Der DeFi-Markt zeigt sich erneut äußerst beweglich. Nach dem kräftigen Rebound der vergangenen Tage folgt am Donnerstag eine erneute Gegenbewegung. Bitcoin fällt zeitweise auf rund 65.000 US-Dollar zurück, während Ethereum wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 1.900 US-Dollar rutscht. Damit bleibt das kurzfristige Marktbild von schnellen Richtungswechseln und einer erhöhten Volatilität geprägt.
Unabhängig von den aktuellen Kursbewegungen schreitet die technologische Entwicklung im DeFi-Sektor jedoch weiter voran. Mit Kaito Katalyst, Injective Mint und Fluid Liquidity as a Service wurden zuletzt drei neue Angebote vorgestellt, die Creator-Marketing, die Tokenisierung realer Vermögenswerte und den Aufbau dezentraler Liquidität adressieren.
Das Wichtigste im Überblick:
- DeFi-Markt bleibt volatil, während Bitcoin und Ethereum nach dem Rebound zurückfallen.
- Kaito Katalyst vergütet Creator datenbasiert direkt für Reichweite, Klicks und messbare Konversionen.
- Injective Mint erleichtert institutionellen Emittenten die Ausgabe regulierbarer tokenisierter Realwerte auf Blockchain.
- Fluid übernimmt Liquiditätsaufbau, Rebalancing und Verlustrisiken für digitale Vermögensemittenten vollständig im DeFi-Markt.
Kaito startet Katalyst gemeinsam mit X
Kaito AI hat mit Kaito Katalyst eine neue Vergütungs- und Infrastrukturebene für Creator-Kampagnen eingeführt. Das Produkt basiert auf einer umfassenderen Datenvereinbarung zwischen Kaito und der Social-Media-Plattform X. Projekte können Kampagnen erstellen und Creator anhand tatsächlich messbarer Ergebnisse vergüten. Als Kriterien lassen sich unter anderem der erzielte Mindshare, Klicks, Registrierungen, Einzahlungen oder konkrete Aktivitäten innerhalb einer Plattform verwenden.
Kaito Integrates X for Katalyst Reward Layer @KaitoAI has launched "Kaito Katalyst," a performance-based reward layer where projects settle creator incentives based on verified outcomes, including mindshare, sign-ups, and on-chain deposits.
The infrastructure uses a direct… pic.twitter.com/zz9VtLYFyN
— BSCN (@BSCNews) July 29, 2026
Dadurch sollen Belohnungen nicht ausschließlich von der Reichweite eines Beitrags, sondern auch von nachgelagerten Nutzeraktionen abhängig gemacht werden. Katalyst nutzt dafür die Daten- und Analyseinfrastruktur von Kaito, um Beiträge und Konversionen zuzuordnen. Für Kampagnen rund um Token Generation Events sieht das vorgestellte Modell eine Aufteilung der jeweiligen Token-Pools vor. Demnach gehen 80 Prozent an beteiligte Creator, während 20 Prozent für KAITO-Staker sowie Inhaber von YT-sKAITO vorgesehen sind. Kaito beschreibt Katalyst als zusätzliche Reward-Schicht für datenbasierte Creator-Kampagnen im Web3-Bereich.
Injective Mint bündelt die Ausgabe tokenisierter Vermögenswerte
Injective hat mit Injective Mint eine einheitliche Plattform zur Ausgabe institutionell ausgerichteter, tokenisierter Vermögenswerte gestartet. Über eine zentrale Benutzeroberfläche sollen Unternehmen reale Vermögenswerte auf die Blockchain bringen können, ohne dafür eigene Smart Contracts oder eine individuelle technische Infrastruktur entwickeln zu müssen. Die Plattform umfasst verschiedene Funktionen, die für regulierte Finanzprodukte relevant sein können. Dazu gehören Einschränkungen für bestimmte Token-Inhaber, geografische Zugangskontrollen, Möglichkeiten zum Einfrieren einzelner Bestände sowie eine globale Pausenfunktion.
Injective Mint was announced this week, bringing compliant asset issuance into one platform for institutions, users, and AI agents. Native $INJ also went live on @Coinbase, giving the largest U.S. crypto exchange direct access to the Injective ecosystem.
Below are some of the… pic.twitter.com/HClkF9AArB
— Injective 🥷 (@injective) July 27, 2026
Damit können Emittenten festlegen, welche Nutzer ihre Vermögenswerte halten oder übertragen dürfen. Die private Testphase von Injective Mint begann am 17. Juli 2026. Parallel dazu hat Injective nach Angaben des Projekts eine Registrierung als Transfer Agent bei der US-Börsenaufsicht SEC beantragt. Eine solche Registrierung könnte es ermöglichen, offizielle Eigentums- und Übertragungsaufzeichnungen für bestimmte Wertpapiere direkt auf der Blockchain zu verwalten. Das Verfahren ist bislang jedoch noch nicht abgeschlossen.
Fluid übernimmt den Aufbau dezentraler Liquidität
Fluid hat mit Liquidity as a Service, kurz LaaS, einen vollständig verwalteten Liquiditätsdienst für Emittenten digitaler Vermögenswerte eingeführt. Das Angebot richtet sich zunächst an Stablecoins, verzinsliche Stablecoins und ausgewählte tokenisierte Real-World Assets. Fluid stellt für Partner eigene Mittel bereit und platziert diese als Liquidität auf dezentralen Handelsplattformen. Die dafür eingesetzten Gelder stammen nach Angaben des Protokolls ausschließlich aus dem isolierten USDC Lite Vault.
Launching an asset onchain is easy, but building deep DEX liquidity is not.
Introducing Fluid Liquidity as a Service (LaaS) 🌊
The most efficient way for institutions and asset issuers to bootstrap liquidity onchain at a fraction of the cost. pic.twitter.com/cdGBNYgh5d
— Fluid 🌊 (@0xfluid) July 23, 2026
Emittenten müssen daher weder eigene Token-Bestände als Liquidität hinterlegen noch Handelsbereiche überwachen oder Positionen regelmäßig neu ausrichten. Fluid übernimmt die Auswahl und Verwaltung der Liquiditätsspannen, die gewünschte Markttiefe sowie das laufende Rebalancing. Auch das Risiko möglicher vorübergehender Verluste trägt laut dem vorgestellten Modell Fluid.
Die Vergütung erfolgt über eine feste Gebühr, die unter anderem monatlich, als Einmalzahlung oder fortlaufend entrichtet werden kann. Die konkreten Bedingungen werden zwischen Fluid und dem jeweiligen Emittenten vertraglich festgelegt.
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