Am Freitag flossen 433 Millionen US-Dollar in US-Spot-Bitcoin-ETFs und verhinderten damit gerade noch eine zweite negative Wochenbilanz in Folge. Für die Woche zum 18. September blieb ein Netto-Zufluss von 6,2 Millionen US-Dollar übrig, nachdem die Vorwoche noch mit 462,7 Millionen US-Dollar Abflüssen geschlossen hatte. Bei Ether-ETFs riss dagegen eine Serie: Nach vier Wochen in Folge mit positiven Nettozuflüssen verzeichnete die Kategorie einen Wochenabfluss von rund 140 Millionen US-Dollar.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin-ETFs erhielten am Freitag 433 Millionen US-Dollar – den größten Tageszufluss seit dem 3. September
- Die Woche zum 18. September endete für Bitcoin-ETFs mit nur 6,2 Millionen US-Dollar Netto-Zufluss
- Ether-ETFs beendeten ihre Vierwochenserie positiver Zuflüsse mit rund 140 Millionen US-Dollar Wochenabfluss
- Bitcoin-ETFs bleiben 2026 mit etwa 1,45 Milliarden US-Dollar im Minus, Ether-ETFs mit rund 922 Millionen US-Dollar im Plus
Der Freitag als Wendepunkt
Die Berichtswoche war wegen des Labor Day mit weniger Handelstagen verkürzt, was die absoluten Wochenzahlen weniger direkt mit einer normalen Fünf-Tage-Woche vergleichbar macht. Innerhalb dieses Zeitfensters verlief die Bitcoin-Bilanz alles andere als geradlinig: Auf 450,3 Millionen US-Dollar Abflüsse am Dienstag folgten 296 Millionen US-Dollar am Mittwoch, bevor am Donnerstag bereits wieder 159,5 Millionen US-Dollar zurückkamen.
Der Freitag-Zufluss von 433,0 Millionen US-Dollar war damit der größte Tageszufluss seit dem 3. September, als 730,9 Millionen US-Dollar in die Produkte flossen. Den Löwenanteil steuerte Fidelitys FBTC mit 310,7 Millionen US-Dollar bei, gefolgt von BlackRocks IBIT mit 108,4 Millionen US-Dollar. Über die gesamte Woche drehte sich das Bild leicht: IBIT kam auf 120,7 Millionen US-Dollar Netto-Zufluss, FBTC auf 79,9 Millionen US-Dollar, während die übrigen Bitcoin-Fonds zusammen rund 194,4 Millionen US-Dollar verloren – ein Muster, das Kapitalflüsse bei Bitcoin- und Altcoin-ETFs zuletzt wiederholt gezeigt haben.
Bitcoin vs. Ether im Zahlenvergleich
Bei Ether-ETFs sorgten drei negative Sitzungen von Dienstag bis Donnerstag für 404,8 Millionen US-Dollar Abflüsse, die durch Zuflüsse am Montag und Freitag nicht mehr aufgeholt wurden. Auf Fondsebene zeigte sich das etwa bei BlackRocks ETHA, das trotz 114,3 Millionen US-Dollar Freitagszufluss die Woche mit 56,1 Millionen US-Dollar Netto-Abfluss beendete, während Fidelitys FETH einem Freitagszufluss von 26,2 Millionen US-Dollar einen Wochenabfluss von 25,8 Millionen US-Dollar gegenüberstellte.
Auf Jahressicht zeigt sich eine klare Divergenz: Bitcoin-ETFs liegen 2026 mit etwa 1,45 Milliarden US-Dollar im Minus, während Ether-ETFs rund 922 Millionen US-Dollar Netto-Zufluss verbuchen. Die Nettovermögenswerte lagen am Freitag bei 102,53 Milliarden US-Dollar für Bitcoin-Produkte und bei 16,72 Milliarden US-Dollar für Ether-Produkte. Parallel zog auch das Handelsinteresse an: Das Bitcoin-Volumen stieg von 8,77 auf 16,17 Milliarden US-Dollar, das Ether-Volumen von 5,14 auf 6,82 Milliarden US-Dollar – ein direkter Vergleich der Kapitalflüsse beider Anlageklassen verdeutlicht das Ausmaß der Bewegung.
Konsolidierung statt Trendwende
Ein einzelner starker Handelstag reicht nicht aus, um aus einer wackligen Wochenbilanz einen bestätigten Trend zu machen. Die Bitcoin-ETFs bleiben trotz des Freitag-Zuflusses auf Jahressicht deutlich im Minus, seit dem Start summieren sich die kumulierten Zuflüsse aber auf 55,16 Milliarden US-Dollar. Für viele Marktteilnehmer bleibt das größere Bild daher eine Konsolidierung, keine Trendwende.
Bei Ether zeigt der Bruch der Vierwochenserie, wie schnell aufgebaute Zuflussmuster kippen können, sobald mehrere negative Sessions hintereinander die Wochenrechnung dominieren. Die Kategorie bleibt mit kumulierten Zuflüssen von 13,25 Milliarden US-Dollar seit Launch dennoch strukturell im Plus, was den Wochenabfluss relativiert, ohne ihn zu entkräften – ein Muster, das auch bei der jüngsten Kapitalrotation zwischen Bitcoin und Ethereum sichtbar wurde.
Worauf Anleger jetzt achten sollten
Entscheidend wird, ob der Freitag-Zufluss bei Bitcoin-ETFs eine Ausnahme bleibt oder sich in den kommenden Sitzungen fortsetzt. Bei Ether-ETFs ist zu beobachten, ob weitere negative Tage den Bruch der Vierwochenserie zu einem längeren Abwärtstrend ausbauen oder ob sich die Kategorie rasch stabilisiert. Da die aktuelle Berichtswoche wegen der reduzierten Handelstage nach Labor Day nur eingeschränkt vergleichbar ist, dürfte erst die nächste vollständige Fünf-Tage-Woche ein klareres Bild liefern.
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