Gary Gensler war während seiner Zeit als Vorsitzender der SEC in der Krypto-Industrie äußerst umstritten. Viele Marktteilnehmer warfen ihm vor, Innovationen auszubremsen und regulatorische Unsicherheit zu schaffen.
Unter seiner Führung verfolgte die SEC zahlreiche Klagen gegen Kryptounternehmen und vertrat häufig die Auffassung, dass ein Großteil der digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere einzustufen sei. Sein Nachfolger Paul Atkins steht dagegen für einen deutlich marktfreundlicheren Ansatz.
Atkins betont die Bedeutung klarer Regeln, die Innovation ermöglichen sollen, statt sie durch regulatorischen Druck ins Ausland zu verdrängen. Damit verbindet die Branche die Hoffnung auf ein konstruktiveres Verhältnis zwischen Aufsichtsbehörden und dem Kryptosektor.
Das Wichtigste im Überblick:
- CFTC-Chef Michael Selig kritisiert Genslers Krypto-Kurs und Rechtsverständnis.
- Prognosemärkte sollen laut CFTC klar unter eigene Aufsicht fallen.
- Bitcoin Hyper sammelt 33 Millionen Dollar trotz schwachem Marktumfeld.
CFTC-Chef Michael Selig kritisiert Genslers Kurs scharf
Für neue Diskussionen sorgt nun Michael Selig, der aktuelle Vorsitzende der CFTC. Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) ist die US-Aufsichtsbehörde für Rohstoff- und Derivatemärkte. Während die SEC traditionell Wertpapiere überwacht, liegt der Fokus der CFTC auf Commodities wie Gold, Öl oder zunehmend auch bestimmten digitalen Vermögenswerten.
In einem Interview kritisierte Selig die frühere Haltung von Gary Gensler ungewöhnlich deutlich. Dabei zog er Parallelen zwischen Genslers Vorgehen gegenüber Kryptowährungen und dessen jüngsten Aussagen zu sogenannten Event Contracts beziehungsweise Prognosemärkten. Solche Märkte ermöglichen es Teilnehmern, auf reale Ereignisse zu wetten – etwa Wahlausgänge, wirtschaftliche Entwicklungen oder Sportereignisse.
Former SEC and CFTC Chair Gary Gensler makes it clear: sports betting through prediction markets is not what Congress had in mind.
Get the facts 👉https://t.co/O4aQwVVaW5 pic.twitter.com/NvzqyStpoO
— American Gaming Association (@AmericanGaming) April 27, 2026
Selig argumentiert, dass Gensler bereits bei Kryptowährungen eine sehr weitreichende Interpretation des bestehenden Rechts vertreten habe. Damals habe der frühere SEC-Chef wiederholt erklärt, praktisch alle Krypto-Assets seien Wertpapiere. Nach Ansicht vieler Branchenvertreter habe diese Haltung Unternehmen dazu veranlasst, Aktivitäten und Innovationen außerhalb der USA aufzubauen.
Nun sieht Selig eine ähnliche Entwicklung bei Prognosemärkten. Er wirft Gensler vor, erneut eine rechtlich fragwürdige Interpretation zu vertreten und dadurch einen innovativen Wachstumsmarkt unnötig unter Druck zu setzen. Laut Selig fallen Event Contracts grundsätzlich in den Zuständigkeitsbereich der CFTC. Die Behörde sei daher in der Lage, diese Märkte zu überwachen und angemessen zu regulieren.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Aussagen in eine Phase fallen, in der Prognosemärkte wie Polymarket, Kalshi oder andere Plattformen stark wachsen. Viele Beobachter betrachten sie als eine neue Kategorie digitaler Finanzmärkte, die Informationen und Erwartungen effizient bündeln können. Gerade im Umfeld von Wahlen, Konjunkturdaten oder geopolitischen Ereignissen gewinnen solche Märkte zunehmend an Bedeutung.
Gary Gensler said the law was clear–“virtually every crypto asset is a security”–and drove the crypto industry offshore. Now, he says the law is clear–“event contracts are not derivatives”–and seeks to push the prediction markets offshore. He has a poor track record reading the… pic.twitter.com/ikcWI8I8rV
— Mike Selig (@ChairmanSelig) June 2, 2026
Selig macht deutlich, dass die USA aus seiner Sicht nicht denselben Fehler wiederholen sollten wie bei Teilen der Kryptoindustrie. Statt innovative Geschäftsmodelle durch regulatorische Unsicherheit ins Ausland zu treiben, sollten klare Regeln geschaffen werden. Seine Kritik an Gensler zielt deshalb weniger auf einzelne politische Entscheidungen ab, sondern auf einen grundsätzlichen Regulierungsansatz. Während Gensler häufig auf Durchsetzung und Rechtsstreitigkeiten setzte, bevorzugen die aktuellen Verantwortlichen offenbar einen stärker regelbasierten und innovationsfreundlichen Kurs. Für die Kryptoindustrie und den gesamten Bereich digitaler Finanzmärkte könnte dieser Strategiewechsel langfristig erhebliche Bedeutung haben.
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Bitcoin-Layer-2 als neuer Wachstumstreiber? Darauf setzt Bitcoin Hyper
Während Regulierungsbehörden in den USA über die Zukunft digitaler Märkte diskutieren, bleibt für Anleger eine andere Frage entscheidend: Woher soll die nächste große Nachfragewelle für Bitcoin kommen? Genau hier rücken sogenannte Bitcoin-Layer-2-Lösungen immer stärker in den Fokus. Das Grundproblem ist bekannt: Bitcoin gilt als sicherstes Blockchain-Netzwerk der Welt, ist jedoch im Vergleich zu modernen Smart-Contract-Plattformen wie Solana oder Ethereum deutlich eingeschränkter. Layer-2-Technologien sollen diese Schwäche beseitigen, indem sie zusätzliche Funktionen, höhere Skalierbarkeit und schnellere Transaktionen ermöglichen.
Die Idee dahinter ist einfach: Je mehr Anwendungen auf Bitcoin aufbauen, desto größer könnte langfristig auch die Nachfrage nach dem nativen Vermögenswert BTC werden. Schließlich benötigen viele Layer-2-Lösungen Bitcoin als Sicherheitsanker oder zur Abwicklung von Transaktionen. Dadurch könnten neue Anwendungsfälle entstehen, die das Bitcoin-Ökosystem deutlich attraktiver machen.
Ein Projekt, das in diesem Bereich aktuell besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Sicherheit und Markenstärke von Bitcoin mit der Geschwindigkeit und Flexibilität moderner Blockchains wie Solana zu kombinieren. Herzstück des Konzepts ist eine Zero-Knowledge-Bridge, die eine Verbindung zwischen der Bitcoin-Layer-1 und einer leistungsfähigen Layer-2-Infrastruktur schaffen soll. Dadurch sollen Nutzer Zugang zu schnellen Transaktionen, dezentralen Anwendungen und neuen DeFi-Möglichkeiten erhalten, ohne auf die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks verzichten zu müssen.
Trotz des schwierigen Marktumfelds zeigt Bitcoin Hyper aktuell bemerkenswerte relative Stärke. Während viele Kryptowährungen unter dem anhaltenden Bärenmarkt leiden, flossen bereits rund 33 Millionen US-Dollar in den laufenden Presale. Das deutet auf ein hohes Investoreninteresse hin. Zusätzlich bietet das Projekt derzeit Staking-Renditen von bis zu 36 Prozent APY, was die Nachfrage nach dem nativen Token weiter ankurbeln könnte.
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