Die Krypto-Börse Bitvavo ist wieder da und bedient ab 1. September mit EU-Lizenz den deutschen Krypto-Markt. Regulatorische Unsicherheiten hatten 2024 dazu geführt, dass die Krypto-Börse im August letzten Jahres zunächst eine Partnerschaft mit Hyphe einging und sich damit vom deutschen Markt weitestgehend zurückzog.
Jetzt übernimmt die niederländische Muttergesellschaft Bitvavo dank MiCAR-Lizenz als vollständig regulierte Krypto-Handelsplattform die deutschen Privatkunden. Der Zusatz Bitvavo powered by Hyphe ist damit Geschichte, wie Bitvavo in einer Pressemitteilung mitteilt.
Das Wichtigste in Kürze:
Mit MiCAR-Lizenz kehrt Bitvavo in den deutschen Markt zurück
Der Rückzug war nur temporär und viele Kunden dürften sich freuen, wenn sie ab Montag, dem 1. September 2025 und dem Zustimmen der neuen AGB wieder Zugang auf die Handelsfunktionen der niederländischen Krypto-Börse Bitvavo erhalten. Die vertragliche Zusammenarbeit wird mit einem nahtlosen Übergang erfolgen, versichert das Unternehmen.
Hyphe hatte seit einem Jahr die Betreuung und die vertragliche Bindung des wichtigen Zielmarktes Deutschland übernommen. In der Zwischenzeit hat sich Bitvavo erfolgreich um die MiCAR-Lizenz bemüht und diese durch die niederländische Finanzaufsicht AFM erhalten.
Damit kann Bitvavo nicht nur in Deutschland, sondern künftig in allen Ländern der EU Krypto-Finanzdienstleistungen unter einem regulierten Rahmen anbieten. Dazu gehört auch das neue Portfolio von über 350 Kryptowährungen für das Staking im Earn-Programm. Auch Bitcoin-Staking könnte bald verfügbar sein.
Die Hyphe Markets GmbH übergibt damit die ehemaligen Bitvavo-Kunden aus Deutschland zurück an den Mutterkonzern in den Niederlanden und zieht sich Unternehmensangaben nach aus dem operativen Geschäft für deutsche Privatkunden zurück. Der Zusatz „powered by Hyphe“ verschwindet ab Montag aus den Geschäftsunterlagen und den Marketingkampagnen.
Bitvavo ist eine Krypto-Börse für Anfänger, die mit intuitiver Steuerung, einem gut sortierten Angebot der wichtigsten Altcoins und günstigen Gebühren überzeugt. Das 2018 in Amsterdam gegründete Unternehmen ist vor allem im EUR-Spotmarkt aktiv und gilt dort als Marktführer. Die Hamburger Sutor Bank erweiterte jüngst ihr Management-Team im Bereich Private Banking, was möglicherweise auch mit der jetzigen Neuauflage von Bitvavo in Deutschland zu tun gehabt hat.
Die große Chance besteht darin, dass jenseits von Bitcoin, Ethereum und Meme-Coins tatsächlich innovative Produkte oder Geschäftsmodelle mit Massenrelevanz entstehen, die auf der Blockchain-Technologie basieren“, sagt Hartmut Giesen, Geschäftsleiter der Sutor Bank.
Ist Bitvavo eine gute Krypto-Börse für deutsche Anleger?
Mit über 2 Millionen privater Anlegern und rund 50 % des EUR-Spotmarktes ist Bitvavo keine kleine Nummer. Ende 2024 wurde Bitvavo erneut zur größten Spot-Börse für EUR-bezogenes Handelsvolumen gekürt. Der Euro gehört in etwa 30 % aller täglichen Handelsaktivitäten zur bevorzugten Währung. Der Wert machte im Forex-Handel rund 2,3 Billionen USD aus. Dennoch muss hier relativiert werden, denn wir reden hier von Bitvavo als einer Krypto-Börse.
Anleger bringen Fiat wie EUR oder USD über Stablecoins in den Krypto-Markt. Wichtig für die Auswahl des passenden Handelsplatzes sind meist die Anzahl der handelbaren Assets, die Auswahl schneller und sicherer Zahlungsmethoden und natürlich auch die Gebühren für Transaktionen. Über eine neue Gebührenordnung nach dem erneuten Auftreten im deutschen Markt ist bisher seitens Bitvavo nichts bekannt.
Es könnte aber trotz möglicherweise steigender Gebühren eine gute Wahl sein, Bitvavo für den Krypto-Handel zu nutzen. Als Hauptgrund ist hier die neue MiCAR-Lizenz zu nennen, die Anlegern höchstmögliche Sicherheit innerhalb der Europäischen Union bietet. Bezüglich der derzeitigen Handelsgebühren lässt sich feststellen, dass die Taker- und Maker-Gebühren marktüblich sind.
Sie staffeln sich nach dem Handelsvolumen der vergangenen 30 Tage und liegen derzeit zwischen 0,25 % Taker / 0,15 % Maker und 0,01 % Taker / 0,00 % Maker. Die Gebührenliste zeigt, dass sich Bitvavo zwar an den Privatsektor richtet, hier aber vorwiegend an Anleger mit höheren Handelsvolumina. Nur wer über 100.000 € in 30 Tagen handelt, erhält die erste Stufe an Vergünstigungen bei den Gebühren.
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