Bitcoin befindet sich Ende Dezember 2025 in einem schwachen Bärenmarkt mit enger Seitwärtsbewegung um 87–90k USD und technischem Keil-Muster. Historisch entstanden echte Böden erst, wenn der Preis deutlich unter die durchschnittlichen Mining-Stromkosten fiel (wie 2020 und 2022). Ein solcher Rücksetzer unter die aktuellen Kosten könnte also noch nötig sein, bevor eine nachhaltige Bodenbildung realistisch wird.
Das Wichtigste im Überblick:
Weshalb die aktuelle Unterstützung bei Bitcoin schwach erscheint
Seit Anfang Oktober, kurz nachdem Bitcoin sein aktuelles Allzeithoch erreichte, befindet sich der gesamte Kryptomarkt in einem Bärenmarkt. Seither warten Anleger darauf, dass sich eine Bodenbildung bzw. Anzeichen für eine Trendwende andeuten.Mit Hinblick auf den lanfristigen bullischen Trend (siehe unsere Bitcoin Prognose) kommt dabei das derzeit naheliegende Preisniveau von 84.000 bis 86.000 USD in die Diskussion.
Dabei startete Bitcoin einen langfristigen Crypto Bull Run im Oktober 2023. Dabei sehen wir einen parallel verlaufenden Trendkanal. Bei dem die untere Linie bei 27.800 USD (Oktober 2023), 48.800 USD (August 2024) und 82.000 USD (Nov 2025) verläuft. Die obere Linie bilden dagegen die Hochs im Dezember 2024 bei 106.500 USD sowie die Allzeithochs über 120.000 USD im Juli, August und Oktober diesen Jahres.
Aktuelles Keil-Szenario und relative Schwäche von Bitcoin
Allerdings zeigt Bitcoin noch immer eine relative Schwäche auf und befindet sich in einem Keil-Szenario. Dabei bewegt sich Bitcoin volatil in einer sehr engen Preisspanne zwischen 85.000 und 90.000 USD. Die Kerzen schließen dabei sogar noch enger zwischen 87.000 und 88.000 USD. Typischerweise folgt auf ein solches Keil-Szenario ein Breakout, bei dem der Preis abrupt nach oben oder nach unten ausbricht.
Ohne dies zuverlässig voraussagen zu können, da solche Breakouts typischerweise immer zwiespältige Interpretationen zulassen, deuten die überwiegend noch immer bärischen Indikatoren tendenziell etwas wahrscheinlicher auf ein bärisches Szenario hin. Daher gilt es, weitere mögliche Indikatoren für eine Bodenbildung zu suchen.
Stromkosten versus Bitcoin-Preis
Als historisch zuverlässiger Indikator für den langfristigen Zyklus hat sich dabei die Zusammenlegung des Preise von Bitcoin gegen die Stromkosten für das Minen von einem Bitcoin erwiesen. Dabei weist der X-Account Coinvo-Trading darauf hin, dass dies in den vergangenen Jahres bereits zwei Mal geschehen ist und zwar bei den Crypto Bull Runs 2020 und 2022.
Bitcoin going below its electrical cost has ALWAYS market a cycle bottom.
Current Electrical Costs = $74,000 pic.twitter.com/mHpJsAITeY
— Coinvo Trading (@CoinvoTrading) December 29, 2025
Derzeit steht Bitcoin kurz davor, ein drittes Mal innerhalb von 6 Jahren unter diese Preiszone zu fallen. Die Stromkosten für das Minen von einem Bitcoin liegen derzeit bei etwa 74.000 USD. Dies könnte also darauf hindeuten, dass Bitcoin womöglich noch einmal wesentlich tiefer fallen muss, bevor das Vertrauen der Anleger in die Preisentwicklung zurückkehrt und es sich empfiehlt, Bitcoin zu kaufen.
Der Zusammenhang zwischen den Stromkosten und dem Preis Bitcoin hat dabei oft schon zu Spekulation geführt, ob die Stromkosten den intrinsischen Wert von Bitcoin bestimmen. Allerdings kann diese Annahme mit Hinsicht auf viele andere Kryptowährungen wiederlegt werden. Viele Bitcoin Alternativen haben bestimmte Mining-Kosten, die zeitweise über dem regulären Preis dieser Assets lagen. Mittel- bis langfristig regulieren sich jedoch die Kosten für das Mining entsprechend wieder im Mechanismus der Difficulty-Anpassung.
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