Ethereum notiert weiterhin deutlich unter dem Allzeithoch und bewegt sich charttechnisch eher in einer zähen Seitwärtsphase. Auf den ersten Blick fehlt damit das klare Momentum, das viele Anleger für eine neue Rally sehen wollen. Gleichzeitig senden die Fundamentaldaten jedoch ein konstruktiveres Signal.
Denn abseits des Kurses zeigt sich, dass das Netzwerk weiter wächst. Gerade die Onchain-Entwicklung bei den neuen Nutzern deutet darauf hin, dass Ethereum operativ an Relevanz gewinnt und die Basis für eine mittelfristig bullische Kursentwicklung intakt bleibt.
Das Wichtigste im Überblick:
- Ethereum läuft seitwärts, Kurs bleibt unter 2300 US-Dollar.
- Neue Nutzer strömen zu Ethereum, Ökosystem verzeichnet Expansion.
- Relative Stärke von ETH seit Iran-Krieg untermauert bullische Prognose.
Neue Ethereum-Nutzer steigen sprunghaft an
Die aktuellen Daten zur Zahl neuer Ethereum-Nutzer zeichnen ein bemerkenswert starkes Bild. Im ersten Quartal stieg die Zahl der New Users gegenüber dem Vorquartal um 82 Prozent auf 284.000. Das ist nicht nur ein deutlicher Zuwachs, sondern zugleich der größte einzelne Quartalssprung im gesamten dargestellten Zeitraum. Damit beschleunigt sich das Wachstum sogar, anstatt sich nach einer längeren Erholungsphase abzuflachen.
New users on Ethereum surged 82% QoQ in Q1 to 284k! 📈
🔹 Up +302.6% over the past 2 years
🔹 Largest single-quarter jump on the chart
🔹 Growth is accelerating, not flatteningNew users are showing up on Ethereum at a record pace.
Data via @artemis pic.twitter.com/io5EPxGpqV
— Leon Waidmann (@LeonWaidmann) April 15, 2026
Besonders spannend ist dabei der Blick auf die Entwicklung über zwei Jahre. Gegenüber dem Niveau von vor zwei Jahren legte Ethereum bei den neuen Nutzern um 302,6 Prozent zu. Das zeigt, dass es sich nicht um einen kurzfristigen Ausreißer handelt, sondern um einen klaren übergeordneten Wachstumstrend. Zwar gab es zwischenzeitlich einzelne Quartale mit kleineren Rücksetzern oder einer langsameren Dynamik, insgesamt zeigt die Kurve jedoch stetig nach oben.
Gerade für die fundamentale Bewertung ist diese Kennzahl relevant. Neue Nutzer bedeuten frisches Interesse, neue Wallets, potenziell mehr Aktivität im Netzwerk und mittelfristig auch eine breitere ökonomische Basis für Anwendungen, Transaktionen und Kapitalzuflüsse. Wenn Ethereum trotz schwächerer Kursentwicklung weiterhin in diesem Tempo neue Nutzer gewinnt, spricht das für eine intakte Nachfrage auf Netzwerkebene. Genau das könnte ein wichtiger Baustein dafür sein, dass der Markt Ethereum mittelfristig wieder deutlich höher bewertet.
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Ethereum New Address Momentum signalisiert wachsende Netzwerkdynamik
Auch ein Blick auf die Metrik „New Address Momentum“ bestätigt, dass sich das Ethereum-Ökosystem seit Ende 2024 in einer klaren Expansionsphase befindet. Dabei wird die kurzfristige Entwicklung neuer Adressen (30-Tage-Durchschnitt) mit dem langfristigen Trend (365-Tage-Durchschnitt) verglichen. Immer dann, wenn die kurzfristige Linie über den langfristigen Trend steigt, signalisiert das eine beschleunigte Nutzeraktivität – ein klassisches Zeichen für zunehmende Nachfrage im Netzwerk.
Genau dieses Bild zeigt sich seit Ende 2024 deutlich. Die 30-Tage-Linie hat sich dynamisch nach oben bewegt und zeitweise klar über dem langfristigen Durchschnitt gelegen. Das deutet darauf hin, dass in kurzer Zeit besonders viele neue Marktteilnehmer in das Ethereum-Netzwerk gekommen sind. Zwar gab es zuletzt eine leichte Abkühlung dieser Dynamik, dennoch bleibt das Niveau weiterhin erhöht und klar über den Werten früherer Perioden.
Bemerkenswert ist dabei die Diskrepanz zum Kursverlauf. Während Ethereum preislich weiterhin in einem übergeordneten Bärenmarkt verharrt, zeigt die Netzwerkaktivität bereits wieder Stärke. Historisch betrachtet geht eine solche Divergenz häufig einer Erholungsphase voraus. Denn steigende Nutzerzahlen bedeuten langfristig mehr Nutzung, mehr Transaktionen und damit auch eine stabilere fundamentale Basis. Genau diese Entwicklung könnte den Grundstein für eine kommende Trendwende legen.
Relative Stärke von Ethereum spricht für Bodenbildung
Neben den Onchain-Daten zeigt sich zuletzt auch am Markt selbst eine zunehmende relative Stärke von Ethereum. Gerade im Vergleich zu klassischen Assets und sogar anderen Sektoren konnte sich der Kryptomarkt in den vergangenen Wochen stabil behaupten. Besonders auffällig: Seit Beginn der geopolitischen Spannungen rund um den Iran zählen sowohl Ethereum als auch Bitcoin zu den Top-Performern und liegen klar vor vielen traditionellen Anlageklassen.
Growing signs the 'bottom is in' despite widespread skepticism.
– if one is skeptical
– consider buying what has led since the Iran war startedEthereum $ETHA $ETH $BMNR top of list
Bitcoin $IBIT $BTCCrypto has proven to the 'wartime store of value'@BitMNR https://t.co/3a3HC8FrQl pic.twitter.com/YQA95NezeJ
— Thomas (Tom) Lee (not drummer) FundstratDirect.com (@fundstrat) April 10, 2026
Diese relative Outperformance ist ein wichtiger Faktor im aktuellen Marktumfeld. Denn während viele Assets unter Unsicherheit leiden, zeigt Kapital im Kryptosektor wieder verstärkt Präsenz. Ethereum profitiert dabei nicht nur von spekulativem Interesse, sondern zunehmend auch von seinem Status als etabliertes Netzwerk mit realer Nutzung.
Für die Marktstruktur ist das ein positives Signal. Relative Stärke in einer unsicheren Phase deutet häufig darauf hin, dass sich ein Boden ausbildet. Kapital rotiert dabei bevorzugt in die stärksten Assets – ein klassisches Muster vor einer möglichen Trendwende. In Kombination mit den wachsenden Nutzerdaten verdichten sich damit die Hinweise, dass Ethereum sich in einer fortgeschrittenen Phase der Bodenbildung befinden könnte.
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