Das Osterwochenende verlief am Kryptomarkt bislang bemerkenswert ruhig. Bitcoin und viele Altcoins hielten ihre Niveaus vergleichsweise stabil, ohne dass neue Impulse für einen klaren Ausbruch nach oben oder unten entstanden.

Auch aus dem Nahen Osten kamen bis Sonntag, 5. April 2026, keine komplett neuen Schockmeldungen, obwohl die Lage rund um den Iran und die Straße von Hormus angespannt bleibt. Gerade diese Mischung aus Resilienz und Lethargie kann jedoch trügerisch sein.

Denn in der neuen Woche treffen mehrere technische Upgrades, Makro-Termine und geopolitische Fristen aufeinander. Das erhöht die Chance, dass die aktuell niedrige Volatilität wieder anzieht und sich Marktteilnehmer neu positionieren.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Wichtiges Upgrade beim Pi Network, kritischer Node-Termin zum Wochenstart.
  • Hyperliquid mit möglichem Upgrade, Hardfork bei Polygon steht an.
  • Iran-Deadline nähert sich dem Ende, FOMC-Minutes und Inflationsdaten.

Pi Network vor kritischem Node-Termin

Bei Pi Network steht direkt zum Wochenstart ein technischer Pflichttermin an. Mainnet-Node-Betreiber müssen das Upgrade auf Protocol 21.2 bis spätestens 6. April 2026 abschließen, sonst droht laut den zitierten Hinweisen eine Trennung vom Netzwerk. Inhaltlich geht es nicht nur um Routinewartung, sondern um die Vorbereitung der nächsten Ausbaustufen. So soll das Protocol 21 die Stabilität, Skalierung und Synchronisierung der Nodes verbessern und damit die Basis für weitere Releases schaffen.

In der Kommunikation rund um das Upgrade wird zudem der Pfad zu Protocol 23.0 am 18. Mai 2026 betont, das Smart Contracts und DeFi-Funktionalitäten näherbringen soll. Für Pi ist das wichtig, weil der Markt nun sehen will, ob aus der großen Community endlich mehr echte Onchain-Nutzung entsteht.

Hyperliquid: Was HIP-4 für HYPE bedeutet

Bei Hyperliquid bleibt HIP-4 eines der spannendsten Themen für die kommenden Wochen. Technisch erweitert HIP-4 das Protokoll um sogenanntes Outcome Trading, also vollständig besicherte Märkte, die sich für Prediction Markets und optionsähnliche Produkte eignen. In der Hyperliquid-Dokumentation ist bereits sichtbar, dass „Outcome Tokens“ auf Testnet-Basis vorbereitet sind und anders als Perps oder Spot-Märkte als eigene Asset-Klasse behandelt werden. Das Ziel ist klar: Event-Märkte sollen nativ in die bestehende Trading-Infrastruktur von Hyperliquid eingebettet werden.

Wichtig ist aber die Einordnung: Ende März war HIP-4 laut mehreren Analysen noch testnet-only, ein offizielles Mainnet-Datum wurde bisher nicht bestätigt. Der Markt spekuliert zwar auf einen baldigen Launch, doch bislang bleibt es bei Gerüchten statt offizieller Terminansage.


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Polygon: Guiliano Hardfork am 8. April

Polygon hat für die neue Woche ebenfalls ein relevantes Protokoll-Update auf der Agenda. Im Polygon-Forum wurde PIP-84 als „Giugliano Hardfork“ am 16. März 2026 vorgestellt. Das Hardfork-Paket bringt laut Vorschlag vor allem PIP-66 erneut ins Netzwerk. Dahinter steckt die Idee, dass primäre Blockproduzenten Blöcke früher ankündigen dürfen, sobald diese fertig gebaut sind, anstatt bis zum kompletten Zeitfenster zu warten.

Polygon beschreibt den Nutzen selbst als bessere Block-Propagation und geringere Reorg-Wahrscheinlichkeit. Genau daraus leitet sich auch das Narrativ ab, dass das Netzwerk „schneller“ werden soll. In Community-Zusammenfassungen wird für Amoy eine rund zwei Sekunden niedrigere Finalität genannt, während für Mainnet der 8. April als Zieltermin kommuniziert wurde.

Makro: Hormus-Frist und US-Daten als Volatilitätstreiber

Makroseitig ist die Woche deutlich brisanter, als es der ruhige Sonntag vermuten lässt. Geopolitisch endet die von Donald Trump gesetzte Frist an Iran zur Öffnung der Straße von Hormus am Montag, 6. April, beziehungsweise nach neueren Drohungen bis Dienstag. So hat Trump weitere Angriffe auf iranische Infrastruktur in Aussicht gestellt, falls die Route nicht wieder freigegeben wird. Für Risikoanlagen wäre jede Eskalation über Öl und Inflation sofort relevant.

Parallel folgen in den USA klassische Markttreiber: Am Mittwoch, 8. April, erscheinen die FOMC-Minutes zur Sitzung vom 17./18. März, und am Freitag, 10. April, veröffentlicht das BLS die US-CPI-Daten für März. Gerade nach dem jüngsten Energieschock könnten Inflationszahlen diesmal stärker als üblich auf Krypto durchschlagen.

Bitcoin Hyper nähert sich 33 Millionen Dollar

Im spekulativen Nebenfeld versucht Bitcoin Hyper weiter, relative Stärke zu zeigen. Laut Projektkommunikation positioniert sich das Vorhaben als Bitcoin-Layer-2 mit Solana Virtual Machine, Canonical Bridge, periodischen Commitments auf Bitcoin Layer 1 und Zero-Knowledge-Proofs. Genau diese Mischung soll Bitcoin um schnellere Ausführung und mehr App-Funktionalität erweitern, ohne das Narrativ der Basisschicht aufzugeben.

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Vereinfacht gesagt – die Entwickler möchten das Beste von Bitcoin mit den Stärken von Solana verbinden.

hyper l2

Beim Kapitalzufluss konnte Bitcoin Hyper schon über 32,25 Millionen US-Dollar steigen, womit die Marke von 33 Millionen Dollar in der kommenden Woche nahe liegt. Zudem wird weiterhin eine Staking-Rendite von 36 Prozent geboten. Das Projekt bleibt damit klar im hochspekulativen Segment, zieht aber gerade deshalb Aufmerksamkeit auf sich, weil es die Bitcoin-L2-Erzählung offensiv besetzt. Da der Preis schon zum Wochenstart wieder steigt, lassen sich schon erste Buchgewinne aufbauen.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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