Ethereum bleibt die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt und notiert aktuell unter 2.300 US-Dollar. Der Kurs bewegt sich seit Wochen weitgehend seitwärts, während Ethereum zugleich mehr als 50 Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Jahr 2025 handelt. Damit bleibt der übergeordnete Bärenmarkt intakt und viele Anleger zeigen sich vorsichtig. Dennoch wächst parallel die institutionelle Nachfrage weiter.

Genau darauf verweist nun das Unternehmen Sharplink Gaming, das sich trotz schwacher Kursentwicklung auffallend bullisch zu Ethereum äußert.

Vor allem die Entwicklung bei Staking, ETFs, Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten sieht Sharplink als Hinweis darauf, dass die fundamentale Adoption von Ethereum weiter zunimmt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Sharplink Gaming veröffentlicht bullische Ethereum-These, über 860.000 ETH im Portfolio.
  • Sharplink ist die Nummer 2 der Ethereum-Treasuries, auch die Nummer 1 Bitmine zeigt sich bullisch.
  • Bitmine hält über 5,2 Millionen ETH und setzt weiterhin auf langfristiges Staking.

Sharplink Gaming zählt inzwischen zu den größten institutionellen Ethereum-Haltern der Welt. Daten der Plattform Strategic ETH Reserve zeigen, dass das Unternehmen aktuell rund 863.000 ETH hält. Beim aktuellen Kurs entspricht das einem Wert von etwa 1,89 Milliarden US-Dollar. Damit ist Sharplink derzeit die zweitgrößte Ethereum-Treasury weltweit – nur Bitmine Immersion Tech hält mit rund 4,6 Millionen ETH noch deutlich mehr.

Insgesamt kontrollieren laut Strategic ETH Reserve mittlerweile 68 bekannte Unternehmen zusammen mehr als 7,33 Millionen ETH. Das entspricht rund 6 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots. Sharplink allein hält bereits rund 0,71 Prozent aller existierenden ETH. Die Entwicklung zeigt, dass Ethereum zunehmend als strategischer Reserve-Asset betrachtet wird. Während der Kurs schwach bleibt, bauen große Unternehmen ihre Bestände weiter aus. Genau das sieht Sharplink als wichtigen Hinweis darauf, dass institutionelle Anleger weiterhin langfristig auf Ethereum setzen.

Ethereum Reserve

Sharplink argumentiert, dass die aktuelle Kursschwäche nichts an den langfristig starken Fundamentaldaten von Ethereum verändert. Besonders auffällig sei die Entwicklung beim Staking. Laut Sharplink wurden inzwischen mehr als 85 Millionen ETH gestakt. Trotz des rund 50-prozentigen Kursrückgangs seit dem Hoch von 2025 habe sich dieser Trend nie umgekehrt. Für Sharplink zeigt das eine hohe Überzeugung institutioneller Anleger in das langfristige Yield-Modell von Ethereum.

Auch bei den langfristigen Haltern sieht das Unternehmen Stärke. Laut Sharplink hätten alle Wallet-Kohorten mit einer Haltedauer von über sechs Monaten ihre Positionen selbst während der jüngsten Volatilität gehalten. Gleichzeitig sei das Verhältnis von Marktwert zu realisiertem Wert, also das sogenannte MVRV, auf rund 1 gefallen. Das bedeutet vereinfacht, dass viele kurzfristige Käufer aktuell kaum Gewinne besitzen und der Verkaufsdruck sinkt.

Hinzu kommt ein massiver Rückgang der ETH-Bestände auf Börsen. Laut Sharplink liegen die Exchange-Reserven inzwischen nur noch bei rund 15 Millionen ETH – ein Mehrjahrestief. Dadurch werde das frei verfügbare Angebot am Markt immer knapper. Parallel dazu seien die Zuflüsse in Spot-ETH-ETFs seit April wieder positiv. Selbst nach größeren DeFi-Hacks hätten Anleger also weiter Kapital in regulierte Ethereum-Produkte investiert.

Sharplink verweist zudem auf die starke Nutzung des Netzwerks. Ethereum erreichte zuletzt zeitweise rund 3,5 Millionen tägliche Transaktionen. Besonders dominant bleibt Ethereum laut Sharplink weiterhin bei tokenisierten Real-World-Assets und Stablecoins. Mehr als die Hälfte des globalen RWA-Marktes läuft mittlerweile über Ethereum. Auch Stablecoins mit einer Marktkapitalisierung von über 322 Milliarden US-Dollar werden weiterhin überwiegend über Ethereum abgewickelt. Für Sharplink ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Die kurzfristige Volatilität ändere nichts an der langfristigen Ethereum-These.


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Bitmine kauft weiter massiv Ethereum und bleibt extrem bullisch

Der größte institutionelle Ethereum-Halter weltweit bleibt derweil Bitmine Immersion Tech. Das Unternehmen kontrolliert laut eigenen Angaben inzwischen mehr als 5,2 Millionen ETH mit einem Gesamtwert von rund 13,1 Milliarden US-Dollar. Allein die Ethereum-Position wird aktuell auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzt. Seit Anfang 2026 hat Bitmine nach eigenen Angaben mehr als eine Million zusätzliche ETH akkumuliert und hält mittlerweile über 4,3 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots.

Besonders bemerkenswert ist dabei das aggressive Kaufprogramm. Über Monate hinweg kaufte Bitmine teilweise mehr als 100.000 ETH pro Woche. Selbst Anfang Mai kamen erneut über 26.000 ETH hinzu. Gleichzeitig werden die Bestände größtenteils gestakt. Laut Bitmine befinden sich inzwischen rund 4,7 Millionen ETH im Staking. Daraus generiert das Unternehmen jährliche Staking-Einnahmen von über 319 Millionen US-Dollar.

Vor allem Chairman Tom Lee von Fundstrat positioniert sich weiterhin ausgesprochen bullisch. Er spricht inzwischen offen von einem beginnenden „Crypto Spring“. Als wichtigste Treiber für Ethereum nennt Lee die zunehmende Tokenisierung durch die Wall Street sowie den Aufstieg von agentischer KI. Beide Trends würden langfristig direkt auf Ethereum als Infrastruktur-Layer aufbauen.

Zugleich argumentiert Bitmine, dass die eigenen ETH-Käufe das verfügbare Angebot am Markt massiv reduzieren. Da die ETH-Bestände langfristig gehalten und gestakt würden, verschwinde ein erheblicher Teil der Coins faktisch aus dem Umlauf. Genau darin sieht Bitmine einen strukturellen Angebotsengpass, der sich langfristig positiv auf den ETH-Kurs auswirken könnte.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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