Das Jahr 2026 ist für den Kryptomarkt solide gestartet, wenn auch ohne große Dynamik in der naturgemäß ruhigen ersten Handelswoche. Bitcoin konnte zwar erneut die Marke von 90.000 US-Dollar zurückerobern, bewegt sich damit jedoch weiterhin klar innerhalb seiner bestehenden Range. Eine nachhaltige Richtungsentscheidung steht bislang aus. Umso spannender dürften die kommenden Tage werden, wenn sich zeigt, wie Anleger sich neu positionieren. Gleichzeitig stellen sich immer mehr Analysten die Frage: Sehen wir bereits den Beginn eines neuen Bärenmarktes? Denn einige Daten mahnen durchaus zur Vorsicht:

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin startet 2026 stabil, bleibt jedoch ohne klaren Trend in Range gefangen.
  • Supply in Profit signalisiert Übergangsphase, Abwärtstrend seit Oktober 2025 sichtbar.
  • Langes Verharren um 70 Prozent erhöht historisch Bärenmarkt-Wahrscheinlichkeit.
  • Makroökonomische Risiken belasten Risikoassets, Marktinterna zeigen zunehmende Ermüdung.
  • Andere Analysten sehen Bitcoin stark überverkauft, erwarten Rally im ersten Quartal.
  • Wochen-RSI auf Tiefstand seit 2022, kann jedoch monatelang niedrig bleiben.
  • MVRV Z-Score zeigt günstige Bewertung, kein klassisches Zyklus-Top bislang erreicht.

Beginn eines neuen Bitcoin-Bärenmarkts?

Die aktuelle Analyse von CryptoQuant wirft eine zentrale Frage für den Kryptomarkt auf: Befinden wir uns am Anfang eines neuen Bärenmarktes oder lediglich in einer Übergangsphase des Zyklus? Im Fokus steht dabei die On-Chain-Kennzahl Supply in Profit (%). Sie misst, welcher Anteil des umlaufenden Bitcoin-Angebots zu Preisen erworben wurde, die unter dem aktuellen Marktpreis liegen – also im Gewinn sind.

Historisch lässt sich diese Metrik klar einordnen: Werte über 80 Prozent stehen für euphorische Bullenmärkte, 55 bis 80 Prozent markieren Übergangsphasen, während Werte unter 55 Prozent typischerweise mit Bärenmärkten oder Bodenbildungsphasen zusammenfallen. Aktuell liegt der Indikator bei rund 68,9 Prozent und damit klar im Übergangsbereich. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Niveau, sondern der Trend: Seit Oktober 2025 befindet sich Supply in Profit in einem anhaltenden Abwärtstrend.

Diese Entwicklung passt zu schwächeren Marktinterna und einem schwierigen makroökonomischen Umfeld. Geopolitische Risiken und eine höhere Nachfrage nach sicheren Anlageklassen belasten Risikoassets wie Bitcoin zusätzlich. Historische Zyklen zeigen: Verharrt die Kennzahl länger um die 70 Prozent-Marke, steigt die Wahrscheinlichkeit eines Übergangs in einen breiteren Bärenmarkt. Eine Rückkehr über 75–80 Prozent hingegen würde Spielraum für eine Zyklusverlängerung eröffnen.

Der Tenor der Analyse ist daher vorsichtig: Noch ist kein eindeutiger Bärenmarkt bestätigt, doch der Markt befindet sich klar in einer frühen Übergangsphase.

Die kommenden Wochen dürften damit entscheidend werden.

Bärenmarkt schon vorbei? Bitcoin wirkt günstig

Einige Analysten vertreten allerdings eine deutlich konträre Sicht und sehen weniger den Beginn als vielmehr das mögliche Ende des Bärenmarkts. So argumentiert der Analyst @0xGumshoe, dass Bitcoin auf dem aktuellen Kursniveau ähnlich überverkauft sei wie damals im Bereich von 17.000 US-Dollar. Seiner Einschätzung nach befindet sich der Kryptomarkt bereits seit Monaten in einem Bärenmarkt, der nun in eine Erholungsphase übergehen könnte. Entsprechend hält er eine spürbare Rally im ersten Quartal 2026 für realistisch.

Ein weiteres Argument für eine eher günstige Bewertung liefert der Relative-Stärke-Index (RSI) im Wochenchart. Dieser notiert aktuell auf dem niedrigsten Niveau seit 2022 und signalisiert damit eine deutlich abgekühlte Marktsituation. Historisch ging ein solches Niveau häufig mit attraktiven Einstiegszonen einher. Gleichzeitig mahnt der Blick auf frühere Zyklen zur Vorsicht: Der Wochen-RSI kann über mehrere Monate hinweg in diesem Bereich verharren, ohne dass unmittelbar eine nachhaltige Trendwende folgt.

Entsprechend liefert der Indikator allein keine klare Aussage darüber, ob eine Erholung bevorsteht oder die Korrektur noch weiter an Dynamik gewinnt.

Bitcoin

Der BTC: MVRV Z-Score ist derweil ein On-Chain-Indikator, der bewertet, ob Bitcoin im historischen Vergleich über- oder unterbewertet ist. Er setzt die Marktkapitalisierung (Market Value) ins Verhältnis zur realisierten Marktkapitalisierung (Realized Value) und standardisiert diese Abweichung über einen Z-Score. Hohe Werte deuten auf Übertreibungsphasen und mögliche Zyklushochs hin, sehr niedrige Werte auf Unterbewertungen und langfristig attraktive Einstiegszonen. Aktuell signalisiert der MVRV Z-Score, dass Bitcoin so günstig bewertet ist wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

MVRV

Auffällig ist zudem, dass es in diesem Zyklus bislang keine klassische Phase der Überbewertung gab – ein typisches Zyklus-Top blieb aus. Das nährt die Hoffnung, dass der Markt noch Raum für eine weitere bullische Phase und einen kräftigen Aufwärtsimpuls besitzt.


Bitcoin Prognose bis 2030 – alles Wissenswerte 


Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können

10+ Jahre

99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.

90hr+

Wöchentliche Recherche

100k+

Monatliche Leser

50+

Experten

2000+

Krypto-Projekte unter die Lupe genommen

Google News Icon
Folgen Sie 99Bitcoins in Ihrem Google News Feed.
Erhalten Sie die neuesten Updates, Trends und Einblicke direkt auf Ihr Gerät.
Jetzt abonnieren
Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

Kostenloser Bitcoin-Crashkurs

  • Von über 100.000 Lesern genutzt
  • Eine E-Mail pro Tag, sieben Tage lang.
  • Kurz und lehrreich, garantiert!

0 % Gebühren. Voller Profit.

  • Komplett gebührenfrei Kryptos kaufen.
  • 1% Extra-Cashback auf Ihre Einzahlung.
  • Sicheres Wallet ohne Schlüssel-Verwaltung.
0 % Gebühren. Voller Profit.
Nach oben