Ein Kryptograf nutzte einen unsicheren Private Key, um JPEGs direkt in die Bitcoin-Blockchain einzubetten. Im Kontext der Node-Software-Auseinandersetzung zwischen Core und Knots zeigt dies die Unzulänglichkeiten aktueller Spam-Filter und die Notwendigkeit dynamischerer Mempool-Policies auf.

Das Wichtigste im Überblick:

  • JPEGs wurden über einen unsicheren Private Key direkt in die Bitcoin-Blockchain eingebettet, ohne das OP_RETURN-Feld zu nutzen.
  • Bitcoin Core (Version 30) erhöht die OP_RETURN-Datenschwelle auf 1 MB, während Knots bei 80 Bytes bleibt, um Mempools zu entlasten.
  • Selbst strikte OP_RETURN-Limits können Spam nicht vollständig verhindern, da Daten in Schlüsseln zirkulieren können.
  • Die Einbettung von Daten in Private Keys umgeht klassische Spam-Filter und zeigt konsensseitige Schlupflöcher auf.
  • Dynamische Fee-Markt-Mechanismen oder ein neues Paradigma könnten effektivere Lösungen gegen Blockchain-Spam bieten.

JPEG-Spam per Private Key: Technik und Implikationen

Gemeinsam mit BitMEX Research nutzte ein Kryptograf einen explizit dafür erzeugten, unsicheren Private Key, der sich ausschließlich aus On-Chain-Daten ableiten lässt. Die Verankerung der JPEGs in der Blockchain erfolgte nicht etwa im klassischen OP_RETURN-Feld, sondern direkt im Private Key, die zum Beispiel in einem Krypto Wallet genutzt werden kann, um BTC zu versenden. 

Diese eigenartige Einbettung funktioniert innerhalb der Konsensregeln und lässt sich nicht durch klassische OP_RETURN-Filter verhindern. Sie präsentiert auf besonders prägende Weise, wie Verbote von OP_RETURN-Dateninskription durch andere Bitcoin Alternativen unterlaufen werden können.

Welche Rolle spielen Bitcoin Core und Knots im Spam-Konflikt?

In der Debatte um Spam-Kontrolle steht Bitcoin Core (Version 30) einer Fork gegenüber, die sich Knots nennt. Core hat sich entschieden, die Datenträger-Schwelle für OP_RETURN auf ca. 1 MB anzuheben, während Knots konservative Limits von 80 Bytes bevorzugt, um die besagten Mempools zu entlasten. Aber die Inskription im Private Key macht deutlich, dass selbst strengste OP_RETURN-Limits Spam nicht vollständig eliminieren können. Vor allem da Daten auch an anderen Stellen zirkulieren können.

Die Entwickler von Knots betonen diesbezüglich, dass ihr Ziel nie die absolute Spam-Prävention war, sondern lediglich die breite Massenabschreckung durch Mempool-Normen. Nicht der vollständige Schutz vor ausgeklügelten Umgehungen. 

Der steigenden Popularität von Knots steht dieser Umstand jedoch nicht im Wege, inzwischen ist Knots auf bestem Weg dahin, die populärste Node-Software für BTC zu stellen, was aber vor allem daran liegt, dass im Core-Lager auch ältere Software-Versionen verwendet werden. Dennoch ist der Konflikt wegweisend für die zukünftige Entwicklung von Bitcoin und kann sich damit auch auf den Preis auswirken (siehe Bitcoin Prognose).

Konsequenzen für Blockchain-Spam-Filterung und Mempool-Policy

Das JPEG im Key markiert einen Wendepunkt in der IT. Mempool-Spamfilter, vor allem jene, die auf OP_RETURN-Limits setzen, reichen nicht mehr aus. Die meisten sogenannten Soft-Fork-Strategien zielen auf standardisierte Felder. Hier jedoch wird die Grenze zwischen Key und Datenträger verwischt. Wer Mempool-Policy formuliert, muss auch konsensseitige Schlupflöcher adressieren.

Vermutlich ist die Lösung aus Knots-Sicht nicht allein in datenträgerbezogenen Filterungen zu finden, sondern eher in dynamischen Fee-Markt-Basisdruckmechanismen. Möglicherweise auch in einem neuen Paradigma, das sämtliche Transaktionsbestandteile als potenziellen Spam-Vektor betrachtet – und nicht nur das OP_RETURN-Feld allein.

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Michael Sprick
Krypto Journalist

Michael Sprick ist ein freiberuflicher Journalist und Content Writer mit Schwerpunkt Blockchain und Web3 und wohnt in Barcelona. In der Vergangenheit hat er u.a. für btc-echo.de und für die BSV Blockchain Association gearbeitet. Mehr lesen

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