Ledger hat eine kritische Sicherheitslücke im MediaTek Dimensity 7300 entdeckt, der unter anderem im Solana Seeker verbaut ist. Angreifer mit physischem Zugriff könnten dadurch vollständige Kontrolle über das Gerät und private Keys erlangen. Besonders Brisant: Der Fehler ist nicht per Software-Update behebbar. Erfahre hier mehr!

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ledger-Forscher konnten den betroffenen Chip durch elektromagnetische Störungen in der Bootphase vollständig kompromittieren und Sicherheitsmechanismen gänzlich umgehen.
  • Die Schwachstelle sitzt direkt im Silizium und betrifft alle Geräte mit diesem Chipsatz dauerhaft.
  • MediaTek weist die Verantwortung zurück, während Solana Mobile parallel für 2026 einen eigenen SKR-Governance-Token plant.

Ledger warnt: Solana Seeker weist Hardware-Sicherheitslücke auf!

In einem von  Ledger veröffentlichten Bereicht weist der Hardware-Hersteller auf einen kritischen Sicherheits- bzw. Hardwarefehler in einem Smartphone-Chip hin, der unter anderem im Solana Seeker verbaut ist.

Durch diesen besteht die Gefahr, dass Krypto-Besitzer die vollständige Übernahme ihrer Geräte und den Diebstahl ihrer privaten Schlüssel riskieren.

In am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen gaben Forscher des Hardware-Wallet-Herstellers an, dass es ihnen gelungen sei, den MediaTek Dimensity 7300 zu kompromittieren, indem sie „eingebaute Schutzmechanismen umgingen und so die vollständige und absolute Kontrolle“ über ein betroffenes Mobiltelefon erlangten.

Das große Problem? Der Fehler lässt sich nicht durch ein Software-Update beheben, da sie direkt in die Hardware des Chips eingebaut ist.

Die Sicherheitslücke, so warnten sie, ermöglicht es Angreifern (immerhin nur) mit physischem Zugriff, sensible Daten zu extrahieren, darunter kryptografische Schlüssel, die zum Schutz digitaler Assets verwendet werden. Erfahre hier, wie du Bitcoin ohne KYC kaufen kannst!

Chip-Hersteller entzieht sich jeder Verantwortung – zurecht?

Der fehlerhafte Chip treibt eine Reihe von Smartphones an, darunter das auf Kryptowährungen ausgerichtete Solana Seeker, das sich selbst als mobiles Gateway für dezentrale Anwendungen vermarktet.

Derweil erklärten die Ledger-Sicherheitsexperten Charles Christen und Léo Benito, dass die Sicherheitslücke bei der Einspeisung elektromagnetischer Fehler während der frühesten Bootphase des Chips liege.

Durch gezielte Störungen dieses Prozesses gelang es dem Team, Speicherschutzmechanismen zu umgehen und Sicherheitskontrollen innerhalb des System-on-Chip zu überschreiben.

„Das Ergebnis ist eine totale Kompromittierung“, sagten die Forscher und fügten hinzu, dass es, sobald der Angriff erfolgreich sei, keine technische Barriere mehr gebe, die den Zugriff auf die auf dem Gerät gespeicherten Daten verhindern könne.

Am wichtigsten für Krypto-Nutzer ist jedoch, wie bereits erwähnt, dass die Sicherheitslücke nicht durch Updates oder Software-Patches behoben werden kann.

Die Schwachstelle liegt im Silizium selbst und betrifft daher alle Geräte, die mit dem betroffenen Chipsatz ausgestattet sind. „Nutzer bleiben auch nach der Bekanntgabe der Schwachstelle weiterhin gefährdet“, schreiben die Forscher.

Zwar ist die Erfolgswahrscheinlichkeit bei einem einzelnen Versuch zwar relativ gering und wird auf 0,1 bis 1 Prozent geschätzt, allerdings kann der Angriff wiederholt und in schneller Folge ausgeführt werden.

Ledger schätzt, dass bei genügend Versuchen eine Kompromittierung innerhalb weniger Minuten erfolgen kann. Unterdessen teile MediaTek Ledger mit, dass das Problem außerhalb des Konstruktionsumfangs des Dimensity 7300 liegt.

In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, der Chip sei für Smartphones von Endverbrauchern entwickelt worden, nicht für Umgebungen, die sichere Bereiche erfordern, wie sie in der Finanzinfrastruktur oder bei Hardware-Sicherheitsmodulen vorkommen.

„Für Produkte, die mit sensiblem kryptografischem Material arbeiten, sollten die Hersteller spezifische Schutzmaßnahmen gegen physische Angriffe implementieren“, so MediaTek – ein valides Argument!

Ledger meldete den Fehler Anfang Mai an MediaTek, nachdem die Tests im Februar begonnen hatten. Der Chiphersteller informierte daraufhin die Gerätehersteller, die mutmaßlich betroffen waren. Lese hier mehr über die besten Börsen ohne KYC!

Gleichzeitig will Solana 2026 den SKR Governance Token einführen

Solana Mobile hingegen plant, Anfang 2026 SKR, einen nativen Token, der an sein Seeker-Telefon gekoppelt ist, auf den Markt zu bringen und ihn als Governance-Token für sein mobiles Ökosystem zu etablieren.

SKR wird ein Gesamtangebot von 10 Milliarden Token haben, wobei 30 Prozent für Airdrops und 25 Prozent für Wachstum und Partnerschaften vorgesehen sind.

Die verbleibende Aufteilung umfasst 10 Prozent für genügend Liquidität, 10 Prozent für eine „Community-Treasury“, 15 Prozent für Solana Mobile sowie 10 Prozent für Solana Labs.

Das Unternehmen gibt an, dass SKR den Besitzern von Seeker „tatsächliches Eigentum an der Plattform“ ermöglichen und eine lineare Inflation zur Belohnung früher Staker beinhalten wird.

Weitere Details werden voraussichtlich auf der Solana Breakpoint Conference vom 11. bis 13. Dezember bekannt gegeben.

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Dennis Geisler
Dennis Geisler
Krypto Journalist

Dennis ist 25 Jahre alt und lebt seit August in Thailand. Seine Reise in die Welt der Kryptowährungen begann 2020 mit einem kleinen Investment in XRP über Binance. Aus der anfänglichen Neugier entwickelte sich schnell ein tiefes Interesse für die... Mehr lesen

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