In diesem Beitrag
- Ein Markt im Schock nach massiver Liquidation
- Warum Put-Käufe aktuell dominieren
- Makro-Einflüsse verstärken die Unsicherheit
- Warum Trader langfristig optimistisch bleiben
- Ethereum könnte stärker zurückkommen
- Bitcoin zwischen Risiko und Hoffnung
- Die Rolle institutioneller Bitcoin-Investoren
- Warum Bitcoin Anleger Geduld brauchen
- Warum der Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin überzeugt
Bitcoin hat in den letzten Tagen eine turbulente Phase erlebt. Milliarden wurden liquidiert, Trader positionieren sich neu und die Stimmung schwankt zwischen Angst und Optimismus. In diesem Artikel erfährst du, wie Optionshändler aktuell agieren, warum sie kurzfristig skeptisch sind und dennoch langfristig an steigende Kurse glauben.
Das Wichtigste im Überblick:
- Optionshändler erwarten kurzfristig weitere Abwärtsbewegungen.
- Langfristig bleiben sie optimistisch für Bitcoin und Ethereum.
- Externe Faktoren wie Zinspolitik verstärken die Unsicherheit.
Ein Markt im Schock nach massiver Liquidation
Bitcoin setzte am Montag seine Verluste vom Wochenende fort und löste eine der größten Liquidationen dieses Jahres aus. Rund 1,65 Milliarden US-Dollar an Long-Positionen und zusätzlich 145 Millionen US-Dollar an Shorts wurden dabei vernichtet. Der Preis fiel zwar nur um weniger als 4 Prozent, doch die Folgen waren heftig. Besonders auffällig war, dass die implizite Volatilität trotz des Crashs kaum anstieg. Das bedeutet, dass Optionshändler keine Panik zeigen, sondern eher von einer kontrollierten Abwärtsbewegung ausgehen. Experten sehen dies als Hinweis, dass der Markt zwar nervös, aber nicht komplett verunsichert ist.
Warum Put-Käufe aktuell dominieren
Nach dem Crash stieg die Nachfrage nach Puts deutlich an. Ein Put ist eine Absicherung gegen fallende Kurse, und seine steigende Beliebtheit zeigt, dass Händler weiteren Druck nach unten erwarten. Analysten berichten von einer „erhöhten Nachfrage nach Schutz“, die die Stimmung am Markt widerspiegelt. Viele Trader fürchten eine Fortsetzung der Korrektur in den kommenden Wochen. Besonders das Verhältnis zwischen Puts und Calls, der sogenannte Put-Call-Delta-Skew, stieg auf das höchste Niveau seit Anfang August. Das unterstreicht, dass Investoren kurzfristig eher vorsichtig agieren und sich gegen weitere Verluste absichern wollen.
🚨 The largest Bitcoin and crypto liquidation event of the year just happened pic.twitter.com/B1R24FBgDD
— Bitcoin Archive (@BTC_Archive) September 22, 2025
Makro-Einflüsse verstärken die Unsicherheit
Neben der internen Dynamik im Kryptomarkt spielen auch externe Faktoren eine Rolle. Viele Experten verweisen auf die jüngste Zinsentscheidung der US-Notenbank. Die erwartete Senkung um 0,25 Prozent hat die Märkte nicht so stark gestützt, wie es sich Anleger erhofft hatten. Aktien und Gold legten seit Ende August zu, während Bitcoin und Ethereum im gleichen Zeitraum Verluste von rund 1 bis 3 Prozent verzeichneten. Diese Divergenz zeigt, dass Kryptos aktuell stärker unter Verkaufsdruck stehen. Die Stimmung ist deshalb kurz- bis mittelfristig belastet, auch wenn es langfristig andere Signale gibt.
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Warum Trader langfristig optimistisch bleiben
Trotz aller Unsicherheit sehen viele Experten die Zukunft von Bitcoin positiv. Schon seit dem vergangenen Monat ist ein Anstieg bei bullischen Positionen zu erkennen. Optionshändler gehen davon aus, dass die Preise im vierten Quartal wieder steigen werden. Vor allem für die nächsten drei bis sechs Monate zeigen sie sich optimistisch. Dabei setzen sie vermehrt auf höhere Kursziele und langfristige Strategien, anstatt nur kurzfristige Absicherungen zu suchen. Dieses Verhalten deutet darauf hin, dass die aktuelle Schwächephase eher als temporäre Delle betrachtet wird, die mittelfristig neue Kaufchancen eröffnet. Die großen DATs, also Krypto-Reserve-Firmen, kaufen Bitcoin weiter fleißig ein.
