In diesem Beitrag
- ETFs zeigen Stärke bei Bitcoin
- Bitwise bündelt Schutz vor Geldentwertung
- Ledger treibt US-Börsengang voran
- CLARITY Act stockt weiter
- ARK skizziert das Krypto-Jahr 2026
- Trump rudert zurück, Krypto atmet auf
- Rätselhafte Bitcoin-Bewegung bei GameStop
- Bitpanda öffnet sich für den Aktienmarkt
- Mastercard und Zerohash: Kein Milliarden-Deal
- Winklevoss-Brüder stärken Zcash
- Flash-Crash bei Paradex verursacht Rollback
- NYSE bringt Aktien auf die Blockchain
Die vergangene Handelswoche verlief für den Kryptomarkt äußerst volatil und endete mit spürbaren Verlusten. Bitcoin gab auf Wochensicht rund sieben Prozent nach, während Ethereum sogar zweistellig ins Minus rutschte.
Damit wurden große Teile der Gewinne aus den ersten Wochen des Jahres 2026 wieder abgegeben. Auf Jahressicht stehen beide Top-Coins unverändert da. Trotz der schwachen Kursentwicklung gab es in den letzten Tagen zahlreiche spannende Entwicklungen, die für Anleger wichtig sind und den Markt langfristig prägen könnten.
Die Top News im 99b Weekly Crypto Check:
Das Wichtigste im Überblick:
- Silber erreicht 100 US-Dollar, doch Bitcoin-ETFs sammelten deutlich mehr Kapital ein.
- Bitwise startet neuen ETF, der gezielt gegen schleichende Geldentwertung positioniert ist.
- Ledger bereitet offenbar US-Börsengang mit Bewertung über vier Milliarden Dollar vor.
- CLARITY Act scheiterte vorerst, nachdem Coinbase Unterstützung wegen Stablecoin-Zinsen zurückzog.
- ARK sieht Bitcoin zunehmend als institutionelles Asset mit sinkender Volatilität.
- Trump zieht EU-Zölle zurück, worauf der Kryptomarkt sofort kräftig nach oben dreht.
- GameStop bewegt fast 4.700 Bitcoin zu Coinbase, Markt spekuliert über möglichen Verkauf.
- Bitpanda kündigt Aktienhandel an und positioniert sich klar als Multi-Asset-Investmentplattform.
- Mastercard verzichtet auf Zerohash-Übernahme, prüft stattdessen strategische Beteiligung am Unternehmen.
- NYSE plant tokenisierte Aktien mit 24/7-Handel und Blockchain-Abwicklung einzuführen.
ETFs zeigen Stärke bei Bitcoin
Seit Monaten erlebten Gold und Silber eine historische Rallye. In der vergangenen Woche erreichte Silber erstmals die Marke von 100 US-Dollar, während Gold sich zuvor bereits bis auf 5.000 Dollar je Feinunze vorgearbeitet hatte. Auf den ersten Blick wirkte Bitcoin daneben schwach: In den letzten Monaten hatte der Kurs deutlich nachgegeben. Doch der Bloomberg-ETF-Experte Eric Balchunas wies letzte Woche auf eine Schieflage hin.
Während in Silber-ETFs in einem halben Jahr nur rund eine Milliarde Dollar floss, sammelten Bitcoin-ETFs, allen voran BlackRocks IBIT, mehr als sechs Milliarden Dollar ein. Trotzdem stieg Silber stark, während Bitcoin fiel. Für Balchunas ist das ein klares Signal: Die Kursrallye bei Silber wird vor allem von kurzfristiger Euphorie getragen, während bei Bitcoin im Hintergrund langfristiges Vertrauen aufgebaut wird. So zeigt sich der Experte überzeugt, dass diese stille Nachfrage die Grundlage für eine kommende Erholung und neue Stärke legen könnte.
Hier mehr erfahren: Bitcoin-ETFs machen Hoffnung auf Comeback
Bitwise bündelt Schutz vor Geldentwertung
In der vergangenen Woche brachte Bitwise gemeinsam mit Proficio Capital Partners einen neuen ETF an den Start, der gezielt auf den schleichenden Wertverlust von Fiatwährungen ausgerichtet ist. Der „Bitwise Proficio Currency Debasement ETF“ (BPRO) bündelte erstmals mehrere klassische Inflationsschutz-Strategien in einem aktiv gemanagten Produkt. Bitwise-CIO Matt Hougan verwies dabei auf die wachsende Sorge selbst großer Institutionen, die zuletzt verstärkt Gold und Bitcoin als Absicherung gekauft hatten.
