Bitcoin zeigt sich weiterhin bemerkenswert stabil. Trotz zwischenzeitlicher Rücksetzer hält sich der Kurs klar über der Marke von 77.000 US-Dollar und signalisiert damit relative Stärke im aktuellen Marktumfeld. Auffällig ist dabei vor allem, dass größere Gewinnmitnahmen bislang ausbleiben – ein Zeichen dafür, dass viele Marktteilnehmer weiterhin auf steigende Kurse setzen.
Die Stimmung hellt sich zunehmend auf, während institutionelle Investoren und erfahrene Marktakteure offenbar weiter akkumulieren. Obwohl Bitcoin noch rund 40 Prozent unter seinem Allzeithoch notiert, verdichten sich die Hinweise, dass eine Bodenbildung im Gange ist – und damit die Grundlage für eine mögliche Rallye im Jahr 2026 gelegt wird.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoins Onchain-Daten machen eine Bodenbildung wahrscheinlicher, Wale kaufen massiv BTC.
- Sharp Ratio bei Bitcoin zeigt einen historischen Boden, Analyst sieht starke Kaufchance.
- Zum ersten Mal seit 2022 war Bitcoin nach Profit-Metrik unterbewertet.
On-Chain-Daten deuten auf Bodenbildung – Wale akkumulieren massiv
Die aktuellen On-Chain-Daten zeichnen ein zunehmend konstruktives Bild für Bitcoin. Ein zentraler Indikator ist dabei das sogenannte „Whale vs. Retail Delta“. Dieser misst vereinfacht gesagt das Verhältnis zwischen Käufen großer Marktteilnehmer („Wale“) und kleineren Anlegern („Retail“). Positive Werte deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren akkumulieren, während Privatanleger eher verkaufen – ein Muster, das historisch häufig in Bodenphasen zu beobachten war.
𝗖𝗿𝘆𝗽𝘁𝗼 𝗙𝗲𝗮𝗿 & 𝗚𝗿𝗲𝗲𝗱 𝘀𝗮𝘆𝘀 𝟭𝟭. 𝗪𝗵𝗮𝗹𝗲𝘀 𝗷𝘂𝘀𝘁 𝗯𝗼𝘂𝗴𝗵𝘁 𝟮𝟳𝟬,𝟬𝟬𝟬 $𝗕𝗧𝗖.
Largest 30-day whale absorption since 2013.
Long-Term Holder supply: 78.3% (up from 74.1%).
Exchange reserves: 2.21M BTC — a 7-year low.Retail panics. Smart money… pic.twitter.com/vrYMlzmMvP
— Alphractal (@Alphractal) April 25, 2026
Genau dieses Verhalten ist aktuell zu erkennen. Große Investoren haben zuletzt rund 270.000 BTC akkumuliert. Dies ist die stärkste 30-Tage-Aufnahme seit über einem Jahrzehnt. Parallel dazu steigt der Anteil der langfristigen Halter auf über 78 Prozent des gesamten Angebots. Das bedeutet, dass immer mehr Coins in festen Händen liegen und dem Markt kurzfristig nicht zur Verfügung stehen.
Zusätzlich befinden sich die Bitcoin-Reserven auf zentralen Börsen auf einem Mehrjahrestief. Mit rund 2,21 Millionen BTC fielen diese zuletzt auf ein Niveau, das es zuletzt vor etwa sieben Jahren gab. Auch das ist ein starkes Signal: Sinkende Börsenbestände bedeuten in der Regel geringeren Verkaufsdruck, da weniger Coins sofort liquidiert werden können.
Gleichzeitig zeigt sich ein klassisches Marktverhalten: Während viele Privatanleger angesichts der Seitwärtsphase verunsichert sind, nutzen erfahrene Investoren diese Phase gezielt zur Akkumulation. Dieses Muster wiederholt sich laut Datenanalyse regelmäßig an Zyklus-Tiefs.
In der Summe ergibt sich ein klares Bild: Angebot verknappt sich, starke Hände bauen Positionen auf und der Verkaufsdruck nimmt ab. Genau diese Kombination war in der Vergangenheit häufig die Grundlage für nachhaltige Aufwärtsbewegungen.
