„Sell in May and go away“ – diese alte Börsenweisheit sorgt auch im Kryptomarkt immer wieder für Diskussionen. Viele Anleger fragen sich aktuell, ob dieser Effekt auch für Bitcoin gilt, oder ob 2026 ein völlig anderes Bild liefert.

Nach dem starken Rebound vom Kriegstief bei rund 60.000 Dollar auf zuletzt etwa 78.000 Dollar steht Bitcoin nun an einem entscheidenden Punkt. Geht die Rally weiter, oder folgt die typische Schwächephase? Ein Experte klärt auf.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin hat sich um rund 30 % vom Tief erholt und zeigt wieder einen klaren Aufwärtstrend
  • Die „Sell in May“-Theorie verliert laut aktuellen Daten zunehmend an Bedeutung
  • Ein Kursziel von rund 85.000 Dollar im Mai gilt laut Experte als realistisch

Chartbild verbessert sich deutlich

Aus technischer Sicht hat sich die Lage für Bitcoin zuletzt klar aufgehellt. Nach monatelangem Abwärtstrend bildet der Kurs inzwischen wieder höhere Tiefs und höhere Hochs – ein klassisches Zeichen für eine Trendwende.

Zwar gab es ähnliche Strukturen bereits in der Vergangenheit, die anschließend wieder in stärkere Korrekturen übergingen. Der entscheidende Unterschied diesmal liegt jedoch im Umfeld: Der vorherige Crash wurde maßgeblich durch geopolitische Ereignisse ausgelöst.

Sollte es im Mai nicht zu einer weiteren massiven Eskalation kommen, sieht der Experte gute Chancen, dass sich der aktuelle Aufwärtstrend fortsetzt.

200-Tage-Linie wird zum Schlüssel

Ein besonders wichtiger technischer Faktor ist aktuell die 200-Tage-Linie. Diese gilt als einer der wenigen Indikatoren, die sowohl von institutionellen Investoren als auch von Algorithmen stark beachtet werden.

Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte zusätzlichen Kaufdruck erzeugen. Viele Marktteilnehmer orientieren sich genau an diesem Level, wodurch ein Durchbruch oft zu verstärktem Momentum führt.


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„Sell in May“ verliert an Bedeutung

Auch die bekannte Börsenregel „Sell in May and go away“ scheint laut aktuellen Daten an Aussagekraft zu verlieren. Historisch stammt diese Strategie aus einer Zeit, in der im Sommer deutlich weniger Liquidität im Markt war. Heute sieht das anders aus. Algorithmischer Handel und globale Vernetzung sorgen dafür, dass Märkte rund um die Uhr aktiv bleiben.

Analysen zeigen zudem, dass sowohl an traditionellen Märkten als auch bei Bitcoin die Performance im Mai keineswegs überwiegend negativ war. In vielen Jahren konnten sogar deutliche Gewinne erzielt werden.

Liquidität aktuell niedrig – Chance für Bewegung

Ein entscheidender Punkt ist die derzeit geringe Marktaktivität. Das Spotvolumen bei Bitcoin liegt auf einem Niveau wie zuletzt 2023.

Das bedeutet: Schon kleinere Kapitalzuflüsse können aktuell größere Kursbewegungen auslösen. Da sowohl Käufer als auch Verkäufer zurückhaltend sind, reichen externe Impulse aus, um den Markt deutlich zu bewegen.

Institutionelle Nachfrage bleibt stabil

Trotz der Unsicherheit fließt weiterhin Kapital in den Markt. Allein im April verzeichneten Bitcoin-ETFs Nettozuflüsse von rund 2 Milliarden Dollar.
Dieser Trend könnte sich im Mai fortsetzen. Selbst moderate Zuflüsse könnten aufgrund der niedrigen Liquidität ausreichen, um den Kurs weiter nach oben zu treiben.

Politische und makroökonomische Impulse im Fokus

Zusätzliche Impulse könnten von regulatorischer Seite kommen. Fortschritte bei Krypto-Gesetzen – insbesondere rund um den sogenannten Clarity Act – könnten das Vertrauen institutioneller Investoren weiter stärken.

Auch der Wechsel an der Spitze der US-Notenbank spielt eine Rolle. Der neue Fed-Chef gilt als tendenziell lockerer in der Geldpolitik, was grundsätzlich positiv für Risikoassets wie Bitcoin wäre – auch wenn kurzfristig keine drastischen Zinssenkungen erwartet werden.

Ölpreis und Krieg bleiben Unsicherheitsfaktoren

Der größte Risikofaktor bleibt weiterhin die geopolitische Lage. Der hohe Ölpreis über 100 Dollar belastet die Märkte und treibt die Inflation.
Gleichzeitig mehren sich jedoch Signale für mögliche Entspannung. Sollte es im Laufe des Monats zu Fortschritten kommen, könnte das einen starken positiven Impuls auslösen.

Eine Entspannung würde niedrigere Energiepreise, sinkende Inflation und neue Hoffnungen auf lockerere Geldpolitik bedeuten – genau das Umfeld, in dem Bitcoin historisch stark performt.

Prognose: 85.000 Dollar im Mai möglich

Unter dem Strich zeigt sich der Experte klar optimistisch. Ein explosiver Ausbruch wird zwar nicht erwartet, doch ein moderater Anstieg erscheint realistisch.
Ein Kursniveau von rund 85.000 Dollar – etwa 10 % über dem aktuellen Stand – gilt dabei als durchaus erreichbar.

Sollten zusätzlich positive Impulse durch Makro, Politik oder Marktstruktur kommen, könnte diese Marke sogar nur ein Zwischenschritt sein.

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Während Bitcoin aktuell vor allem als Wertspeicher genutzt wird, arbeiten neue Projekte daran, das Einsatzspektrum deutlich zu erweitern.
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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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