Larry Fink hat soeben eine konkrete Zahl für seine Wette auf den Bitcoin-Kurs genannt. Der CEO von BlackRock, der Krypto einst als Werkzeug zur Geldwäsche bezeichnete, prognostiziert nun bis 2030 jährliche Einnahmen in Höhe von 500 Millionen USD aus digitalen Vermögenswerten. Das ist keine Randnotiz. Das ist ein eigener Posten in einem Aktionärsbrief des Mannes, der ein verwaltetes Vermögen von 10 Billionen USD kontrolliert.
Das Wichtigste im Überblick:
- Institutioneller Meilenstein: Larry Fink integriert Krypto-Einnahmen als festen Posten im Aktionärsbrief und vergleicht das aktuelle Marktstadium mit dem Internetjahr 1996.
- Umsatzverdopplung geplant: BlackRock strebt eine Steigerung der Krypto-Gebühren auf 500 Mio. USD an, gestützt durch den 55-Milliarden-Dollar-Erfolg des iShares Bitcoin Trust (IBIT).
- Fokus auf Tokenisierung: Mit dem BUIDL-Fonds (2,85 Mrd. USD) treibt BlackRock die Migration klassischer Wertpapiere auf die Blockchain als neuen globalen Standard voran.
Die Maschinerie hinter dieser Prognose ist bereits in Bewegung. Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock hält fast 800.000 BTC im Wert von rund 55 Milliarden USD und generiert heute geschätzte jährliche Gebühreneinnahmen in Höhe von 250 Millionen USD. Fink wettet darauf, dass sich diese Zahl verdoppelt.
Die Marktstruktur, die dies möglich macht, bildet sich gerade jetzt heraus.
Was bedeutet Finks Krypto-Prognose tatsächlich?
Finks Aktionärsbrief für das Jahr 2026 nahm kein Blatt vor den Mund.
Er verglich den aktuellen Moment von Krypto mit dem Internet im Jahr 1996. Funktional, real und vom Mainstream fast völlig missverstanden. Die Implikation ist bewusst gewählt. Diejenigen, die das Web 1996 abtaten, verbrachten das nächste Jahrzehnt damit, von der Seitenlinie aus zuzusehen. Fink macht diesen Fehler kein zweites Mal.
Die Prognose ist strukturell, nicht visionär. Die weltweite Zahl der Krypto-Nutzer wächst von heute 550 Millionen auf 1 Milliarde bis 2030. Die meisten Aktien, Anleihen und Wertpapiere werden schließlich auf Blockchain-basierte Systeme migrieren. Tokenisierung ist keine bloße These mehr. Sie ist der Fahrplan.
BlackRock baut bereits an diesem Fahrplan. Der tokenisierte Treasury-Fonds BUIDL verwaltet ein Vermögen von 2,85 Milliarden USD und ist damit der größte tokenisierte Fonds der Welt. Das ist kein Pilotprogramm. Das ist eine Produktlinie, hinter der insgesamt 150 Milliarden USD an digitalem verwaltetem Vermögen (AUM) stehen.
🚨 CRYPTO: BLACKROCK CEO LARRY FINK DOUBLES DOWN ON TOKENIZATION IN ANNUAL SHAREHOLDER LETTER
The CEO of the world's largest asset manager just told shareholders that tokenization is where the internet was in 1996.
Fink's 2026 annual letter frames tokenization as a core pillar… pic.twitter.com/nEuLt4OE3l
— BSCN (@BSCNews) March 23, 2026
Coinbase-CEO Brian Armstrong unterstützte die Vision direkt und bezeichnete die Tokenisierung als gigantisch. Der institutionelle Konsens hat sich verschoben. In der Diskussion geht es nicht mehr darum, ob die Blockchain von Bedeutung ist. Es geht darum, wer die Infrastruktur kontrolliert, wenn es soweit ist.
BlackRock positioniert sich als genau diese Infrastruktur. Finks Makro-Analysen haben die Krypto-Märkte schon früher bewegt. Diese hier hat mehr Gewicht als die meisten anderen.
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Bull- und Bear-Case: Was Finks Worte für den Bitcoin-Kurs bedeuten
Das bullische Szenario ist eindeutig.
Wenn sich die Tokenisierung beschleunigt und sich das Umsatzziel von BlackRock in Höhe von 500 Millionen USD als konservativ erweist – was die aktuelle Entwicklung des IBIT vermuten lässt –, werden die institutionellen Zuflüsse in Bitcoin strukturell statt zyklisch. Es wird erwartet, dass über 25 Großbanken bis Juni 2026 Krypto-Zahlungswege für grenzüberschreitende Zahlungen rund um die Uhr einführen werden. Neue Nachfrage. Neue On-Ramps. Einige Analysten prognostizieren, dass Bitcoin in diesem Zyklus 150.000 bis 200.000 USD erreichen wird, wenn die institutionelle Akkumulation das Tempo hält.
Das bärische Szenario ist ebenso eindeutig.
Zeitpläne für die Tokenisierung sind bekanntermaßen optimistisch. Regulatorische Reibungsverluste bei Stablecoins und ETPs könnten die Expansion von BlackRock verlangsamen und das Narrativ der Zuflüsse dämpfen. Sollten Abflüsse aus dem IBIT beginnen und Bitcoin unter anhaltendem Volumen unter 75.000 USD fallen, wird die institutionelle These schnell einem Stresstest unterzogen.
Ein Level definiert derzeit alles: 75.000 USD auf Wochenschlusskursbasis.
Wird dieses Niveau gehalten, bleibt die bullische Struktur intakt. Das Narrativ vom „Internet im Jahr 1996“ bleibt aktuell. Sollte es unter hohem Verkaufsdruck verloren gehen, wird die 500-Millionen-USD-Prognose eher zu einer Geschichte für 2031 als für 2030.
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