Zwar neigt sich das Jahr dem Abschluss zu, doch die Dynamik bleibt vorhanden. Besonders Coinbase setzt auch in den letzten Wochen klare Akzente und signalisiert weiteren Willen zur Expansion. Mit der Ankündigung einer weiteren Übernahme zeigt sich, dass operative und strukturelle Weichenstellungen nicht aufgeschoben werden. Weiter zeigt sich Coinbase in 2025 umtriebig und gibt heute die nächste Übernahme bekannt.
Der Kauf von The Clearing Company ist dabei weniger als Einzelereignis zu verstehen, sondern als Baustein einer langfristig angelegten Strategie. Coinbase nutzt die Gunst der Stunde, um zentrale Zukunftsthemen aktiv zu besetzen und sich breiter aufzustellen. Hier zum Thema „Prediction Market“.
Das Wichtigste im Überblick:
- Coinbase treibt zum Jahresende strategischen Umbau und Expansion konsequent weiter voran.
- Die Übernahme von The Clearing Company stärkt Coinbases langfristige Ausrichtung auf Prognosemärkte.
- Prognosemärkte ermöglichen Handel mit Erwartungen zu Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur.
- Coinbase integriert Event-Kontrakte direkt neben Krypto, Aktien und Derivaten in einer Plattform.
- Das Team um Gründer Toni Gemayel bringt Erfahrung aus regulierten Prognosemarkt-Strukturen ein.
- Analystin Yogita Khatri sieht darin eine klare Beschleunigung der Everything-Exchange-Strategie.
- Regulierte Infrastruktur unterscheidet Coinbases Prognosemärkte deutlich von unregulierten Wettbewerbern.
Coinbase übernimmt Clearing Company: Fokus auf Prognosemärkte
Coinbase treibt den Ausbau seines Angebots konsequent voran https://www.coinbase.com/de/blog/Coinbase-to-acquire-The-Clearing-Company-Powering-the-future-of-prediction-markets und übernimmt das auf Prognosemärkte spezialisierte Unternehmen The Clearing Company. Mit dem Zukauf unterstreicht die US-Kryptobörse ihre Ambition, sich langfristig als umfassende Handelsplattform für unterschiedlichste Anlageklassen zu positionieren. Prognosemärkte spielen dabei eine strategische Rolle, da sie den Handel mit Erwartungen zu realen Ereignissen ermöglichen – von wirtschaftlichen Entwicklungen bis hin zu politischen oder gesellschaftlichen Themen.
Erst kürzlich hat Coinbase damit begonnen, Prognosemärkte schrittweise in die eigene Handelsoberfläche zu integrieren. Nutzer sollen Ereignis-basierte Kontrakte künftig direkt dort handeln können, wo bereits Kryptowährungen, Derivate und Aktien verfügbar sind.
Die Übernahme von The Clearing Company soll diesen Ausbau nun beschleunigen. Das Team bringt langjährige Erfahrung im Aufbau regulierter Prognosemärkte mit und verfügt über spezielles Know-how im Design und Betrieb sogenannter Event Contracts.
First we announced prediction markets on Coinbase.
Now we’re bringing in the specialized talent to take our plans to the next level.
Welcome to Coinbase, @theclearingco. pic.twitter.com/KfRZSp9w9j
— Coinbase 🛡️ (@coinbase) December 22, 2025
Besonders im Fokus steht dabei die Expertise des Gründerteams um Toni Gemayel, der als prägende Figur im modernen Prognosemarkt-Segment gilt. Dieses Fachwissen soll helfen, Skalierbarkeit, Produktqualität und regulatorische Einbettung der neuen Handelsform weiterzuentwickeln. Für Coinbase ist dies ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur sogenannten „Everything Exchange“.
Die Vision dahinter ist eine zentrale Plattform, auf der verschiedenste Vermögenswerte und Marktformen zusammenlaufen. Prognosemärkte fügen sich nahtlos in dieses Konzept ein, da sie klassische Finanzmärkte, Krypto-Infrastruktur und reale Ereignisse verbinden. Mit der Übernahme schafft Coinbase die personellen und technologischen Voraussetzungen, um dieses Segment breiter zugänglich zu machen und langfristig auszubauen.
.@coinbase is doubling down on prediction markets.
The exchange has agreed to acquire @theclearingco, a startup founded by former @Polymarket and @Kalshi employee @tonigemayel, just days after rolling out prediction markets on its own platform.
