Michael Saylor steht seit Jahren als prominentes Gesicht für die institutionelle Bitcoin-Adoption. Sein Unternehmen, nach dem Rebranding mittlerweile als Strategy geführt, hat sich vollständig auf ein Bitcoin-zentriertes Geschäftsmodell ausgerichtet. Die Firma agiert heute primär als Bitcoin-Treasury, kombiniert mit strukturierten Wertpapieren und verschiedenen kapitalmarktorientierten Produkten, die auf der wertvollsten Kryptowährung basieren.
Genau dieses Profil bringt jedoch neue Risiken mit sich. Der Indexanbieter MSCI prüft derzeit, ob Strategy künftig nicht mehr als klassisches Unternehmen, sondern eher als Trust einzustufen ist. Ein solcher Schritt könnte zur Entfernung aus globalen MSCI-Indizes führen. Auch dazu äußerte sich jüngst Michael Saylor.
Response to MSCI Index Matter
Strategy is not a fund, not a trust, and not a holding company. We’re a publicly traded operating company with a $500 million software business and a unique treasury strategy that uses Bitcoin as productive capital.
This year alone, we’ve completed…
— Michael Saylor (@saylor) November 21, 2025
Ein Ausschluss aus den Indizes würde automatisch großvolumige Verkäufe auslösen, da zahlreiche Vermögensverwalter und ETF-Strukturen regelgebunden verkaufen müssten. Die damit einhergehende Abwärtsdynamik könnte den Aktienkurs zusätzlich belasten und die Refinanzierung für neue Bitcoin-Zukäufe einschränken. Genau hier entstehen Sorgen: Sollte der Aktienpreis weiter unter Druck geraten und die Finanzierung neuer Käufe erschwert werden, stellt sich die Frage, ob Strategy langfristig gezwungen sein könnte, Teile des Bitcoin-Bestands zu liquidieren.
Genau das kündigte nun auch der CEO an.
Das Wichtigste im Überblick:
- Strategy droht MSCI-Ausschluss, weil das Unternehmen als Trust eingestuft werden könnte.
- Ein Index-Rauswurf würde massive Verkäufe institutioneller Investoren auslösen.
- Der Strategy-CEO betont: Bitcoin-Verkäufe erfolgen nur bei fehlenden Finanzierungsalternativen.
- Nur unter 1x MNAV wären BTC-Verkäufe als letzte Option denkbar.
- Trotz Kursdruck bleibt Strategy größter Bitcoin-Halter mit über 649.000 BTC weltweit.
- Bitcoin Hyper schafft leistungsstarke L2-Strukturen mit Solana-Virtual-Machine-Architektur.
- Bereits 29 Millionen US-Dollar Presale stärken Hyper als wachsenden Bitcoin-L2-Katalysator.
Strategys Bitcoin-Plan: Verkauf nur unter einer Bedingung
Die jüngsten Aussagen von Strategy-CEO Phong Le zeigen eine klare Strategie: Das Unternehmen betrachtet seine Bitcoin-Reserven als strategisches Kernvermögen, das nur in Ausnahmefällen veräußert wird. Hinter dieser Haltung steht ein striktes Prinzip: Verkauft wird nur dann, wenn keine Alternative zur Erfüllung finanzieller Verpflichtungen mehr besteht.
🔥 LATEST: Strategy will only sell $BTC if its stock falls below NAV (Net Asset Value) and if no capital is available. pic.twitter.com/T4cflUisas
— Cointelegraph (@Cointelegraph) November 30, 2025
Im Zentrum steht die Dividende der neu emittierten Preferred Shares. Solange die Aktie oberhalb des Nettovermögenswerts (MNAV) notiert, kann Strategy diese Ausschüttungen durch den Verkauf von Stammaktien finanzieren. Dies sei auch ein Modell, das Le ausdrücklich bevorzugt. Der Verkauf von Bitcoin käme lediglich dann ins Spiel, wenn die Aktie unter die Marke von 1x MNAV fällt und gleichzeitig keine andere Kapitalquelle verfügbar ist. In diesem Sonderfall wäre das Veräußern von Beständen mathematisch sogar vorteilhaft, da jede verkaufte Einheit den „Bitcoin-pro-Aktie“-Wert erhöhen würde. Dennoch bezeichnete Le diesen Schritt als „letzte Option“, die man emotional wie strategisch unbedingt vermeiden möchte.
Eine weitere Ausnahme betrifft steuerliche Optimierungen. Strategy könnte einzelne Bitcoin-Pakete mit hohem Einstandskurs gezielt realisieren, um Verluste steuerwirksam gegen andere Gewinne zu verrechnen. Operational wäre dies rational, substanziell aber keine Abkehr vom langfristigen HODLn.
