: Reduziertes Tokenangebot erhöht Knappheit und verändert langfristig Angebots-Nachfrage-Dynamik.
  • Trump Fed-Nominierung: Personalentscheidung könnte geldpolitischen Kurs ändern.
  • US-Arbeitslosenquote: Schwacher Arbeitsmarkt könnte Zinssenkungen wahrscheinlicher machen.
  • US CPI: Inflationsdaten bestimmen Zinserwartungen und Liquiditätsausblick für Krypto-Märkte.
  • BSC Fermi Hardfork: Schnellere Blockzeiten steigern Netzwerkleistung und Attraktivität der BNB Chain.
  • MSCI-Entscheidung zu MSTR: Index-Exklusion erzwingt Abverkäufe durch passive Fonds und ETFs.
  • BOJ-Zinsentscheidung: Höhere Yen-Zinsen gefährden Carry-Trades und globales Risikokapital.
  • FOMC-Zinsentscheidung: Zinspause wird vom Markt eingepreist.
  • Clarity Bill Markup: Regulatorische Klarheit fördert institutionelles Vertrauen.

Erstes Inflations-Halving bei Canton

Mit dem ersten Halving reduziert Canton (CC) die Emissionsrate neuer Token deutlich. Dieses Ereignis markiert einen wichtigen Meilenstein in der Tokenökonomie, da das Angebotswachstum strukturell verlangsamt wird. Ziel ist es, den langfristigen Inflationsdruck zu senken und die Knappheit von CC schrittweise zu erhöhen. Für Investoren ist das Halving relevant, weil es Angebot und Nachfrage neu austariert und häufig als Übergang in eine reifere Marktphase interpretiert wird.

Die Tokenomics des Canton Networks sind bewusst community-zentriert aufgebaut. Es gibt keine Insider-Zuteilungen; neue Token entstehen ausschließlich durch echte Nutzung des Netzwerks. Entwickler, Nodes und Infrastruktur werden für Mehrwert belohnt. Das Burn-Mint-Modell koppelt Angebot direkt an Aktivität und sorgt für faire, nachhaltige Anreize für Builder und Nutzer.

Trump kündigt Fed-Chef-Nominierung an

US-Präsident Donald Trump hat jüngst angekündigt, im Januar einen Kandidaten für den Vorsitz der Federal Reserve zu benennen. Obwohl kein konkretes Datum genannt wurde, sorgt die Aussage bereits für erhöhte Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten. Die Personalie gilt als zentral, da der Fed-Vorsitz maßgeblich Einfluss auf Zinspolitik, Liquidität und damit auch auf Risikoassets wie Kryptowährungen hat.

Schließlich dürfte der Nachfolger von Jerome Powell deutlich offener für geldpolitische Lockerungen sein. Insoweit hat Trump immer wieder seine Unzufriedenheit mit dem aktuellen Fed-Chair offenbart. Der von den Prognosemärkten aktuell präferierte Kandidat Kevin Hassett gilt als Freund einer lockeren Geldpolitik.

US-Arbeitsmarkt als geldpolitischer Indikator

Am 9. Januar wird die US-Arbeitslosenquote für Dezember veröffentlicht. Die Daten gelten als wichtiger Gradmesser für die Verfassung des US-Arbeitsmarkts. Fällt der Bericht schwächer aus als erwartet, könnte dies geldpolitische Lockerungen wahrscheinlicher machen.

Analysten von The Kobeissi Letter sehen klare Anzeichen einer weiteren Abschwächung des US-Arbeitsmarkts. Alternative Daten von LinkUp zeigen stark sinkende Stellenanzeigen, was auf nachlassende Einstellungsbereitschaft hindeutet. Besonders relevant: Die Schwäche zieht sich durch nahezu alle Bundesstaaten, Branchen und Jobtypen. Daraus schließen Analysten, dass auch die offiziellen BLS-Arbeitsmarktdaten in den kommenden Wochen enttäuschen könnten.

Inflationsdaten entscheiden über Geldpolitik

Am 13. Januar werden in den USA sowohl der Consumer Price Index (CPI) als auch der Core CPI veröffentlicht. Diese Inflationsdaten zählen zu den wichtigsten Entscheidungsgrundlagen der Federal Reserve. Sie zeigen, ob sich der Preisdruck weiter abschwächt oder erneut verfestigt. Entsprechend hoch ist die Relevanz für Zinserwartungen.

