Bitcoin zeigt sich weiter stabil und konnte in der vergangenen Woche rund 2 Prozent zulegen. Zum Start in die neue Handelswoche gelang sogar der zwischenzeitliche Sprung über die Marke von 80.000 US-Dollar, bevor es zu einem leichten Rücksetzer kam.
Dennoch bleibt das Gesamtbild konstruktiv: Die Kryptowährung arbeitet sich Schritt für Schritt nach oben. Zwar ist der übergeordnete Abwärtstrend noch nicht vollständig gebrochen, doch die mittelfristige Erholung setzt sich fort – wenn auch ohne explosive Dynamik. Vielmehr dominiert aktuell ein ruhiger, sukzessiver Anstieg.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin greift 80.000 US-Dollar an, multiple Widerstandszone voraus.
- Anleger ziehen massiv BTC von den Börsen ab, Angebot wird knapp.
- Short-Term-Halter weiter unter Druck, Kapitulation als historische Einstiegschance.
Bitcoin Ausblick: Diese Woche wird es spannend
Die aktuelle Marktphase ist deshalb so interessant, weil mehrere entscheidende Faktoren gleichzeitig zusammenlaufen. Der Bereich um 80.000 US-Dollar gilt nicht nur als psychologisch wichtige Marke, sondern auch als technisch relevante Zone. Bitcoin bewegt sich hier mitten in einer sogenannten CME-Gap-Zone zwischen etwa 79.000 und 84.000 US-Dollar – ein Bereich, der historisch häufig als Magnet für den Kurs fungiert und oft vollständig geschlossen wird.
Bitcoin broke above $80k!
Here's why that's important:
– Highest in 3 months
– Key psychological level
– Middle of massive CME gap ($79k – 84k)
– Above Bull Market Support Band for first time in 6 months
– Above key on-chain levels (True market mean, Short-term holder realised… pic.twitter.com/KawYtnqcdX— Nic (@nicrypto) May 4, 2026
Gleichzeitig notiert Bitcoin erstmals seit Monaten wieder über der sogenannten Bull Market Support Band. Diese dient vielen Analysten als langfristiger Trendindikator. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte als Signal gewertet werden, dass sich der Markt strukturell stabilisiert und die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Erholung steigt.
Fokus auf ETF-Anleger
Auch On-Chain-Daten untermauern diese Entwicklung. Wichtige Kennzahlen wie der „True Market Mean“ oder der Realized Price kurzfristiger Halter wurden zurückerobert. Das deutet darauf hin, dass ein Großteil der Marktteilnehmer wieder im Gewinn ist – ein Zustand, der typischerweise bullische Marktphasen begleitet.
Besonders relevant wird nun, ob Bitcoin dieses Niveau halten kann. Gelingt das, rücken die nächsten Zielbereiche schnell in den Fokus: Zum einen die durchschnittlichen Einstiegspreise der ETF-Investoren bei rund 83.000 US-Dollar, zum anderen das vollständige Schließen der CME-Gap im Bereich um 84.500 US-Dollar. Damit steht der Markt an einem potenziellen Wendepunkt, an dem sich entscheidet, ob aus der langsamen Erholung ein nachhaltiger Aufwärtstrend entstehen kann.
Eine Analyse von CryptoQuant ergänzt das aktuelle Marktbild um eine entscheidende Perspektive: den Einfluss institutioneller Investoren durch die Spot-Bitcoin-ETFs. Demnach liegt der durchschnittliche Einstiegspreis dieser frühen ETF-Käufer aktuell im Bereich um rund 83.000 US-Dollar – und genau diese Zone fungiert nun als zentrale Unterstützung. Der jüngste Rebound deutet darauf hin, dass institutionelles Kapital hier aktiv verteidigt.
Rebounding at the Average Cost Basis of Early ETF Buyers
“The average cost basis of investors who entered the market following ETF approval is now acting as a key support level for Bitcoin's current price, & we are seeing a rebound emerge from this zone.” – By @DanCoinInvestor pic.twitter.com/v4v7xgTQIL
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) May 4, 2026
Besonders spannend ist der strukturelle Unterschied zu früheren Zyklen. Während frühere Bullenmärkte stärker von Retail-Dynamik geprägt waren, spielt diesmal institutionelles Kapital eine dominierende Rolle. Diese Investoren agieren in der Regel langfristiger und strategischer, was die Marktstruktur stabilisieren kann.
Gleichzeitig mahnt die Analyse zur Vorsicht: Ein finaler Boden ist laut Datenlage noch nicht zwingend erreicht. Entscheidend wird daher sein, wie tief mögliche Rücksetzer nach dieser Erholung ausfallen. Größere Korrekturen könnten gezielt für gestaffelte Käufe genutzt werden – insbesondere nahe der ETF-Kostenbasis, die aktuell als Schlüsselzone fungiert.
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Massive Abflüsse von Börsen stützen die bullische Entwicklung
Ein weiterer zentraler Faktor für die aktuelle Stabilisierung von Bitcoin sind die zuletzt deutlich gestiegenen Abflüsse von den Kryptobörsen. Die Daten zur „Exchange Net Position Change“ zeigen seit Wochen überwiegend negative Werte – ein klares Signal dafür, dass mehr BTC von Handelsplattformen abgezogen als eingezahlt werden. Genau das wird am Markt typischerweise als bullisches Zeichen gewertet.
Der Hintergrund: Wenn Investoren ihre Coins von Börsen abziehen, deutet das häufig auf eine langfristige Halteabsicht hin. Bitcoin wird in Cold Wallets verschoben und steht damit kurzfristig nicht mehr für Verkäufe zur Verfügung. Das reduziert das verfügbare Angebot am Markt und kann bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage zu weiterem Aufwärtsdruck führen.
Auffällig ist, dass diese Abflüsse parallel zur jüngsten Erholung stattfinden. Während der Kurs langsam anzieht, verknappt sich gleichzeitig das Angebot – eine Kombination, die in der Vergangenheit oft als Fundament für nachhaltige Aufwärtsbewegungen diente. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte dies die mittelfristige Erholung weiter untermauern und Rücksetzer zunehmend abfedern.
Short-Term Holder NUPL signalisiert weiter Kapitulation
Die Kennzahl „Short-Term Holder NUPL“ misst, ob kurzfristige Bitcoin-Investoren (typischerweise Haltezeit unter 155 Tage) aktuell im Gewinn oder im Verlust sind. Werte unter null bedeuten, dass ein Großteil dieser Marktteilnehmer im Minus ist – ein Zustand, der häufig mit Kapitulationsphasen einhergeht. Genau das zeigt sich aktuell erneut: Die Metrik bewegt sich weiterhin im negativen Bereich, auch wenn zuletzt eine leichte Erholung eingesetzt hat.
Das deutet darauf hin, dass viele kurzfristige Investoren ihre Positionen unter Druck abgegeben haben oder weiterhin unsicher sind. Historisch betrachtet entstehen solche Phasen oft in späteren Korrekturstadien und können als Grundlage für neue Aufwärtsbewegungen dienen. Denn wenn schwache Hände aus dem Markt gespült wurden, stabilisiert sich die Angebotsseite.
In Kombination mit den jüngsten Börsenabflüssen ergibt sich ein spannendes Bild: Während kurzfristige Anleger kapitulieren, akkumulieren langfristig orientierte Investoren. Das schafft grundsätzlich Raum für weitere Kursanstiege – vorausgesetzt, die Nachfrage bleibt stabil.
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