Dass das Unternehmen an diesem Kurs festhalten will, unterstrich Le mit einem ausgesprochen bullischen Ausblick. Für die kommenden Jahre rechnet er mit jährlichen Bitcoin-Renditen im Bereich von 40 bis 50 Prozent, weit über klassischen Aktienindizes. Bitcoin bezeichnete er als technologisch überlegenes, global nachgefragtes Wertaufbewahrungsmittel mit begrenztem Angebot. Diese Kombination sei der Grund, weshalb Strategy weiterhin als Käufer auftreten möchte und nicht als Verkäufer.
Der Kern der Botschaft: Strategy hält an seinen Beständen fest, außer die Aktie rutscht unter 1x MNAV und alternative Finanzierungswege versagen. Erst dann, und wirklich nur dann, würde Bitcoin verkauft. Der Verkauf von Bitcoin bleibt die letzte Option. Skeptiker würden dennoch sagen, dass es eben auch eine Option ist.
Strategy führt Bitcoin-Treasury an: Aktie schwächelt
Die hiesige Grafik zeigt eindeutig, dass Strategy weiterhin das mit Abstand größte Bitcoin-Treasury-Unternehmen der Welt ist. Kein anderes börsennotiertes Unternehmen kommt annähernd an diese Größenordnung heran. Laut den Daten hält Strategy 649.870 BTC, was einem heutigen Gegenwert von 59,42 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit besitzt das Unternehmen allein über 3 Prozent aller jemals existierenden 21 Millionen Bitcoin. Zum Vergleich: Der zweitgrößte Corporate Holder, Marathon Digital, verfügt über 52.850 BTC, also weniger als ein Zehntel der Strategy-Bestände.
Die Strategy-Aktie zeigte dennoch nach ihrem starken Lauf bis Ende 2024 und einem weiteren Hoch im Juni eine markante Umkehr. Seither kam es zu einer tiefen Korrektur, zuletzt sogar zu einem massiven Abverkauf. Im vergangenen Monat verlor die Aktie rund ein Drittel, im Halbjahr etwa die Hälfte ihres Werts. Trotz dieser Schwäche gehört Strategy über die Mehrjahresperspektive weiterhin zu den großen Outperformern gegenüber Bitcoin, Apple, Microsoft oder Alphabet. Dass starke Schwankungen beim Bitcoin-zentrierten Geschäftsmodell dazugehören, ist kaum verwunderlich.
Bitcoin Alternative: Mehr Nachfrage dank L2? Neuer Kurstreiber für BTC
Strategy sieht Bitcoin weiterhin als langfristigen Wertspeicher, getragen von knapper Geldmenge, globaler Nachfrage und technischer Unveränderbarkeit. Der Investmentcase basiert auf begrenztem Angebot, digitaler Knappheit und überdurchschnittlichen Renditeerwartungen. Daher setzt Michael Saylor konsequent auf Bitcoin als überlegenes, nicht verwässerbares Vermögensgut.
Der Bull-Case für Bitcoin würde sich weiter verstärken, sobald Layer-2-Technologien zusätzliche Funktionen ins Ökosystem bringen. Neue Anwendungen, höhere Skalierbarkeit und mehr Usecases schaffen zusätzliche Fantasie. Diese technologische Erweiterung könnte die Nachfrage beschleunigen und damit als weiterer Treiber eines ausgeprägten Bitcoin-Bullenmarkts wirken.
Bitcoin Hyper formt ein Modell, das die klassische Rollenverteilung im Bitcoin-Universum neu interpretiert. Anstatt das bestehende Grundgerüst zu verändern, wird eine parallele Ebene konstruiert, die rechenintensive Abläufe abfängt und damit ein flexibles Umfeld entstehen lässt. Bitcoin wird dadurch nicht erweitert, sondern entlastet. Dass der Presale bereits knapp 29 Millionen US-Dollar angezogen hat, verweist auf das zunehmende Interesse an genau dieser Vision.
Im Zentrum steht die Entscheidung, eine Lösung zu wählen, die auf der Solana Virtual Machine aufbaut. Diese Architektur ermöglicht parallele Verarbeitung von Daten, die auch unter hoher Auslastung Geschwindigkeit garantieren. Entwickler können auf vertraute Werkzeuge zurückgreifen, während Bitcoin als Sicherungsschicht unberührt bleibt. Die Übertragung von BTC in das L2-Netzwerk erfolgt über ein vollständig besichertes Bridging. So entsteht ein Umfeld, das Leistungsfähigkeit aus Solana-ähnlichen Strukturen mit der Robustheit der Bitcoin-Basis verknüpft.
Zentral für die Bitcoin-L2 ist der HYPER Token. Wer hier frühzeitig investieren möchte, kann noch die Website öffnen, HYPER erwerben und anschließend direkt staken. Die Renditen liegen hier bei rund 40 Prozent APY.
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