In diesem Beitrag
- Kontextualisierung der Korrektur
- Der langfristige Trend – fast ein Jahr von November bis heute
- XRP hat noch Chancen auf Preiserholung – es ist jedoch eine kritische Situation
- Ein Blick auf die Fundamentalen des aktuellen Bull Runs
- Konkrete Vorhersage – kurzfristige Erholung möglich, aber Crash-Bedrohung bleibt bestehen
- Smarte Trading-Entscheidungen mit Snorter treffen
Die Analyse warnt vor einer anhaltenden Crash-Bedrohung für XRP, das sich am unteren Rand eines langfristigen Trendkanals bei etwa 2,30 USD bewegt. Negative Indikatoren wie RSI bei und bärischer MACD.Verlauf warnen vor dem negativem Momentum.
Das Wichtigste im Überblick:
Kontextualisierung der Korrektur
Wie viele andere Kryptowährungen hat auch Ripple einen Crash hinter sich und korrigiert noch immer weiter. Bei unserer letzten Analyse am vergangenen Freitag und damit kurz vor dem Crash hatten wir vor den bärischen Signalen gewarnt. In dieser Analyse hatten wir uns auf einen kurz- bis mittelfristigen Trend konzentriert. Um nun die Möglichkeit eines länger anhaltenden Bärenmarktes zu überprüfen, blicken wir daher auf das längerfristige Szenario und setzen den aktuellen Crash in den langfristigen Kontext.
Bei der vergangenen Analyse hatten wir darauf hingewiesen, dass XRP sich unter dem 50er und 100er Tagesdurchschnitt (SMA) befindet. Das ist natürlich auch weiterhin der Fall. Jetzt ist jedoch die Situation hinzugekommen, dass der Kurs sich auch unter dem 200er Tagesdurchschnitt befindet. Dies ist ein starker Indikator für einen Bärenmarkt. Jedoch können wir nicht ausschließen, dass wir es mit einem relativ heftigen, dafür aber kurzen Crash zu tun haben. Dazu ziehen wir in dieser Analyse nun den langfristigen Trend zu Rate.
Der langfristige Trend – fast ein Jahr von November bis heute
Der Trendkeil, den wir in der vergangenen Analyse herausgestellt hatten, begann im Juli. Er ist jedoch Teil eines längerfristigen Trends, der nun fast ein Jahr zurückgeht. Dabei erreichte XRP bereits zwei Mal neue Allzeithochs. In den letzten Monaten outperformten zudem eine Vielzahl von Altcoins Bitcoin. Damit kann dieser Bull Run vor allem in Hinblick auf den vergangenen Sommer als erfolgreiche Altcoin Season angesehen werden.
Den Trendkanal bilden dabei im oberen Verlauf die neuen Allzeithochs, die XRP im Januar bei 3,28 und 3,62 USD im Juli erreicht hat. Den unteren Verlauf bilden dagegen die Tiefs, die XRP häufiger erreichte bei 1,38 (November), 1,78 (April), 2,01 (Juni) und 2,34 USD (Oktober). Die beiden Linien bilden dabei einen fast parallel verlaufenden Trendkanal und zeigen auf, dass Ripple sich derzeit am unteren Boden des Trendkanals befindet. Für Anleger, die von hier aus auf eine Fortsetzung des Bull Runs hoffen, kann dies gleichermaßen ein gutes sowie schlechtes Signal bedeuten.
XRP hat noch Chancen auf Preiserholung – es ist jedoch eine kritische Situation
Der aktuelle Verlauf ist für diejenigen ein gutes Zeichen, die hoffen, dass sich der Kryptomarkt in einen Bull Run fortsetzen kann, wenn sich XRP an der aktuellen Preiszone festhalten kann. Der Verlauf ist jedoch ein schlechtes Signal, da es auch bedeuten kann, dass bei einer weiteren Preiskorrektur der Boden des Trendkanals nach unten bricht und wir noch viel tiefere Preise erwarten können.
Leider steht dabei das Momentum auf Seiten der Bären, wie der Relative Strength Index (RSI) zeigt. Der RSI steht bei 34.8 und ist damit stark im negativen Bereich. Der 14er Tagesdurchschnitt des Wertes sieht dabei nicht viel positiver aus und liegt bei 38,4. Auch die Moving Average Convergence Divergence (MACD) deutet derzeit nicht darauf, dass sich der Trend umkehren könnte.
Ein Blick auf die Fundamentalen des aktuellen Bull Runs
Der aktuelle Crypto Bull Run hat seinen Ausgangspunkt bei der Wiederwahl Trumps, die für die Kryptomärkte ein eindeutig bullisches Signal war. Der aktuelle US-Präsident Trump hatte Kryptowährungen und allen voran Bitcoin einen prominenten Platz in seiner Wahlkampagne gegeben. Während seiner Amtszeit, die im Januar begann, sind tatsächlich auch viele für Krypto positive Amtshandlungen erfolgt. Auf dieser regelrechten Welle von positiven Nachrichten haben Bitcoin und Bitcoin Alternativen einen starken Zufluss an Kapital erlebt.
Derzeit erleben wir eine Fragestellung der Märkte, ob diese durch die aktuelle Regierung begünstigte Euphorie auch objektiv eine gute Begründung hat. Möglicherweise sind die Märkte nämlich zu schnell gewachsen. Deshalb musste eine Korrektur früher oder später nicht nur zu einem “Dip” sondern zu einem Crash werden. In der aktuellen Situation kann der Markt nun zu dem Entschluss kommen, dass der aktuelle Kurs durchaus rational zu rechtfertigen ist, oder dass er einer absoluten Übertreibung bei der Gewinnerwartung unterlegen war.
Im Falle einer Trendwende beim aktuellen Kurs hätten Bullen einen starken Boden für zukünftige Gewinnerwartungen. Im Falle einer weiteren Korrektur halten wir weitere Crashs nicht für ausgeschlossen.
Konkrete Vorhersage – kurzfristige Erholung möglich, aber Crash-Bedrohung bleibt bestehen
Für den kurzfristigen Verlauf halten wir derzeit eine Preiserholung für wahrscheinlich. Der RSI hielt sich teilweise in der “überverkauften” Zone des Indikators auf. Das macht es durchaus möglich, dass wir noch Preiserholungen sehen. Jedoch können wir nicht ausschließen, dass XRP im mittelfristigen Szenario weiterhin von Crashs bedroht bleibt. Die Indikatoren sind derzeit überaus negativ eingestellt.
Anleger, die in Kryptowährungen investieren, sollten nur bei hoher Risikobereitschaft in den aktuellen Kurs einsteigen. Generell empfiehlt sich jedoch, abzuwarten, bis Indikatoren auf eine verlässlichere Situation deuten.
Smarte Trading-Entscheidungen mit Snorter treffen
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