Today, the debasement trade has a new weapon in its arsenal.
Introducing the Bitwise Proficio Currency Debasement ETF (NYSE: BPRO), a first-of-its-kind, actively managed investment strategy targeting assets poised to benefit from the eroding purchasing power of fiat currencies… pic.twitter.com/kpKPFK26p0
— Bitwise (@BitwiseInvest) January 22, 2026
Der Fonds setzt auf eine Mischung aus Edelmetallen, Minenaktien und einem indirekten Bitcoin-Exposure, ergänzt durch kurzlaufende US-Anleihen als Stabilitätsanker. Mindestens ein Viertel des Portfolios sollte stets in Gold investiert bleiben. Mit dieser Kombination aus „historischer“ und „digitaler“ Knappheit will Bitwise Anlegern eine einfache Möglichkeit geben, sich breiter gegen Kaufkraftverlust zu positionieren.
Hier mehr erfahren: Bitwise führt Debasement-ETF ein
Ledger treibt US-Börsengang voran
Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass der Hardware-Wallet-Marktführer Ledger einen Börsengang in den USA vorbereitet. Berichten zufolge zielt das 2014 in Paris gegründete Unternehmen auf eine Bewertung von über vier Milliarden US-Dollar ab und holt dafür mit Goldman Sachs, Jefferies und Barclays gleich mehrere Schwergewichte der Wall Street ins Boot. Damit würde Ledger seine letzte Bewertung aus dem Jahr 2023 von rund 1,5 Milliarden Dollar deutlich hinter sich lassen.
🇺🇸 JUST IN: Ledger plans New York IPO with potential valuation over $4 billion, working with Goldman Sachs, Jefferies and Barclays on a listing that could happen this year, per FT. pic.twitter.com/i3EoU16At7
— Cointelegraph (@Cointelegraph) January 23, 2026
Der Zeitpunkt wirkt gut gewählt: 2025 hatte das Unternehmen ein Rekordjahr mit Umsätzen im hohen dreistelligen Millionenbereich gemeldet, getragen von der starken Nachfrage nach sicherer Selbstverwahrung. Zwar sorgte zuletzt ein Datenleck bei einem Partner für Schlagzeilen, die Geräte selbst blieben jedoch unbeeinträchtigt. Insgesamt deutete vieles darauf hin, dass Ledger 2026 den Schritt von Paris an die New Yorker Börse wagen wollte.
Hier mehr erfahren: Ledger will IPO in den USA
CLARITY Act stockt weiter
Zuletzt erlitt der CLARITY Act im US-Senat einen Rückschlag. Eigentlich sollte der Entwurf im Banking Committee in die entscheidende Markup-Phase gehen, doch nur Stunden zuvor zog Coinbase seine Unterstützung zurück. Auslöser war der Streit um mögliche Beschränkungen von Stablecoin-Zinsen, die aus Sicht des Unternehmens wie ein faktisches Verbot wirkten und vor allem Banken begünstigt hätten. Der geplante Ausschuss-Termin wurde daraufhin verschoben und auf unbestimmte Zeit vertagt.
Nun gab es vergangene Woche die nächste Hiobsbotschaft. Die Journalistin Eleanor Terrett berichtete, dass eine parteiübergreifende Einigung im Senat vorerst gescheitert sei. Ohne Lösung beim Thema Stablecoin-Yields scheint der politische Prozess vorerst blockiert.
Hier mehr erfahren: CLARITY Act vor dem Scheitern?
ARK skizziert das Krypto-Jahr 2026
In der vergangenen Woche veröffentlichte ARK Invest ferner seinen „Big Ideas 2026“-Report und zeichnete darin ein ambitioniertes Bild für Technologie und digitale Assets. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass Künstliche Intelligenz mehrere Innovationsfelder gleichzeitig beschleunigt und damit auch Blockchains zusätzlichen Rückenwind geben dürfte.
If you want to understand where the future is headed, start here: Big Ideas 2026.
