Ethereum kämpft sich am Kryptomarkt aktuell wieder etwas nach oben. In den vergangenen 24 Stunden legt der Kurs um rund 2 Prozent zu und steigt zurück auf 2.200 US-Dollar. Damit sind die Verluste der vergangenen Woche fast wieder aufgeholt, auch wenn sich am übergeordneten Bild zunächst wenig ändert: Ethereum bleibt vorerst in einer Seitwärtsbewegung gefangen.

Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick auf die Fundamentaldaten. Denn während die Spot-ETFs zuletzt eher schwach wirkten, zeigt sich im Netzwerk selbst eine ganz andere Entwicklung. Genau dieses gemischte Bild sorgt derzeit für Unsicherheit bei Anlegern.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Trotz 60 % Crash vom Allzeithoch bleibt die Aktivität bei Ethereum hoch.
  • ETFs zeigen Schwächen gegen Bitcoin und Solana, keine starken Zuflüsse für ETH.
  • Anleger ziehen dennoch immer mehr ETH von den Börsen ab.

Ethereum-Netzwerkaktivität zieht deutlich an

Die Daten zu den „Transactions on the Ethereum Network (Daily, 7DMA)“ deuten auf eine klar steigende Aktivität im Ethereum-Ökosystem hin. Gemeint ist hier die Zahl der täglichen Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain, geglättet über den 7-Tage-Durchschnitt. Diese Darstellung ist wichtig, weil einzelne Tage oft stark schwanken können. Der gleitende Durchschnitt zeigt deshalb besser, ob sich ein nachhaltiger Trend etabliert.

Und genau dieser Trend wirkt aktuell konstruktiv. Während die Transaktionszahlen im Frühjahr 2025 noch eher im Bereich von gut 1 bis 1,3 Millionen lagen, kam es im weiteren Verlauf zu einer klaren Beschleunigung. Spätestens seit Jahresbeginn 2026 hat die Aktivität nochmals deutlich angezogen. Zwischenzeitlich wurden Werte von deutlich über 2 Millionen täglichen Transaktionen erreicht, zuletzt bewegt sich das Netzwerk weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und nähert sich erneut den jüngsten Hochs.

Das ist vor allem deshalb spannend, weil der ETH-Kurs im gleichen Zeitraum keine vergleichbare Dynamik gezeigt hat. Genau darin liegt die Aussagekraft dieser Daten: Unter der Oberfläche wächst die Nutzung des Netzwerks weiter, auch wenn sich das bislang nicht vollständig im Preis widerspiegelt. Steigende Transaktionen sprechen grundsätzlich für reale Nachfrage, mehr Nutzung von Anwendungen und ein belastbares Ökosystem. Das untermauert eine bullische Ethereum Prognose. 


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Ethereum-ETFs bleiben deutlich hinter Bitcoin und Solana zurück

Die aktuellen ETF-Daten vom 24. März zeigen ein klares Bild: Während Bitcoin und Solana weiterhin solide Zuflüsse verzeichnen, bleibt Ethereum deutlich zurück. Bei den Bitcoin-ETFs lag der tägliche Nettozufluss bei +2.715 BTC, was rund 190 Millionen US-Dollar entspricht. Auch auf Wochensicht zeigt sich Stärke mit +1.091 BTC beziehungsweise rund 76 Millionen US-Dollar. Ähnlich positiv fällt das Bild bei Solana aus: Hier flossen am Tag rund 2.340 SOL in die ETFs (+211.000 US-Dollar), während sich über sieben Tage sogar ein Zufluss von über 194.000 SOL summiert.

Ganz anders hingegen Ethereum: Die ETH-ETFs verzeichneten am selben Tag Nettoabflüsse von -12.464 ETH, was etwa -26,6 Millionen US-Dollar entspricht. Noch deutlicher wird die Schwäche auf Wochensicht mit Abflüssen von -97.844 ETH im Wert von rund -208,9 Millionen US-Dollar. Damit zeigt sich klar, dass institutionelles Kapital aktuell eher Bitcoin und Solana bevorzugt, während Ethereum im direkten Vergleich an Attraktivität verloren hat. Diese Divergenz unterstreicht die aktuell uneinheitliche Marktstruktur bei Ethereum.

Blickt man zusätzlich auf die Daten von Glassnode, bestätigt sich dieses Bild. Der US Spot ETF Net Flow für Ethereum zeigt in den vergangenen Wochen keine klare Trendrichtung. Statt kontinuierlicher Zuflüsse sehen wir ein stark schwankendes Muster: Auf Phasen mit moderaten Zuflüssen folgen regelmäßig wieder deutliche Abflüsse. Genau diese fehlende Konstanz verhindert aktuell den Aufbau eines nachhaltigen Momentums. Während Bitcoin-ETFs häufig stabil Kapital anziehen, fehlt bei Ethereum bislang die klare institutionelle Nachfrage, die notwendig wäre, um eine stärkere Aufwärtsbewegung zu unterstützen.

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Ethereum-Abflüsse von Börsen erreichen neues Hoch

Ein weiterer spannender Indikator ist die sogenannte „Exchange Net Position Change“ bei Ethereum. Diese Metrik misst, ob mehr ETH auf zentrale Börsen eingezahlt oder von dort abgezogen werden. Positive Werte deuten auf Zuflüsse hin – also potenziellen Verkaufsdruck –, während negative Werte auf Abflüsse hindeuten und damit oft als bullisches Signal interpretiert werden.

Aktuell zeigt sich hier ein klar konstruktives Bild: In der vergangenen Woche kam es zu deutlichen Nettoabflüssen von Ethereum von den Börsen. Besonders auffällig sind die letzten drei Tage, in denen ein Niveau erreicht wurde, das zuletzt im November des vergangenen Jahres zu beobachten war. Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer ihre ETH zunehmend von Handelsplattformen abziehen – häufig ein Zeichen dafür, dass Coins eher langfristig gehalten oder in DeFi-Protokollen eingesetzt werden.

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Diese Entwicklung spricht für eine sinkende kurzfristige Verkaufsbereitschaft und reduziert gleichzeitig das verfügbare Angebot an den Börsen. Genau diese Verknappung kann mittelfristig als Grundlage für steigende Kurse dienen, sofern die Nachfrage anhält oder wieder zunimmt.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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