BSC Fermi Hardfork beschleunigt BNB Chain

Am 14. Januar 2026 aktiviert BNB Smart Chain den „Fermi“ Hardfork – ein Pflicht-Upgrade für Nodes/Validatoren (Client v1.6.4). Die Blockzeit sinkt von 0,75 auf 0,45 Sekunden, wodurch Transaktionen schneller bestätigt und der Durchsatz erhöht werden sollen. Zusätzlich bringt Fermi mehrere BEPs für stabilere Fast-Finality-Abstimmung, effizientere Ausführung (EVM-Optimierungen) und bessere Snapshot/Sync-Mechanik.

MSCI-Entscheidung zu Strategy

Am 15. Januar fällt die Entscheidung, ob Strategy (MSTR) aus den MSCI Indizes ausgeschlossen wird. Eine Index-Exklusion hätte hohe Relevanz, da passive Fonds und ETFs gezwungen wären, die Aktie zu verkaufen.

Analysten sehen im MSCI-Entscheid zu stark kryptoexponierten Unternehmen ein kurzfristiges Risiko für Bitcoin. Ein möglicher Ausschluss könnte Abgabedruck erzeugen, gilt jedoch weitgehend als eingepreist. Sollte MSCI überraschend darauf verzichten, könnte dies sogar positives Momentum und Entlastung für Bitcoin auslösen.

BOJ-Zinsentscheidung: Risiko für Carry-Trades

Die Bank of Japan entscheidet im Januar erneut über den Leitzins – ein Schlüsselfaktor für den Yen-Carry-Trade. Zuletzt hat die BOJ im Dezember 2025 auf 0,75 Prozent angehoben, den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Beim Carry-Trade leihen sich Investoren Yen günstig, tauschen in USD/andere Währungen und investieren höher verzinst. Steigen Japans Zinsen, ist das Geschäft weniger attraktiv und Anleger bauen Positionen ab.

FOMC-Sitzung: Zinspause im Fokus

Am 27. Januar entscheidet die Federal Reserve im Rahmen des FOMC über den weiteren Zinskurs. Aktuell preist der Markt mit über 86 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinspause ein. Das signalisiert eine abwartende Geldpolitik nach den jüngsten Inflations- und Arbeitsmarktdaten.

fed zinsen

Markup for CLARITY-Gesetz: Regulierung im Fokus

Der „Markup for the Clarity Bill“ bezeichnet den formellen Ausschuss-Schritt im US-Kongress, bei dem die Legislative den CLARITY Act final berät und ggf. ändert. Das Ziel ist es, klare Zuständigkeiten zwischen Aufsichtsbehörden zu schaffen und rechtliche Unsicherheiten für Emittenten, Börsen und Investoren zu reduzieren. Der Markup ist entscheidend, weil hier Inhalte festgezurrt werden, bevor ein Gesetz zur Abstimmung kommt. Für den Kryptomarkt gilt der Prozess als potenziell bullischer Katalysator, da regulatorische Klarheit institutionelle Investitionen erleichtern kann.

David Sacks berichtete zuletzt von konkreten Fortschritten bei der US-Krypto-Regulierung. In Gesprächen mit Tim Scott und John Boozman wurde bestätigt, dass im Januar ein Markup für die Clarity-Gesetzgebung ansteht. Gemeinsam mit Abgeordneten aus dem Repräsentantenhaus rückt damit ein umfassender Regulierungsrahmen näher, der klare Marktstrukturen schaffen und institutionelle Akzeptanz digitaler Assets fördern soll.


Kryptowährungen kaufen 2025 – alles Wissenswerte 


Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können

10+ Jahre

99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.

90hr+

Wöchentliche Recherche

100k+

Monatliche Leser

50+

Experten

2000+

Krypto-Projekte unter die Lupe genommen

Google News Icon
Folgen Sie 99Bitcoins in Ihrem Google News Feed.
Erhalten Sie die neuesten Updates, Trends und Einblicke direkt auf Ihr Gerät.
Jetzt abonnieren
Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

Kostenloser Bitcoin-Crashkurs

  • Von über 100.000 Lesern genutzt
  • Eine E-Mail pro Tag, sieben Tage lang.
  • Kurz und lehrreich, garantiert!

1 Monat gebührenfrei traden

  • Bis zu 100 USD Gebühren im ersten Monat sparen.
  • Keine eigene Krypto-Wallet erforderlich.
  • Keine komplizierten Passwörter nötig.
1 Monat gebührenfrei traden
Nach oben