Download: https://t.co/Uw1o20VSMc pic.twitter.com/8mgXvxCq19
— ARK Invest (@ARKInvest) January 21, 2026
Für Krypto-Anleger besonders relevant war der Blick auf Bitcoin: ARK beschreibt die größte Kryptowährung zunehmend als institutionelles Kern-Asset, dessen Volatilität und Rücksetzer weiter abgenommen hätten. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass ETFs und Unternehmen inzwischen rund zwölf Prozent des gesamten Angebots kontrollierten. Auch Tokenisierung und Stablecoins spielen eine große Rolle, nachdem deren Volumen 2025 stark gewachsen war. Ethereum bleibt für ARK die wichtigste Infrastruktur für On-Chain-Vermögenswerte.
Insgesamt vermittelte der Bericht den Eindruck, dass Krypto immer stärker in den finanziellen Mainstream hineinwuchs.
Hier mehr erfahren: Ark wagt Krypto-Ausblick 2026
Trump rudert zurück, Krypto atmet auf
Ferner hatte Donald Trump zuletzt die Märkte mit der Ankündigung neuer Zölle auf EU-Importe noch in Unruhe versetzt und damit auch den Kryptomarkt unter Druck gebracht. Am Wochenende sorgten die Pläne für deutliche Kursverluste, doch nur wenige Tage später folgte die nächste Kehrtwende. Über seine Plattform Truth Social erklärte der US-Präsident, dass die Zölle nun doch nicht zum 1. Februar eingeführt würden. Als Grund nannte er Fortschritte in den Verhandlungen rund um den Streit um Grönland. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Der Kryptomarkt drehte spürbar nach oben. Bitcoin, der zuvor bis auf rund 87.000 Dollar gefallen war, erholte sich rasch und überschritt wieder die Marke von 90.000 Dollar.
Hier mehr erfahren: Trump bringt volatile Handelstage
Rätselhafte Bitcoin-Bewegung bei GameStop
In der vergangenen Woche sorgten On-Chain-Daten für Aufsehen, nachdem Analysten mehrere große Bitcoin-Transfers zu Coinbase Prime entdeckt hatten, die GameStop zugeordnet wurden. Zwar gab es keine offizielle Bestätigung, doch die Beträge passten nahezu exakt zu den bekannten Beständen des Unternehmens.
🚨 GAMESTOP IS SELLING THEIR #BITCOIN pic.twitter.com/ldODzuq6b5
— Borg (@Borg_Cryptos) January 23, 2026
Insgesamt bewegten sich in drei Schritten rund 4.709 BTC von einer Adresse zur Börse, zuerst 100 BTC, dann über 2.200 und schließlich mehr als 2.300 Bitcoin. Genau diese Menge hatte GameStop im Mai 2025 über Coinbase Prime aufgebaut. Da der aktuelle Kurs deutlich unter dem damaligen Einstieg lag, würde ein Verkauf einen hohen Buchverlust bedeuten.
Hier mehr erfahren: Gerüchte über Bitcoin-Verkauf bei GameStop
Bitpanda öffnet sich für den Aktienmarkt
Weiterhin kündigte Bitpanda einen wichtigen Ausbau seiner Plattform an und gab bekannt, ab dem 29. Januar den Handel mit echten Aktien und ETFs zu starten. Damit erweiterte das Wiener Fintech sein Angebot deutlich über Kryptowährungen und Edelmetalle hinaus. Künftig sollten mehr als 10.000 Aktien und ETFs bereits ab einem Euro pro Trade handelbar sein, auch in Bruchteilen und ohne klassische Provisionen. Zusätzlich wurden Sparpläne für tausende Werte angekündigt, was den Einstieg besonders niedrigschwellig machte.
Strategisch positionierte sich Bitpanda damit immer stärker als umfassende Investment-App, die traditionelle und digitale Anlageklassen verbindet. Parallel dazu mehrten sich Berichte über einen möglichen Börsengang in Frankfurt im Jahr 2026.
