Noch vor 4 Monaten hätte wohl niemand gedacht, dass der Kryptomarkt heute da steht, wo er steht. Als der Bitcoin-Kurs sein Allzeithoch von 126.000 Dollar erreicht hat, waren Anleger und Analysten überzeugt, dass schon bald die 200.000 Dollar Marke geknackt wird. In der Nacht auf Sonntag ist es stattdessen zu einem Crash auf 75.000 Dollar gekommen. Das hat auch die meisten Altcoins mit nach unten gerissen, wobei XRP zu den Kryptowährungen gehört, die es besonders hart getroffen hat. Dafür gibt es auch viele Gründe, aber auch Chancen für Anleger.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Mit dem Bitcoin-Crash auf 75.000 Dollar ist auch XRP unter Druck geraten.
  • Mehrere Faktoren haben zum Crash beigetragen.
  • Am Montag könnte es zur Entscheidung kommen, ob nun die große Gegenbewegung startet, oder ob der Abverkauf weitergeht.
  • Der XRP-Kurs hat an einer wichtigen Unterstütztungszone gedreht.
  • Vom Tief hat sich der Kurs bereits wieder um mehr als 7 % erholt.
  • Die langfristigen XRP-Prognosen bleiben bullish.

Das steckt hinter dem Crash

Aktuell sind mehrere Gründe zusammengekommen, die für den Crash am Kryptomarkt verantwortlich sind und damit auch auf XRP übertragbar sind. Immerhin steigt der Kurs des Ripple-Coins nicht im Alleingang, wenn der restliche Markt unter Druck steht. Gestern hat die Meldung über Explosionen im Iran das Fass zum Überlaufen gebracht und für einen starken Abverkauf am Kryptomarkt gesorgt. Allerdings war das nur der letzte Tropfen in einem Umfeld, das ohnehin von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren geprägt ist.

Nachdem es schon am Freitag zum größten Abverkauf seit Jahrzehnten bei Edelmetallen gekommen ist, war klar, dass riskantere Assets ebenfalls unter Druck geraten dürften. Immerhin gelten Gold und Silber als Absicherung in stürmischen Zeiten und wenn schon die Edelmetalle Tagesschwankungen im zweistelligen Prozentbereich hinlegen, wollen nur wenige Anleger in Kryptowährungen investiert sein, von denen man noch mehr Volatilität erwartet.

Aber auch das restliche Umfeld spricht nicht gerade für Risiko-Assets. Die USA befinden sich nun erneut in einem Shutdown, wobei die Behörden aufgrund des Streits über das Haushaltsbudget erneut teilweise schließen. Auch wenn es diesmal nicht so lange dauern wird wie beim letzten Mal, sorgt das natürlich ebenfalls nicht unbedingt für Risk-On-Stimmung an den Märkten.

Auch die Tatsache, dass die erste Bank in diesem Jahr in den USA am Freitag in Schieflage geraten ist, trägt zur Unsicherheit bei. Dass dann noch Gerüchte über einen Angriff auf den Iran genau am Wochenende aufkommen, wo die Liquidität an den Märkten ohnehin dünn ist, hat ausgereicht, um die Kurse massiv unter Druck zu setzen und auch XRP erneut crashen zu lassen.


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Zwischen Chancen und Risiken

Natürlich stehen viele Anleger jetzt vor der Frage, ob nun der perfekte Zeitpunkt ist, um XRP zu kaufen. Immerhin ist der Einstieg heute deutlich günstiger als noch vor Monaten. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass das Schlimmste bald überstanden sein könnte. Am Montag wird an einer Lösung bezüglich des Shutdowns in den USA gearbeitet, was die Risikobereitschaft der Anleger wieder erhöhen könnte.

Abzuwarten bleibt allerdings, ob es zwischen den USA und dem Iran einen Deal geben wird, oder ob die Lage weiter eskaliert. Kommt es zur Eskalation, ist nochmal mit einem Rücksetzer zu rechnen. Allerdings sollten sich Anleger ohnehin von der Idee trennen, dass sie genau den Tiefpunkt erwischen können. Sicher ist, dass der Einstieg heute günstiger als vor Monaten ist und dass die mittel- bis langfristigen Ripple-Prognosen extrem bullish sind.


($XRP Chart – Quelle: Tradingview)

Der Kurs hat auch ziemlich genau an dem Punkt gedreht, an dem es schon beim Flash Crash im Oktober letzten Jahres zu einer Umkehr gekommen ist. Damit hat sich im Bereich zwischen 1,50 und 1,55 Dollar eine starke Unterstützungszone gebildet, wobei der Kurs vom gestrigen Tief bereits wieder um über 8 % gestiegen ist. Die Chancen stehen also gut, dass es in absehbarer Zeit eher zu einer Gegenbewegung als zu einem massiven weiteren Abverkauf kommt.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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