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– Saylor’s Strategy: $96 million
– Metaplanet: $632 million
– Strive: $675 million
– Capital B: $62.2 millionTOTAL: $1.47 BILLION Bitcoin bought this morning. 🟧🔥
— Bitcoin Archive (@BTC_Archive) September 22, 2025
Ethereum könnte stärker zurückkommen
Einige Analysten erwarten sogar, dass Ethereum in den kommenden Monaten eine stärkere Erholung zeigen könnte als Bitcoin. Grund dafür ist die besondere Situation bei den Market Makern, die aktuell „short Gamma“ sind. Das bedeutet, dass sie unter Umständen gezwungen sein könnten, Ethereum am Spotmarkt zu kaufen, wenn die Kurse gegen ihre Positionen laufen. Dieser Effekt könnte eine Art Short-Squeeze auslösen, der den Preis von Ethereum zusätzlich nach oben treibt. Für Trader eröffnet das Chancen, auch wenn das Risiko weiterhin hoch bleibt.
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Bitcoin zwischen Risiko und Hoffnung
Der Bitcoin-Markt zeigt derzeit ein gemischtes Bild. Kurzfristig überwiegt die Angst, weshalb Optionshändler stark auf Absicherungen setzen. Langfristig bleibt jedoch der Glaube an eine Erholung bestehen, unterstützt von positiven Erwartungen für das vierte Quartal. Für Anleger bedeutet das: Wer einsteigt, muss Geduld und starke Nerven mitbringen. Die nächsten Wochen könnten unruhig bleiben, doch mittelfristig sehen viele Experten steigende Kurse als wahrscheinlich an. Damit bestätigt sich erneut die alte Regel: In der Krypto-Welt wechseln Risiko und Chance schneller als in fast jedem anderen Markt.
JUST IN: 🇺🇸 US lawmakers urge SEC to implement Trump’s executive order allowing Americans to invest 401k retirement savings into Bitcoin and crypto.
Americans hold over $9 TRILLION in 401k savings. 🟧🔥 pic.twitter.com/a9iohGvcBB
— Bitcoin Archive (@BTC_Archive) September 22, 2025
Die Rolle institutioneller Bitcoin-Investoren
Ein wichtiger Faktor für die zukünftige Entwicklung von Bitcoin sind institutionelle Anleger. Viele Fonds und Vermögensverwalter haben in den vergangenen Jahren Positionen aufgebaut, auch wenn sie aktuell vorsichtiger agieren. Sie nutzen Kursrückgänge, um langfristig nachzukaufen, statt hektisch zu verkaufen. Dieses Verhalten stabilisiert den Markt und sorgt dafür, dass selbst große Liquidationen nicht zu einem kompletten Ausverkauf führen. Je mehr institutionelles Kapital in den Markt fließt, desto robuster wird Bitcoin gegenüber kurzfristigen Schwankungen.
Warum Bitcoin Anleger Geduld brauchen
Für private Investoren bedeutet die aktuelle Lage, dass schnelle Gewinne schwerer zu erreichen sind. Kurzfristig dominieren Unsicherheit und Absicherungsstrategien, die zu abrupten Kursbewegungen führen können. Wer langfristig denkt, sollte deshalb nicht auf tägliche Schwankungen schauen, sondern auf die mittelfristige Perspektive. Historisch hat sich gezeigt, dass Bitcoin nach Rücksetzern oft gestärkt zurückkommt. Geduld und eine klare Strategie sind daher entscheidend, um von den Chancen zu profitieren, die aus der Unsicherheit entstehen.
This is the type of chart that I think should be taking the low before we reverse back upwards for $BTC.
Perhaps we'll have 1-2 weeks of correction. pic.twitter.com/0qdXxk1sNt
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) September 22, 2025
Warum der Durchschnittskosteneffekt bei Bitcoin überzeugt
Viele erfahrene Anleger setzen beim Kauf von Bitcoin auf den sogenannten Durchschnittskosteneffekt. Dabei wird regelmäßig ein fixer Betrag investiert, unabhängig vom aktuellen Preis. So werden in Phasen hoher Kurse weniger und in Phasen niedriger Kurse mehr Bitcoin gekauft, was langfristig zu einem soliden Durchschnittspreis führt. Diese Strategie minimiert das Risiko, den Markt perfekt timen zu müssen, und ermöglicht eine stetige Akkumulation. Da Bitcoin das sicherste Computernetzwerk der Welt ist, gilt es als beständiges Investment. Altcoins dagegen sind oft kurzlebig und bergen ein deutlich höheres Risiko.
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