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Sharpe Ratio signalisiert „Generational Buy“ – historisch starker Bodenindikator
Ein weiterer zentraler Indikator, der aktuell für eine Bodenbildung spricht, ist das sogenannte Sharpe Ratio von Bitcoin. Diese Kennzahl misst die risikoadjustierte Rendite – also wie viel Ertrag ein Investor pro Einheit Risiko (Volatilität) erhält. Ein niedriger Wert signalisiert dabei, dass die Rendite im Verhältnis zum Risiko schwach ist – was historisch häufig genau in Marktphasen auftritt, in denen Bitcoin bereits nahe an einem Tiefpunkt notiert.
#Bitcoin is a generational opportunity, right now.
The Bitcoin Sharpe Ratio has hit a level that's comparable to any broad market bottom.
This early in 2026.
If you flip that measure, it's actually the best time to be investing in the underlying asset, in this case #Bitcoin.… pic.twitter.com/qaYRF01K9h
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) April 23, 2026
Aktuell befindet sich das Sharpe Ratio erneut in einer Zone, die in der Vergangenheit als „Low Risk“- beziehungsweise „Generational Buy“-Bereich klassifiziert wurde. Diese violette Zone markierte bereits mehrfach bedeutende Zyklus-Tiefs – etwa Anfang 2015, Ende 2018 sowie im Jahr 2022. In all diesen Fällen folgten in den darauffolgenden 12 bis 24 Monaten massive Kursanstiege, teilweise im Bereich von mehreren hundert Prozent.
Die Logik dahinter ist klar: Wenn die risikoadjustierte Performance niedrig ist, bedeutet das oft, dass der Markt überverkauft ist und das Abwärtspotenzial begrenzt sein könnte. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Chance-Risiko-Verhältnis für langfristige Investoren deutlich verbessert.
Auch statistisch untermauert sich dieses Bild: Historisch erzielte Bitcoin nach solchen Phasen im Schnitt deutliche Zugewinne über verschiedene Zeiträume hinweg. In Kombination mit den bereits positiven On-Chain-Daten verstärkt das Sharpe Ratio aktuell die These, dass sich Bitcoin in einer fortgeschrittenen Bodenbildungsphase befinden könnte.
Bitcoin-Metrik indiziert erstmals seit 2022 Unterbewertung
Ein weiterer On-Chain-Indikator ist der „Percent Supply in Profit“. Diese Metrik zeigt, welcher Anteil aller im Umlauf befindlichen Bitcoin aktuell im Gewinn liegt. Diese wurden also zu einem niedrigeren Preis gekauft als dem aktuellen Kurs. Vereinfacht gesagt. Je niedriger dieser Wert, desto mehr Marktteilnehmer befinden sich im Verlust. Dies tritt typischerweise in späten Bärenmarktphasen oder rund um Zyklus-Tiefs auf.
Genau das ist zuletzt passiert: Erstmals seit dem Jahr 2022 ist dieser Wert wieder deutlich in Richtung der sogenannten Unterbewertungszone gefallen. Historisch betrachtet sind solche Bereiche immer dann aufgetreten, wenn der Verkaufsdruck bereits weit fortgeschritten war und schwache Hände aus dem Markt gedrängt wurden. In diesen Phasen dominieren häufig Unsicherheit und Zurückhaltung – während langfristig orientierte Investoren beginnen zu akkumulieren.
Wichtig ist jedoch die Einordnung. Das Unterschreiten dieser Zone bedeutet nicht automatisch, dass das absolute Tief bereits erreicht wurde. In vergangenen Zyklen konnte sich der Indikator auch über einen gewissen Zeitraum in diesem Bereich halten oder sogar noch einmal tiefer fallen, bevor eine nachhaltige Aufwärtsbewegung startete.
Dennoch bleibt das Signal klar konstruktiv. Eine sinkende Profitabilität im Netzwerk, gepaart mit zunehmender Akkumulation durch starke Marktteilnehmer, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Bodenbildung signifikant. Dies untermauert eine konstruktive Bitcoin Prognose.
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