BlackRock baut sein Bitcoin-Angebot weiter aus. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat eine weitere Änderung für seinen geplanten iShares Bitcoin Premium Income ETF eingereicht und dabei erstmals die Gebührenstruktur offengelegt.
Der neue Fonds soll Anlegern nicht nur Zugang zu Bitcoin ermöglichen, sondern zusätzlich laufende Erträge generieren. Damit verfolgt BlackRock einen Ansatz, der sich deutlich von klassischen Spot-Bitcoin-ETFs unterscheidet und insbesondere einkommensorientierte Investoren ansprechen könnte.
Das Wichtigste im Überblick:
- BlackRock hat für seinen geplanten iShares Bitcoin Premium Income ETF (BITA) eine jährliche Gebühr von 0,65 % bekanntgegeben.
- Der Fonds investiert indirekt über den Spot-Bitcoin-ETF IBIT in Bitcoin und erzielt zusätzliche Erträge durch den Verkauf von Call-Optionen.
- Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas könnte BlackRock den ETF noch vor konkurrierenden Produkten von Goldman Sachs auf den Markt bringen.
So funktioniert der neue Bitcoin Income ETF
Anders als klassische Spot-Bitcoin-ETFs setzt der neue Fonds auf eine sogenannte Covered-Call-Strategie.
Der ETF soll seine Bitcoin-Position über BlackRocks erfolgreichen Spot-Bitcoin-ETF IBIT aufbauen. Anschließend werden regelmäßig Call-Optionen auf diese Position verkauft, wodurch zusätzliche Prämieneinnahmen erzielt werden können.
BLACKROCK REVEALS 0.65% FEE FOR BITCOIN INCOME ETF
BlackRock has filed another amendment for its iShares Bitcoin Premium Income ETF ($BITA), revealing a 65 bps fee and signaling a launch could be imminent.
The fund gains Bitcoin exposure through $IBIT, then systematically sells… pic.twitter.com/QkOv2UfXZg
— Bitcoin News (@BitcoinNewsCom) June 10, 2026
Für Anleger bedeutet dies, dass sie neben einer Bitcoin-Exponierung auch laufende Erträge erhalten können. Allerdings hat diese Strategie einen Nachteil: Steigt Bitcoin sehr stark an, wird ein Teil des Aufwärtspotenzials durch die verkauften Optionen begrenzt.
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Gebühren liegen über klassischen Spot-ETFs
Mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,65 % liegt der neue Fonds deutlich über den Kosten klassischer Spot-Bitcoin-ETFs.
Zum Vergleich: Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) zählt zu den günstigeren Bitcoin-ETFs am Markt. Gleichzeitig bleibt die neue Gebühr jedoch unter vielen etablierten Covered-Call-ETFs, deren Kosten häufig zwischen 0,95 % und 0,99 % liegen.
BlackRock positioniert das Produkt damit zwischen klassischen Bitcoin-Investments und einkommensorientierten Optionsstrategien.
Wettlauf um den Markt für Bitcoin-Einkommensprodukte
Der Markt für Bitcoin-ETFs entwickelt sich zunehmend weiter. Nachdem Spot-Bitcoin-ETFs bereits Milliarden von Dollar an institutionellem Kapital angezogen haben, rücken nun spezialisierte Produkte in den Fokus.
Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas geht davon aus, dass BlackRock versucht, seinen Fonds noch vor einem ähnlichen Produkt von Goldman Sachs an den Markt zu bringen. Der konkurrierende ETF soll Berichten zufolge Anfang Juli wirksam werden.
Die jüngste Einreichung von BlackRock wird daher von vielen Marktbeobachtern als Signal gewertet, dass der Start des neuen Bitcoin Income ETFs unmittelbar bevorstehen könnte.
Institutionelles Interesse an Bitcoin wächst weiter
Die Einführung weiterer Bitcoin-basierter Anlageprodukte zeigt, wie stark sich der Markt seit der Zulassung der ersten Spot-Bitcoin-ETFs verändert hat.
Während institutionelle Investoren früher oft nur eingeschränkte Möglichkeiten hatten, in Bitcoin zu investieren, entstehen inzwischen zunehmend Produkte für unterschiedliche Risikoprofile und Anlageziele.
Der geplante Bitcoin Premium Income ETF könnte dabei insbesondere Anleger ansprechen, die von der langfristigen Entwicklung von Bitcoin profitieren möchten, gleichzeitig aber Wert auf regelmäßige Erträge legen.
Sollte der Fonds erfolgreich starten, dürfte dies ein weiteres Zeichen dafür sein, dass Bitcoin zunehmend als etablierte Anlageklasse im traditionellen Finanzsystem angekommen ist.
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