Peter Schiff erinnert sich an eine volatile Nacht rund um Silber und Elon Musk warnt: Silber ist knapper als Bitcoin.
Der Rohstoffkrieg durch den Handelskonflikt mit China hat die USA, aber nicht nur die, in eine gänzlich neue Situation gebracht. Das Wettrennen um seltene Erden und Rohstoffe ist in vollem Gange. Es gibt Parallelen zur erfolgreichsten Kryptowährung Bitcoin. Elon Musk weist darauf hin, dass Silber trotz ausreichender Vorhaben in den globalen Minen knapper als BTC ist. Sollten Anleger jetzt Bitcoin verkaufen?
Bitcoin vs. Silber – die Key Facts
Elon Musk sagt über die rasant steigenden Silberpreise, dass es nicht gut sei. Die neuen Exportbedingungen von China erzeugen einen Flaschenhals, ähnlich dem bekannten Dauerproblem von Ethereum. Es kommt einfach nichts durch, und das, obwohl eigentlich ausreichend Rohstoffe für alle da sind. Diese sind ungleich verteilt, und wenn eine Exportkette unterbrochen wird, entsteht auch noch ein einseitiges Machtverhältnis.
Die nicht endlose Verfügbarkeit von Bitcoin löste häufig den direkten Vergleich mit dem Rohstoff Gold aus. Daher wurde Bitcoin auch häufig als digitales Gold bezeichnet. Die Eigenschaften als Wertspeicher machten zudem einen solchen Vergleich in vielen Fällen sinnvoll. Seit ein paar Wochen steigen aber auch die Preise für andere Rohstoffe, allen voran Silber, aber auch Kupfer ist deutlich teurer geworden als noch zu Beginn des letzten Jahres.

Elon Musk weist in einem Beitrag auf X darauf hin, dass die geringe Verfügbarkeit und die daraus resultierende Preisspirale nicht gut für die Industrie seien. Dort wird Silber in vielen Prozessen dringend benötigt. Seit dem 1. Januar müssen Unternehmen in China eine spezielle staatliche Genehmigung einholen, wenn sie Silber exportieren wollen.
Bitcoin oder Silber, oder doch lieber Gold?
Peter Schiff hat dazu eine klare Meinung und verweist auf die starken Preisschwankungen von Silber. Stattdessen rät er Anlegern zu Gold. Anders als bei Gold ist seiner Meinung nach der Silberpreis stark überzogen und der Markt überkauft. Um wieder als attraktives Asset zu gelten, müsste sich der Markt zunächst beruhigen, so Schiff.
Was mit Silber geschieht, könnte sich bald auch mit Bitcoin wiederholen, nur umgekehrt.
Quelle: Peter Schiff, Yahoo Finance
Für Bitcoin gibt der Ökonom eine scharfe Warnung ab und sagt laut Yahoo Finance, dass sich Bitcoin im Vergleich zum Preis für Silber in die entgegengesetzte Richtung entwickeln könnte.
Gold, Silber, Bitcoin – neue Rangordnung
Doch was im Kern dieser Diskussion bleibt, ist die Tatsache, dass China gerade Silber zur Handelswaffe gemacht hat. Auf die steigenden Preise bei rapide sinkenden Handelsmengen wie schon im März vergangenen Jahres wies Robert Kiyosaki hin. Schon damals war ihm klar, wohin die Reise für die Preise bei dem Rohstoff geht, der für die Industrie rund um den Globus von Bedeutung ist.
Silber ist in den nächsten zwei Monaten die beste der drei Anlagen Gold, Silber und Bitcoin.
Quelle: Robert Kiyosaki, Yahoo Finance
Der US-Geschäftsmann und Buchautor hat vielleicht schon im März vergangenen Jahres geahnt, dass Silber knapper als Bitcoin werden und damit die Kryptowährung zunächst kurz- bis mittelfristig ausstechen könnte. Zum Zeitpunkt der Silberprognose lag der Preis pro Unze bei etwa 35 $. Ende 2025 sollte seiner Meinung nach dieser Preis bei 70 USD liegen und bis 2027 sogar 200 $ erreichen können.
Fakt ist: Aktuell liegt der Preis pro Unze Silber bei knapp über 74,54 USD. In den vergangenen 30 Tagen ist das ein Plus von über 27,49 $. Auf 10 Jahre gesehen, hat sich der Preis um 438,12 % gesteigert. Und der Trend hält an, denn im Tagesgeschehen ist der Preis pro Unze bereits erneut gestiegen, und zwar heute um über 3,08 $.
Was bedeutet das für die globalen Börsen?
Die Diskussionen um Rohstoffe haben erneut gezeigt, wie verletzlich unsere Weltwirtschaft ist, wenn ein Teilnehmer aus der Reihe springt. Gegenseitige Abhängigkeiten können genau wie Zölle auch nach hinten losgehen oder haben zumindest auch negative Auswirkungen, die viele nicht bedenken. Aufgrund der Knappheit von Silber an den Rohstoffbörsen steigt in der Folge die Margin.
Wie die US-Rohstoffbörse CME mitteilt, muss sie die Margen an die Volatilität anpassen. Die Mindestmarge, die Händler auf ihrem Konto halten müssen, um potenzielle Tagesverluste abzudecken, wird wahrscheinlich um 5 bis 10 Prozentpunkte steigen. Weitere Erhöhungen der Marge bei Silbergeschäften sind dann notwendig, wenn Silber trotz der neuen Mindestmargen in Shanghai teurer gehandelt wird als in New York.
Wie ein erfahrener Silberanleger auf Reddit mitteilt, könnte es zu einer Empfehlung der CME am Ende der ersten Handelswoche kommen, wenn der Silberpreis über 75 Dollar bleibt. Davon sind wir nach derzeitigem Stand nur wenige Stellen nach dem Komma entfernt und es ist davon auszugehen, dass es zu einer neuen Margenempfehlung kommt. Die Botschaft aus China ist jedenfalls klar formuliert:
Eine Botschaft an alle westlichen Hersteller: Wenn Sie die Energiezukunft gestalten wollen, verhandeln Sie mit Peking.
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