Bitcoin startet weitgehend unverändert in die neue Handelswoche und konsolidiert weiterhin im Bereich von rund 64.000 US-Dollar. Nach der jüngsten Stabilisierung fehlt bislang jedoch die Dynamik für einen nachhaltigen Ausbruch aus der kurzfristigen Handelsspanne. Neue Impulse könnten in den kommenden Tagen insbesondere vom US-Arbeitsmarkt sowie von der laufenden Berichtssaison ausgehen.

Mit Alphabet, Tesla und Intel veröffentlichen mehrere bedeutende Technologieunternehmen ihre Quartalszahlen, wodurch sich die Risikobereitschaft an den globalen Märkten schnell verändern könnte.

Gleichzeitig zeigen sich bei Bitcoin zwei konstruktive Entwicklungen: Auf dem Wochenchart ist eine bullische RSI-Divergenz entstanden. Darüber hinaus deutet eine aktuelle Analyse der verschiedenen Anlegergruppen darauf hin, dass große Bitcoin-Adressen zuletzt wieder verstärkt auf der Käuferseite standen, während mittelgroße Marktteilnehmer Bestände reduzierten. Das untermauert eine hoffnungsvolle Bitcoin Prognose für 2026:

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin konsolidiert bei 64.000 Dollar und wartet auf neue Impulse.
  • Bullische RSI-Divergenz signalisiert nachlassendes Verkaufsmomentum auf dem Wochenchart bei Bitcoin.
  • Große Bitcoin-Wale akkumulierten zuletzt 66.700 BTC, während Mittelhalter Bestände verkauften.
  • Für eine Trendwende braucht Bitcoin stärkere Nachfrage und bestätigte Ausbrüche.

Bitcoin Ausblick: Bullische RSI-Divergenz macht Hoffnung

Die bullische Divergenz entsteht, weil sich der Bitcoin-Kurs und der Relative-Stärke-Index zuletzt in unterschiedliche Richtungen bewegt haben. Während der Kurs auf dem Wochenchart ein tieferes Tief ausbildete, markierte der RSI ein höheres Tief. Damit signalisiert der Momentumindikator, dass die Abwärtsbewegung zwar preislich fortgesetzt wurde, die zugrunde liegende Verkaufsdynamik jedoch bereits nachlässt. Genau diese Diskrepanz wird von technischen Analysten häufig als frühes Zeichen einer möglichen Bodenbildung interpretiert.

Der von Ali Martinez veröffentlichte Chart vergleicht die aktuelle Struktur mit der Situation nach dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Damals entstand ebenfalls eine bullische RSI-Divergenz auf Wochenbasis. Von seinem anschließenden Tief stieg Bitcoin langfristig um mehr als 700 Prozent.

Diese historische Entwicklung darf allerdings nicht als konkretes Kursziel verstanden werden. Eine Divergenz ist kein unmittelbares Kaufsignal und kann über mehrere Wochen bestehen bleiben, bevor eine Trendwende erfolgt. Entscheidend wäre nun, dass Bitcoin die Verbesserung des Momentums auch durch steigende Kurse bestätigt. Kurzfristig gilt insbesondere der Bereich um 65.000 US-Dollar als relevante Hürde. Ein überzeugender Ausbruch darüber würde die technische Erholung bestätigen. Bleibt dieser aus, könnte Bitcoin trotz der positiven Divergenz zunächst weiter zwischen ungefähr 61.000 und 65.000 US-Dollar konsolidieren.

Bitcoin-Wale absorbieren die Verkäufe mittelgroßer Anleger

Auch auf der Blockchain zeigt sich eine interessante Verschiebung zwischen unterschiedlichen Anlegergruppen. Laut der dargestellten 60-Tage-Auswertung haben sehr große Bitcoin-Adressen zuletzt rund 66.700 BTC akkumuliert. Gleichzeitig reduzierten mittelgroße Halter ihre Bestände um etwa 77.800 BTC. Vereinfacht dargestellt gelangt damit ein erheblicher Teil des Angebots von kleineren beziehungsweise mittleren Marktteilnehmern in die Hände besonders kapitalstarker Investoren.

Diese Entwicklung wirkt grundsätzlich konstruktiv, weil große Anleger offenbar nicht erst steigenden Kursen hinterherlaufen, sondern die aktuelle Schwäche für Käufe nutzen. Ihre Nachfrage absorbiert einen Teil des vorhandenen Verkaufsdrucks. Werden die erworbenen Coins anschließend langfristig verwahrt und nicht unmittelbar wieder an Börsen transferiert, sinkt zugleich das kurzfristig verfügbare Angebot. Eine solche Angebotsverknappung kann stärkere Kursbewegungen begünstigen – allerdings nur, wenn gleichzeitig neue Nachfrage in den Markt zurückkehrt.

Der Begriff „Smart Money“ sollte dennoch vorsichtig verwendet werden. Aus Wallet-Größen lässt sich nicht zweifelsfrei ableiten, wer hinter den jeweiligen Adressen steht. Einzelne Cluster können institutionellen Investoren, Verwahrstellen, Unternehmen oder Börsen zugeordnet sein. Zudem zeigte CryptoQuant noch Ende Mai, dass das längerfristige Wachstum klassischer Whale-Bestände zuvor weitgehend stagnierte. Die aktuelle Bewegung wäre daher vor allem als erste Verbesserung und nicht bereits als bestätigter Akkumulationstrend einzuordnen.

Zusammen mit der bullischen RSI-Divergenz liefert die jüngste Whale-Aktivität dennoch ein positives Gesamtbild: Der Verkaufsdruck scheint abzunehmen, während große Marktteilnehmer wieder Angebot aufnehmen. Für eine nachhaltige Trendwende braucht Bitcoin nun jedoch zusätzlich breitere Spot-Nachfrage und einen bestätigten Ausbruch über die kurzfristigen Widerstände.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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