Hier mehr erfahren: Nach IPO-Gerüchte – Bitpanda führt Aktien ein
Mastercard und Zerohash: Kein Milliarden-Deal
In der vergangenen Woche rückte erneut in den Fokus, dass die im Herbst 2025 kolportierte Übernahme von Zerohash durch Mastercard endgültig gescheitert sei. Damals hatte ein Reuters-Bericht über Gespräche zu einem möglichen Zwei-Milliarden-Dollar-Deal für Aufsehen gesorgt, doch beide Seiten bestätigten nie etwas. Inzwischen ist klar, dass Zerohash unabhängig geblieben ist und stattdessen Partnerschaften, etwa mit Morgan Stanley, weiter ausgebaut hat. Für Mastercard bedeutete das jedoch keinen Rückzug aus dem Kryptobereich. Aktuelle Berichte deuteten darauf hin, dass der Zahlungsriese nun eher eine Beteiligung als eine Komplettübernahme prüft. Damit würde Mastercard weiterhin auf Kooperationen setzen, um bei Stablecoins und Krypto-Infrastruktur präsent zu sein.
Hier mehr erfahren: Mastercard möchte sich an Zerohash beteiligen
Winklevoss-Brüder stärken Zcash
Zudem setzten Tyler und Cameron Winklevoss ein deutliches Signal für Zcash, obwohl der Privacy-Coin zuletzt stark unter Druck stand. Die beiden spendeten rund 3.221 ZEC im Wert von etwa 1,2 Millionen US-Dollar an Shielded Labs, um gezielt die technische Weiterentwicklung des Protokolls zu finanzieren.
Privacy is normal and crucial for a free and open society. That’s why @cameron and I are supporting @ShieldedLabs and their important work and contributions to Zcash. https://t.co/GJFX85mu5I
— Tyler Winklevoss (@tyler) January 20, 2026
Im Fokus standen dabei langfristige Themen wie Netzwerk-Stabilität, Skalierung und nachhaltige Gebührenmodelle, nicht kurzfristiges Marketing. Shielded Labs arbeitet unabhängig an der Zcash-Infrastruktur, was den Winklevoss-Zwillingen besonders wichtig ist.
Hier mehr erfahren: Neue Winklevoss-Spende für Zcash
Flash-Crash bei Paradex verursacht Rollback
In den letzten Tagen gab es auf der DEX Paradex, die auf dem Ethereum-Layer-2-Netzwerk Starknet läuft, zu einem spektakulären Zwischenfall. Während geplanter Wartungsarbeiten führte ein Fehler bei der Datenmigration dazu, dass der Bitcoin-Preis auf der Plattform kurzzeitig auf 0 US-Dollar fiel. In der Folge wurden massenhaft gehebelte Positionen automatisch liquidiert, bevor der Handel ausgesetzt wurde. Das Team reagierte mit einer drastischen Maßnahme und setzte die Chain per Rollback auf einen früheren Block zurück, wodurch alle fehlerhaften Transaktionen rückgängig gemacht wurden.
Nach rund acht Stunden war die Plattform wieder online, laut Betreiber waren alle Kundengelder sicher.
Hier mehr erfahren: Paradex reagiert mit Blockchain-Rollback
NYSE bringt Aktien auf die Blockchain
Weiterhin kündigte die New York Stock Exchange an, eine eigene Plattform für den Handel mit tokenisierten Aktien und ETFs aufzubauen. Damit stellte die traditionsreichste Börse der Welt die Weichen in Richtung eines durchgehend geöffneten, digitalen Kapitalmarkts. Künftig sollen Wertpapiere rund um die Uhr handelbar sein, auch in Bruchteilen und mit nahezu sofortiger Abwicklung über Blockchain-Infrastruktur und Stablecoins.
🚨 BREAKING: NYSE announces new tokenization platform.
Here's what they're building:
A completely new trading venue with:
• 24/7 operations (no market hours)
• Instant settlement (not T+1)
• Stablecoin-based funding (not bank wires)
• "Tokens natively issued as digital… pic.twitter.com/EKVovpoULK— Simon Taylor (@sytaylor) January 19, 2026
Technisch will die NYSE ihr bestehendes Handelssystem mit einer On-Chain-Abwicklung verbinden, während die Tokens wirtschaftlich vollwertige Aktien mit Dividenden- und Stimmrechten bleiben sollen. Das Projekt ist Teil der breiteren Digitalstrategie des Mutterkonzerns ICE, der auch an einer 24/7-Clearing-Infrastruktur arbeitet.
Hier mehr erfahren: NYSE setzt auf 24/7 Trading
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99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.
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