Bitcoin Miner IREN baut KI-Geschäft aus. Das birgt Potenzial für Verwunderung, denn eigentlich geht es ums BTC Mining.
Liegt Bitcoin-Mining nicht mehr im Trend, dann könnte sich das nachlassende Engagement relevanter BTC-Miner auch auf den Bitcoin-Preis auswirken. Denn ihre Marktstimmung galt schon immer als Schlüsselindikator und liefert wichtige Erkenntnisse für die Bitcoin-Prognosen.
Das Wichtigste in Kürze:
Warum entscheidet sich IREN für KI statt BTC?
IREN hatte gerade erst die Cloud-Verträge für NVIDIA Blackwell GPUs um mehrere Jahre verlängert. Dabei hatte der Bitcoin-Miner bereits 11.000 Einheiten unter Vertrag und plant nun, auf das Zweifache, also 23.000 Stück, aufzustocken. Ende 2025 erwartet der australische Konzern 225 Millionen USD Jahresumsatz.
Auf die positiven Unternehmensnews reagierte die Aktie mit einem Plus von über 20 %. Offenbar sind die Aktionäre mit der Neuausrichtung des Konzerns einverstanden. Es könnte auch am versprochenen Milliardenumsatz liegen, den IREN Limited Ende August seinen Anlegern vorstellte.
Offenbar ist der Hunger der Welt nach Künstlicher Intelligenz größer, als das Bitcoin-Mining Renditen abwirft. Bisher galt Bitcoin-Mining vor allem für die Global Player als ausgesprochen lukrativ. Doch die leistungsstarken Rechenzentren, die speziell für den kontinuierlichen und zuverlässigen Betrieb von Entwicklungen rund um KI ausgelegt sind, sollen das Geschäftsfeld der Zukunft werden.
Warum ändert IREN sein Bitcoin-Mining-Konzept?
Wie Krypto-Anleger wissen, ist Bitcoin nicht endlich verfügbar. Da könnten schon jetzt die handelbaren BTC im Bitcoin-Universum knapp werden. Dann fallen die lukrativen Bitcoin-Rewards für die Miner weg, sie erhalten dann nur noch Anteile aus den Gebühren. Da immer mehr Unternehmen und Institutionen große Mengen Bitcoin aufkaufen und halten, fallen sie möglicherweise geringer aus als geplant.
Bitcoin ist längst kein Vermögenswert mehr für Privatanleger, die mit kleinen Summen in BTC investieren wollen. Der Preis pro Bitcoin ist zu hoch und der hohe Kaufdruck durch das gestiegene Interesse lässt die Preise langfristig wahrscheinlich weiter steigen. Auch viele Altcoins werden teuer, bleiben nur noch Meme-Coins oder manche Krypto-Geheimtipps.
Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?
So wie sich der bisherige Bitcoin-Zyklus alle 4 Jahre, ausgelöst durch das Halving, offenbar in Luft auflöst, können sich auch die Rahmenbedingungen für Miner ändern. Statt des Bitcoin Zyklus gilt laut einiger Experten inzwischen vielmehr der SaylorCycle, der andeutet, dass den Bitcoin-Preis inzwischen ganz andere Faktoren beeinflussen.
Das veränderte Verhalten von großen BTC-Minern wie IREN zeigt, dass der Markt nicht stillsteht und die großen Unternehmen ihre Strategien an die Dynamik anpassen. Sie müssen es auch tun, denn häufig sind sie an der Börse notiert und spüren den Druck ihrer Aktionäre und Investoren. Auch IREN will sich neu aufstellen, um mehr Umsatz und Dividenden zu generieren.
Den Bitcoin-Kurs könnte es durchaus mit nach oben ziehen, es könnte aber auch zu einem Stimmungstief kommen, wenn klar wird, dass Bitcoins Geschichte vielleicht ein jähes Ende findet. Viele neue Lösungen sind auf dem Markt, die eine echte Bitcoin-Bedrohung darstellen könnten, darunter unter anderem das Kaspa Network.
Was das für den Mining-Sektor bedeutet
Das Mining von Bitcoin scheint eine endliche Erfolgsgeschichte zu haben. Strategische Vorteile sieht IREN jedenfalls im globalen Wettlauf um KI-Rechenzentren. Analysten von Bernstein sehen Vorteile bei Minern wie IREN, die bereits über eine gesicherte Netzstromversorgung verfügen.
In einem Bericht vom Freitag argumentierten die Bernstein-Analysten um Gautam Chhugani, dass dieser Leistungsvorteil Miner zu wichtigen Partnern für KI-Cloud-Anbieter macht, die mit langen Verbindungsverzögerungen und zunehmender Netzüberlastung konfrontiert sind. Bernstein nannte den nach Marktkapitalisierung führenden börsennotierten Bitcoin-Miner IREN als seine Top-Empfehlung.
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