The deal, financed via cash and… pic.twitter.com/cDQm79zE36
— Yogita Khatri (@Yogita_Khatri5) December 22, 2025
Auch die Krypto-Analystin Yogita Khatri bewertet den Schritt als konsequente Weiterentwicklung der Coinbase-Strategie. Aus ihrer Sicht unterstreicht die Übernahme, dass Coinbase das Thema Prognosemärkte nicht als kurzfristiges Experiment betrachtet, sondern gezielt ausbaut. Besonders auffällig sei das Timing: Nur wenige Tage nach dem Start eigener Prognosemärkte folgt bereits der Zukauf von The Clearing Company. Khatri verweist zudem darauf, dass das Team um Gründer Toni Gemayel, mit Erfahrung bei Polymarket und Kalshi, Coinbase helfen soll, dieses Segment zügig zu skalieren und strategisch in die Vision der „Everything Exchange“ einzubetten.
Coinbase treibt Prognosemärkte konsequent voran
Mit dem jüngsten System-Update hat Coinbase den offiziellen Einstieg in Prognosemärkte vollzogen und damit eine neue Produktkategorie auf der eigenen Plattform etabliert.
Unter dem Leitgedanken, Wissen selbst zu einem handelbaren Gut zu machen, können Marktteilnehmer auf den Ausgang realer Ereignisse setzen. Das Spektrum reicht von Sport und Politik über Kryptowährungen bis hin zu kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Preisfindung erfolgt dabei kollektiv: Erwartungen vieler Marktteilnehmer formen den Kurs eines Ereigniskontrakts in Echtzeit.
Zentral ist der regulatorische Rahmen. Der Handel mit Futures und geclearten Swaps wird über eine registrierte US-Einheit abgewickelt, was Coinbase klar von unregulierten Angeboten abgrenzt. Nutzer bewegen sich damit in einem Umfeld, das bekannte Handelsmechanismen mit neuen Marktformen verbindet. Positionen lassen sich flexibel anpassen, Käufe und Verkäufe erfolgen fortlaufend, während sich Ereignisse entwickeln oder neue Informationen bekannt werden.
Die Prognosemärkte sind vollständig in die bestehende App integriert. Digitale Assets, klassische Krypto-Positionen und Event-Kontrakte lassen sich nebeneinander verwalten. Der Handel ist rund um die Uhr möglich, mit nur kurzen Wartungsfenstern.
In Kombination mit der jüngst angekündigten Übernahme von The Clearing Company wird deutlich, dass Coinbase dieses Segment strukturell ausbaut. Prognosemärkte werden damit zu einem festen Bestandteil der langfristigen Produktstrategie.
Prognosemärkte auf dem Weg in den Mainstream
Der Krypto-Analyst thenarrator ordnet den Vormarsch von Prognosemärkten als strukturellen Wandel ein, nicht als kurzfristigen Hype. Aus seiner Sicht verlassen Prediction Markets zunehmend die Nische des Krypto-Sektors und entwickeln sich zu echter Finanzinfrastruktur.
Ein zentrales Signal sei die klare Positionierung von Coinbase-CEO Brian Armstrong, der Prognosemärkte wiederholt als einen der stärksten Anwendungsfälle von Krypto bezeichnet hat. Die angekündigte Integration in die Coinbase-App sowie frühere Unterstützung für Polymarket und Kalshi gelten dabei als bewusste Weichenstellungen.
Zusätzliche Relevanz erhält das Segment durch prominente Unterstützer wie Peter Thiel und Vitalik Buterin sowie durch den Einsatz in professionellen Investmentstrategien, etwa bei Fonds rund um Tom Lee. Selbst Makrogrößen wie Ray Dalio beziehen Prognosemärkte inzwischen in Diskussionen ein.
we all knew that prediction markets were slowly crossing the line from crypto niche to real infrastructure.
brian armstrong has been the loudest signal:
> he’s called PMs one of crypto’s strongest use cases
> announced they’re coming to the coinbase app
> and backed polymarket… pic.twitter.com/LZrjElX6E3— good (@thenarrator) December 22, 2025
Auf dem Weg der Prognosemärkte in den Mainstream kommt nun auch Coinbase eine Schlüsselrolle zu. Als größtes Krypto-Unternehmen in den USA verfügt die Plattform über Reichweite, regulatorische Anbindung und technologische Infrastruktur, um dieses Marktsegment einer breiten Nutzerbasis zugänglich zu machen. Die Entwicklungen reichen jedoch über den Kryptosektor hinaus. Zuletzt integrierte auch Google Prognosemarktdaten von Polymarket in eigene Informationsangebote.
Solche Schritte zeigen, dass Prognosemärkte zunehmend als valide Informations- und Entscheidungsquelle wahrgenommen werden. Der Trend gewinnt damit reale Substanz, mit noch größeren Chancen in 2026.
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