Die Trumps wissen, wie man Geschäfte macht. Jetzt erhält ein Start-up von Trump Jr. 620 Mio. $ vom Kriegsministerium.

Sein Netzwerk in der Landschaft von Kapitalgebern und Investoren ist wohl einer der Gründe dafür, dass Donald Trump Jr. Partner von 1789 Capital wurde. Genau dieses Start-up erhält jetzt eine großzügige Finanzspritze vom Pentagon. Direkt aus dem Kriegsministerium fließen die 620 Millionen US-Dollar in das Unternehmen, das unter anderem in Kryptos investiert.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Venture Capital Unternehmen will Anti-ESG Investitionen tätigen.
  • Seit 2024 ist Donald Trump Jr. am Start-up beteiligt.
  • Interessenkonflikte? Von wegen, das Pentagon investiert ohne Hintergedanken.
  • Das US-Kriegsministerium sieht sich viralem Shitstorm gegenüber und schweigt.

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Liegt mit dem Pentagon-Geld ein Interessenkonflikt vor?

Die Gerüchte kursieren schon seit ein paar Tagen und wurden letztlich von den Medien als korrekt und wahr eingestuft. Direkt vom Kriegsministerium der USA geht der 620-Millionen-Dollar Auftrag zu Trump Jr. und seinem Start-up. Als Teil der 1,4 Milliarden US-Dollar umfassenden Verträge mit der US-Regierung soll 1789 Capital zusammen mit ReElement Technologies die Versorgung der USA mit haushaltsüblichen Magneten sicherstellen. Das Ganze wird über die Tochterfirma von 1789 Capital abgewickelt, Vulcan Elements, spezialisiert auf seltene Erden. Die Reaktionen auf X ließen nicht lange auf sich warten und viele davon warfen erwartungsgemäß den Beteiligten Interessenkonflikte vor. Von Donald Trump Jr. gibt es keine Reaktion zum Millionen-Deal.

Was ist über Vulcan Elements bekannt?

Über Vulcan Elements ist bekannt, dass die Firma in North Carolina ansässig ist und dort rund 30 Mitarbeiter beschäftigt sind. Gegründet wurde das Unternehmen 2023 vom ehemaligen US-Navy-Offizier John Maslin

Grund für die Firmengründung war der zunehmende Wettbewerbsdruck aus China, wenn es um wertvolle Rohstoffe wie seltene Erden geht. Spezielle Bestandteile für Magnete sind in der Erdkruste nur schwer zu lokalisieren und abzubauen. Doch sie werden benötigt und der Markt leidet unter der Rohstoffknappheit und den Handelsspannungen mit China. 

Im August dieses Jahres erhielt Vulcan Elements bereits eine Investition von rund 65 Millionen US-Dollar, unter anderem von 1789 Capital, Altimeter Capital und One Investment Management. 

Wofür braucht das Pentagon die seltenen magnetischen Erden?

Seltene magnetische Erden werden unter anderem für die Elektromobilität der Zukunft benötigt. Aber auch in der Raumfahrt, bei der Verteidigung, in AI Datenzentren, bei der Herstellung von Prozessoren und in industriellen Motoren werden sie benötigt. Durch die Position des Sohnes des US-Präsidenten rückt das Geschäft natürlich in die mediale Aufmerksamkeit und wie schon viele andere Geschäftsbeziehungen auch in die Kritik. 

Klar ist, die seltenen Erden, wie Neodym und Samarium-Kobalt, sind essenziell für eine funktionierende Verteidigung. Die leistungsstarken Magnete kommen unter anderem in elektromagnetischen Waffensystemen zum Einsatz. Dort wird die elektrische Energie in magnetische Energie umgewandelt und dann auf ein Ziel gerichtet. Die komplexen Waffensysteme sind Teil der neuen Kriegsstrategie, besser gesagt der Verteidigungsstrategie der USA. 

Mit der Umbenennung des Verteidigungsministeriums in Kriegsministerium hat der US-Präsident eine klare Botschaft in die Welt gesendet. Elektromagnetische Pulse-Waffen und Geschosse stellen genau wie Railguns einige Ausrüstungen dar, die für die neue Strategie entwickelt oder angeschafft werden sollen. Dabei können Unternehmen wie Vulcan Elements, an dem durch die Finanzierung auch 1789 Capital beteiligt ist, ein Stück vom Kuchen abhaben. 

Sicherlich hat den Vertragsverhandlungen geholfen, dass Donald Trump Jr. dem Unternehmen für Venture-Capital angehört. Ob er den direkten Draht ins Pentagon hergestellt oder die Verhandlungen beschleunigt hat, ist indes nicht bekannt. Allerdings braucht es dafür nicht viel Fantasie. 

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Aufrüstung und Warnung an China, statt Frieden?

Natürlich ist auch in diesem Sektor der große „Feind“ China aktiv und sitzt zufällig auch auf großen Vorkommen genau dieser seltenen Rohstoffe. 17 seltene Erden – der Wettbewerb um diese wichtigen Rohstoffe ist in vollem Gange und der Zollkonflikt hat die Einfuhr dieser Materialien aus China nahezu unmöglich gemacht. 

Während ganze Branchen von den Lieferungen abhängig sind, stellt sich natürlich die Frage nach der Abhängigkeit oder wie man diese abschaffen kann. Vor allem für die landeseigene Verteidigung wollen die USA auf keinen Fall von dem Erzrivalen China (oder sonst wem) abhängen. Zu groß ist auch die Angst vor Spionage und Betrug, beispielsweise in Form von minderwertiger Qualität. 

Der Seltene-Erden-Krieg ist längst im Gange

Sind die Vorwürfe gegen Donald Trump Jr. gerechtfertigt, wenn sich der Sohn des amtierenden Präsidenten für die Verteidigung seines Landes einsetzt? Sicherlich nicht. Kritisch wird es allerdings durch die direkte finanzielle Vorteilsnahme, die sich in Form eines üppigen Beraterhonorars oder eines Sonderbonus zeigen könnte. 

Polymarket durchschaut die Propaganda der Medien und die Meinungen sogenannter Experten, indem es den Menschen ermöglicht, auf das zu wetten, was ihrer Meinung nach tatsächlich in der Welt passieren wird.

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Heikel für den Krypto-Sektor wird die Sache zudem, denn 1789 Venture-Capital investierte jüngst in Polymarket, die Krypto-Vorhersage-Plattform. 

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Auch für Windenergie und Robotik werden diese Erden und andere relevante Rohstoffe benötigt. Die steigende Nachfrage nach diesen hat dazu geführt, dass es zu Lieferengpässen kam. Dies führte auch zu höheren Preisen. Mit dem Investment in Start-ups sind die USA sicherlich gut beraten, denn die Situation dürfte sich in Zukunft eher verschlechtern als verbessern.

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Paul Schröder
Paul Schröder

Paul ist hauptberuflicher Content-Writer mit einem Schwerpunkt auf Kryptowährungen und Finanzthemen. Seine Leidenschaft für Krypto begann 2016, als er seinen ersten Bitcoin für rund 900 Dollar kaufte. Seitdem hat er sich immer wieder intensiv mit dem Markt beschäftigt. 2024 machte er... Mehr lesen

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