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Am Kryptomarkt macht sich weiterhin Nervosität breit. Die neue Woche hat zwar mit Gewinnen angefangen, diese wurden aber genauso schnell wieder abverkauft, wie es schon in den letzten Wochen immer wieder zu beobachten war. Die Seitwärtsbewegung der bekanntesten Kryptowährung der Welt zieht sich nun schon länger hin, als es den meisten Investoren lieb ist und das führt dazu, dass viele die Geduld verlieren. Im neuen Jahr wollen Anleger nichts mehr von Bitcoin und Co. wissen. Dabei könnte sich das als großer Fehler erweisen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin hat in diesem Jahr enttäuscht.
- Die Rallye bei Edelmetallen gerät ins Stocken.
- Die Vermutung liegt nahe, dass ein Teil der Gewinne aus dem Edelmetallmarkt in Kryptowährungen umgeschichtet wird.
- Auch Steueroptimierungen dürften dazu beitragen, dass Bitcoin Ende des Jahres schwächelt und Anfang 2026 wieder steigen kann.
- Außerdem werden im neuen Jahr in den USA einige Maßnahmen getroffen, die für mehr Liquidität sorgen.
Günstiger Einstieg
Wer sich im kommenden Jahr mit seinen Finanzen befassen will, steht vor schwierigen Entscheidungen. Die großen Aktienindizes wie der S&P 500 erreichen fast schon wöchentlich neue Höchststände. Noch schwieriger wird der Einstieg für diejenigen, die ihr Portfolio mit Edelmetallen diversifizieren wollen.
Gold, Silber und Co. haben in den letzten Monaten eine Rallye hingelegt, die beispiellos ist. Allerdings gerät diese nun scheinbar ins Stocken und wer aktuell mit dem Gedanken spielt, in Edelmetalle zu investieren, hat es schwer. Das zeigt zum Beispiel die Volatilität, die der Silberkurs heute an den Tag legt.
🚨BREAKING: Silver just dropped 13% from $83 to $73 and wiped out $550 BILLION from its market cap in a single day.
Here is what's happening👇
Over the last few days, silver surged aggressively, pushing toward a new ATH of $83/ounce.
This move followed a familiar pattern:… pic.twitter.com/f3gr3FqcZw
— Bull Theory (@BullTheoryio) December 29, 2025
Noch in den Morgenstunden ist der Preis für eine Feinunze Silber auf über 83 Dollar gestiegen. Ein paar Stunden später folgte bereits der Crash auf aktuell 72 Dollar. Das ist ein Einbruch um mehr als 13 %. Nicht bei einem Meme Coin oder einem Penny Stock, sondern bei Silber, dem bis vor kurzem noch zweitgrößten Asset der Welt in Bezug auf die Marktkapitalisierung.
Während Aktien und Edelmetalle Rallyes hingelegt haben, hat sich der Kryptomarkt abgekühlt. Wer 2026 also mit dem Gedanken spielt, zu investieren, könnte schnell auf die Idee kommen, Kryptowährungen zu kaufen. Bitcoin dürfte davon besonders profitieren. Vor allem, wenn auch ein Teil der Gewinne, die bei Aktien und Edelmetallen erzielt wurden, genutzt wird, um Bitcoin zu kaufen.
Steueroptimierung zum Jahreswechsel
Schon im Januar könnte es zu einem deutlichen Kursanstieg bei Bitcoin kommen. Ein Teil der Verluste zum Jahresende dürfte nämlich auch darauf zurückzuführen sein, dass Investoren und Trader ihre Verluste am Kryptomarkt realisieren, um sie mit Gewinnen aus anderen Bereichen gegenrechnen zu können und so weniger Steuern zu zahlen.
Diese Positionen wurden also nicht unbedingt aus der Überzeugung geschlossen, dass es am Kryptomarkt kein Potenzial mehr gibt, sondern einfach, um Steuern zu optimieren. Das bedeutet, dass ein Teil dieser Positionen auch direkt zum Start des neuen Jahres wieder eröffnet werden könnte. Vor allem, weil die Bitcoin-Prognosen einiger Experten nach wie vor extrem bullish ausfallen.
Mehr Liquidität
Die Rallye, die Edelmetalle hingelegt haben, ist beeindruckend. Vor allem ein Blick auf den Silber-Chart zeigt aber schnell, dass diese Gewinne genauso schnell wieder verfliegen können, wie sie aufgekommen sind. Gewinne, die später in andere Assets umgeschichtet werden, wobei Bitcoin der große Gewinner sein könnte. Aber nicht nur diese Gewinnmitnahmen sorgen dafür, dass mehr Liquidität in den Kryptomarkt strömen könnte.
In den USA sind für das kommende Jahr einige Maßnahmen geplant, die sich extrem bullish auf den Markt auswirken könnten. Während die Regulierungsmaßnahmen weiterhin auf Hochtouren laufen und digitale Währungen tief in die amerikanische Wirtschaft integriert werden, erwartet Trump auch einen Nachfolger als Fed-Vorsitzenden, der die Zinsen deutlich senken soll. Jerome Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender endet planmäßig im Mai 2026.
President Trump has introduced "The Trump Rule" for the next Fed Chair.
"Anybody that disagrees with me will never be the Fed Chairman!" pic.twitter.com/TRwkVW2pCs
— Wall Street Rollup (@WallStRollup) December 23, 2025
Trump hat bereits mehrfach angemerkt, dass Powell in seinen Augen zu vorsichtig agiert und man die Zinsen jetzt aggressiv senken sollte. Sollte die Inflation dann zurückkehren, könnte man immer noch mit Erhöhungen reagieren, wie er betont. Der neue Vorsitzende wird wohl ähnliche Ansichten vertreten.
Niedrigere Zinsen wirken sich vor allem auf Risiko-Assets wie Kryptowährungen positiv aus. Neben Zinssenkungen sind aber auch Steuersenkungen geplant und sogar eine Zoll-Dividende soll an Amerikaner ausgeschüttet werden. Damit wird viel frisches Kapital frei, das teilweise in die Märkte fließen dürfte. Die bullishen Krypto-Prognosen sind also eher aufgeschoben als aufgehoben, wobei viele Analysten einen Bitcoin-Kurs von über 200.000 Dollar bis Ende 2026 für möglich halten.
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