Bitcoin zeigt sich zum Wochenausklang erneut deutlich fester. In den letzten 24 Stunden legte die größte Kryptowährung um rund drei Prozent zu und stieg damit wieder über die Marke von 81.000 US-Dollar.

Auch zahlreiche Altcoins ziehen an, während sich im DeFi-Sektor parallel wichtige fundamentale Entwicklungen häufen. Gerade bei Infrastruktur, Wallet-Sicherheit, Skalierung und Bitcoin-DeFi gab es in den vergangenen Tagen mehrere relevante Updates. Vier Entwicklungen stechen dabei besonders hervor und zeigen, wie schnell sich das Ökosystem derzeit technologisch weiterentwickelt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ethereum Foundation stoppt Blind Signing, Hyperliquid fokussiert sich auf USDC.
  • Starknet verbindet Bitcoin mit Privacy, strkBTC startet.
  • Solana testet Alpenglow im Testnet, mehr Skalierung erwartet.

Ethereum Foundation will Blind Signing beenden

Die Ethereum Foundation hat in dieser Woche gemeinsam mit Wallet-Anbietern und Sicherheitsfirmen einen neuen „Clear Signing“-Standard vorgestellt. Ziel ist es, sogenannte Blind Signatures auf Ethereum langfristig zu eliminieren. Dabei bestätigen Nutzer bislang häufig Transaktionen, ohne tatsächlich lesen zu können, welche Smart-Contract-Interaktionen im Hintergrund stattfinden. Genau dieses Problem spielte in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Hacks und Phishing-Angriffen eine zentrale Rolle.

Mit dem neuen Standard ERC-7730 sollen Wallets Transaktionen künftig in verständlicher Sprache anzeigen. Statt kryptischer Hex-Daten sehen Nutzer dann konkrete Beschreibungen wie Token-Swaps, Freigaben oder Übertragungen. Ergänzend dazu wurde mit ERC-8176 ein Verifizierungsmechanismus integriert, der die Richtigkeit dieser Beschreibungen kryptografisch bestätigen kann. Laut Ethereum Foundation unterstützen unter anderem MetaMask, Ledger und Trezor die Initiative bereits.

Die Lösung arbeitet dabei über eine dezentrale Offchain-Registry, sodass bestehende Smart Contracts nicht angepasst werden müssen. Damit könnte die Einführung vergleichsweise schnell skalieren und ein zentrales Sicherheitsproblem des Ethereum-Ökosystems entschärfen.

Hyperliquid setzt bei Collateral künftig voll auf USDC

Auch im Perpetuals-Sektor gab es eine wichtige Entwicklung. Hyperliquid baut seine Zusammenarbeit mit Circle deutlich aus und setzt USDC künftig als primären Collateral-Asset innerhalb des Ökosystems ein. Hintergrund ist ein neues Revenue-Sharing-Abkommen zwischen beiden Unternehmen. Circle wird dabei einen Großteil der USDC-Reserveerträge mit dem Hyperliquid-Protokoll teilen.

USDC soll damit zentraler Bestandteil der Liquiditäts- und Handelsinfrastruktur auf Hyperliquid werden. Laut Circle bleibt der Stablecoin das Haupt-Collateral für HIP-1-, HIP-2-, HIP-3- und HIP-4-Märkte. Gleichzeitig intensiviert Circle auch technisch seine Integration in das Netzwerk.

Die Entwicklung ist bemerkenswert, weil Hyperliquid im vergangenen Jahr noch stärker auf alternative Stablecoin-Strukturen gesetzt hatte. Nun rückt USDC wieder klar ins Zentrum des Systems. Parallel meldeten mehrere Plattformen, dass Coinbase ebenfalls enger mit Hyperliquid kooperiert.


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Starknet startet mit strkBTC ein Privacy-Bitcoin-Projekt

Starknet hat in dieser Woche offiziell strkBTC gestartet – einen Bitcoin-basierten Asset-Standard mit optionalen Privacy-Funktionen. Das Projekt kombiniert Bitcoin mit Zero-Knowledge-Technologie und soll BTC stärker in DeFi-Anwendungen integrieren. Nutzer können native Bitcoins auf Starknet bringen und dort zwischen transparenten oder abgeschirmten Wallet-Modellen wählen.

Laut Starknet wurde strkBTC speziell dafür entwickelt, private Bitcoin-Nutzung im DeFi-Bereich zu ermöglichen, ohne vollständig auf regulatorische Transparenz verzichten zu müssen. Das Netzwerk spricht daher explizit von „optional shielding“. Nutzer können also selbst entscheiden, wann Transaktionen sichtbar oder verborgen sein sollen.

Zum Launch wurde zudem eine Federation aus mehreren unabhängigen Institutionen vorgestellt, die das Bridging und die Verwahrung des BTC-Backings unterstützen. Dazu zählen unter anderem Infrastruktur- und Validator-Unternehmen aus dem Bitcoin- und Starknet-Ökosystem.

Solana testet mit Alpenglow sein größtes Skalierungs-Upgrade

Auch Solana hat in dieser Woche ein wichtiges Infrastruktur-Upgrade in die Testphase gebracht. Mit „Alpenglow“ arbeitet das Netzwerk an seiner bislang größten Skalierungs- und Konsensverbesserung. Ziel ist es, die Performance des Netzwerks weiter zu steigern und gleichzeitig die Latenz bei der Finalität zu reduzieren.

Die neue Architektur verändert dabei zentrale Teile des Solana-Konsensmodells. Entwickler sprechen von einem grundlegenden Schritt Richtung institutioneller Hochfrequenz-Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen. Im Fokus stehen vor allem schnellere Bestätigungszeiten, höhere Stabilität und bessere Skalierbarkeit für Anwendungen mit hoher Transaktionslast.

Das Upgrade befindet sich aktuell zunächst in einer öffentlichen Testphase. Entwickler und Validatoren prüfen dabei insbesondere die Auswirkungen auf Netzwerkstabilität und Synchronisierung. Innerhalb der Solana-Community gilt Alpenglow bereits jetzt als eines der bedeutendsten technischen Updates seit Einführung von Firedancer.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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