Ether stieg am Freitag auf rund 2.748 US-Dollar und damit über die wichtige Marke von 2.743 Dollar. Vor dem für den 6. Oktober angesetzten Glamsterdam-Test auf Sepolia bleibt der Ausbruch jedoch unbestätigt: Dafür müsste ETH den Handelstag oberhalb der Schwelle schließen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Ether erreichte am Freitag rund 2.748 Dollar; ein Tagesschluss über 2.743 Dollar gilt laut dem Bericht als Bestätigung.
- Der Glamsterdam-Test auf Sepolia ist für den 6. Oktober um 13:53 Uhr UTC angesetzt.
- US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten am 30. September und 1. Oktober zusammen Abflüsse von 115 Millionen Dollar.
Glamsterdam-Test soll Kapazität auf Sepolia erproben
Der Test des Glamsterdam-Upgrades soll am 6. Oktober um 13:53 Uhr UTC auf dem Sepolia-Testnetz aktiviert werden. Der Bericht von wallstreetONLINE beschreibt den Termin als unmittelbaren Katalysator für Ethereum, weil das Upgrade ein höheres Gaslimit und damit mehr Transaktionen pro Block ermöglichen soll.

Das Gaslimit soll auf 200 Millionen steigen. Damit sollen außerdem die Gebühren während stark ausgelasteter Phasen sinken. Die genannten Effekte sind Ziele des Upgrades und keine bereits belegten Verbesserungen im laufenden Ethereum-Netzwerk. Ein konkreter Termin für die Aktivierung im Hauptnetz steht laut Bericht nicht fest; die Entwickler zielen auf das vierte Quartal.
Der Test ist daher zunächst ein technischer Meilenstein, aber noch kein unmittelbarer Beleg für niedrigere Kosten auf Ethereum. Anleger können die für den 6. Oktober geplante Sepolia-Aktivierung als Termin beobachten, sollten die erwarteten Gebühreneffekte aber von einer tatsächlichen Hauptnetz-Einführung unterscheiden.
Kursanstieg trifft auf ETF-Abflüsse
Der Sprung auf rund 2.748 Dollar folgte auf einen Handelsschluss bei 2.705 Dollar am 1. Oktober. An diesem Tag hatte Ether laut dem Bericht ein Hoch von 2.720 Dollar erreicht und war damit unter der Widerstandszone zwischen 2.737 und 2.743 Dollar geblieben. Den Anstieg am Freitag führte der Bericht auf Short-Liquidationen vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts zurück.

Für eine Bestätigung zählt jedoch nicht allein ein zwischenzeitlicher Kurs über dem Widerstand. Erst ein Tagesschluss oberhalb von 2.743 Dollar würde nach der im Bericht beschriebenen technischen Einordnung den Ausbruch stützen. Die vorliegenden Angaben belegen nicht, dass ein solcher Schlusskurs bereits erreicht wurde.
Gleichzeitig blieb die Nachfrage über börsengehandelte Fonds schwach. Laut Farside Investors verzeichneten US-Spot-Ethereum-ETFs am 30. September Abflüsse von 59,6 Millionen Dollar und am 1. Oktober weitere 55,4 Millionen Dollar. Dieser Gegenwind steht im Kontrast zum kurzfristigen Kursanstieg; die jüngsten Ethereum-ETF-Abflüsse sind daher ein wichtiger Nachfrageindikator. Ether notierte zudem weiterhin rund 44 Prozent unter seinem Rekordhoch von 4.946 Dollar.
Marken für die nächste Kursbewegung
Bei einem Tagesschluss über 2.743 Dollar könnten die Septemberhochs zwischen 2.787 und 2.804 Dollar in den Blick rücken. Die Marke von 2.635 Dollar nennt der Bericht dagegen als Unterstützung: Ein Rückgang darunter würde das kurzfristige technische Bild schwächen. Das sind mögliche Szenarien, keine feststehenden Kursziele.
Als längerfristige Orientierung führt der Bericht ein Zwölfmonatsziel der Citigroup von 3.028 Dollar an. Es handelt sich um eine zugeschriebene Prognose, nicht um eine Garantie. Die damit verbundene Aufwärtschance hängt ebenso von der Marktentwicklung ab wie vom erfolgreichen Test und einer späteren Entscheidung über den Start im Hauptnetz. Die Kurszone um 2.800 Dollar nach dem Sepolia-Test knüpft an die genannten Septemberhochs an.
Für Anleger stehen damit drei Beobachtungspunkte fest: die geplante Aktivierung auf Sepolia am 6. Oktober um 13:53 Uhr UTC, ein Tagesschluss über 2.743 Dollar und die Entwicklung der ETF-Zuflüsse. Oberhalb der Widerstandsmarke wären 2.787 bis 2.804 Dollar die nächste genannte Zone; unter 2.635 Dollar würde sich das kurzfristige Bild eintrüben. Solange der Schlusskurs als Bestätigung fehlt und Fondsabflüsse anhalten, bleibt der Kursanstieg ein Signal, aber noch kein bestätigter Ausbruch.
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