Der Kryptomarkt präsentiert sich heute schwächer, wobei insbesondere Ethereum unter Druck steht. Innerhalb der letzten 24 Stunden verliert ETH rund sechs Prozent an Wert und fällt damit zurück auf etwa 2.000 US-Dollar. Damit entfernt sich die zweitgrößte Kryptowährung erneut von den jüngsten Erholungsniveaus und bleibt vorerst in einer fragilen Marktphase gefangen. Kurzfristig fehlen weiterhin klare Nachfrageimpulse, während makroökonomische Unsicherheiten – insbesondere rund um die Geldpolitik – für Zurückhaltung sorgen. Viele Anleger agieren vorsichtig. Doch ein Blick auf die On-Chain-Daten zeigt: Unter der Oberfläche könnte sich eine Entwicklung anbahnen, die mittelfristig deutlich bullischer interpretiert werden kann.
Das Wichtigste im Überblick:
- Ethereum fällt um 6 Prozent vor dem Fed-Zinsentscheid.
- Angebotsschock wird bei Ethereum wahrscheinlicher, massive Abflüsse von den Börsen.
- Wenn Nachfrage anspringt, wird eine Neubewertung bei ETH wahrscheinlicher.
Angebotsschock im Hintergrund: Warum sinkende ETH-Bestände bullisch sind
Während der Preis kurzfristig schwächelt, zeigt sich auf fundamentaler Ebene eine bemerkenswerte Entwicklung: In den letzten 30 Tagen wurden netto rund 112.800 ETH aus dem zirkulierenden Angebot entfernt. Maßgeblich dafür sind vor allem große Akteure und institutionelle Einheiten, die erhebliche Mengen Ethereum akkumulieren. Allein sogenannte strategische oder unternehmensnahe Wallets haben rund 194.300 ETH vom Markt genommen. Dem gegenüber steht eine vergleichsweise geringe Neuemission von etwa 82.100 ETH sowie ein minimaler zusätzlicher Burn.
Das Ergebnis: ein klar deflationärer Effekt, bei dem mehr als doppelt so viel ETH absorbiert wird, wie neu entsteht. Genau hier entsteht eine spannende Diskrepanz – denn obwohl der Preis aktuell fällt, sinkt gleichzeitig das verfügbare Angebot. Historisch betrachtet waren solche Phasen oft Vorboten stärkerer Aufwärtsbewegungen, da sich Angebotsverknappung und steigende Nachfrage zeitversetzt entfalten.
112,800 ETH removed from circulating supply in the last 30 days.
Here's the breakdown:
🔹 SER entities withdrew: -194.3K ETH
🔹 New issuance: +82.1K ETH
🔹 Burned: -0.56K ETH
🔹 Net result: -112.8K ETH (2.37x deflation rate)Corporate treasuries are absorbing more ETH than the… pic.twitter.com/DRuDhdDniT
— Leon Waidmann (@LeonWaidmann) March 18, 2026
Besonders relevant ist zudem, dass diese Akkumulation nicht spekulativ, sondern strukturell wirkt. Corporate Treasuries und größere Marktteilnehmer agieren langfristig orientiert und entziehen dem Markt Liquidität. Sollte die Nachfrage wieder anziehen – etwa durch neue Kapitalzuflüsse oder verbesserte Marktstimmung – trifft diese auf ein deutlich reduziertes Angebot. Genau diese Kombination kann als Katalysator für stärkere Kursbewegungen dienen und unterstreicht, warum die aktuellen Daten trotz fallender Kurse als bullisch interpretiert werden können.
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Starke Börsenabflüsse: Kurzfristig bullisches Signal für Ethereum
Ein weiteres positives Signal liefert aktuell der Exchange Net Position Change bei Ethereum. In den letzten drei Tagen wurden erneut deutlich mehr ETH von den Börsen abgezogen, als noch im gesamten vergangenen Monat zu beobachten war. Damit erreichen die Abflüsse die höchsten Niveaus seit Mitte Februar.
Diese Entwicklung gilt als kurzfristig bullish für eine Ethereum Prognose, da sie darauf hindeutet, dass Anleger ihre Bestände nicht für einen schnellen Verkauf bereithalten.
Stattdessen werden Ethereum vermehrt in private Wallets verschoben, was das unmittelbar verfügbare Angebot an den Börsen weiter verknappt. In Kombination mit der bereits sinkenden Gesamtmenge verstärkt sich damit der Eindruck einer strukturellen Angebotsverknappung.
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