Der Kryptomarkt zeigt sich in den letzten 24 Stunden leicht schwächer, wobei sich die laufende Konsolidierung weiter fortsetzt. Auch XRP kann sich diesem Trend nicht vollständig entziehen. Zwar hält sich der Kurs aktuell noch stabil oberhalb der Marke von 1,40 US-Dollar, dennoch summieren sich die Verluste auf Wochensicht auf rund 7 %. Die Dynamik nach oben fehlt weiterhin, während Anleger zunehmend auf klare Impulse warten. Dennoch zeichnet sich unter der Oberfläche ein differenzierteres Bild ab. Ein bekannter On-Chain-Analyst sieht trotz der kurzfristigen Schwäche keine klare bärische Struktur – im Gegenteil: Bestimmte Marktdaten deuten auf eine potenziell konstruktive Entwicklung in der Ripple Prognose hin.

Das Wichtigste im Überblick:

  • XRP vor Ausbruch, Trader sieht 870 % Kurspotenzial.
  • Krypto-Wale bauen langsam ihr Exposure bei XRP aus.
  • XRP verlässt weiterhin die Börsen, Exchange-Abflüsse verknappen Angebot.

On-Chain-Daten deuten auf unterschwellige Stärke bei XRP hin

Die Analyse des beigefügten Charts zeigt ein spannendes Zusammenspiel mehrerer Faktoren im XRP-Futures-Markt. Zunächst fällt auf, dass der Preis zwar tendenziell nach unten driftet, jedoch ohne eine signifikante Zunahme von Short-Positionen. Das ist ein entscheidender Punkt: In klassischen Abwärtstrends steigt normalerweise der Druck durch Short-Seller deutlich an – genau das bleibt hier jedoch aus.

Stattdessen lässt sich erkennen, dass die Long-Positionen leicht zunehmen. Dies deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer die aktuellen Kurse eher als Einstiegschance betrachten, anstatt auf weiter fallende Preise zu spekulieren. Unterstützt wird dieses Bild durch das steigende Open Interest (OI), also das gesamte offene Kapital im Futures-Markt. Ein steigendes OI bei gleichzeitig leicht fallendem Preis signalisiert häufig, dass neue Positionen aufgebaut werden – in diesem Fall eher auf der Long-Seite.

Zusätzlich zeigt die Net-Positionierung, dass der Markt nicht von aggressiven Verkäufern dominiert wird. Der Verkaufsdruck wirkt vergleichsweise gering, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Schwäche eher eine gesunde Konsolidierung als der Beginn eines stärkeren Abwärtstrends sein könnte.

Insgesamt entsteht somit ein Bild, bei dem sich XRP trotz kurzfristiger Verluste in einer potenziell akkumulativen Phase befindet – ein Szenario, das häufig einer stärkeren Bewegung vorausgeht.

XRP-Abflüsse von Börsen signalisieren steigende Akkumulation

Ein besonders wichtiger On-Chain-Indikator ist aktuell die sogenannte Exchange Net Position Change bei XRP. Diese Metrik misst, ob mehr Coins auf Börsen ein- oder von ihnen abfließen. Seit Mitte Februar zeigt sich hier ein klarer Trend: Über mehrere Wochen hinweg wurden nahezu kontinuierlich XRP-Bestände von zentralen Handelsplattformen abgezogen.

Das ist ein starkes Signal. Denn in der Regel werden Coins von Börsen abgezogen, wenn Investoren sie langfristig halten wollen – beispielsweise in privaten Wallets. Umgekehrt steigen Einlagen auf Börsen meist dann, wenn Verkaufsabsichten bestehen. Die aktuellen Daten deuten also darauf hin, dass sich viele Marktteilnehmer bewusst gegen kurzfristige Verkäufe entscheiden.

Diese Entwicklung untermauert die insgesamt konstruktive Marktlage. Trotz kurzfristiger Kursschwäche scheint im Hintergrund eine Akkumulationsphase stattzufinden. Wenn weniger Angebot auf Börsen verfügbar ist, kann dies bei steigender Nachfrage zudem den Preisdruck nach oben verstärken.

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Analyst sieht massives Upside – XRP vor möglichem 872%-Move?

Der bekannte Krypto-Analyst Javon Marks interpretiert die aktuelle Kursstruktur von XRP deutlich bullischer als der Markt es kurzfristig vermuten lässt. Seiner Einschätzung nach handelt es sich bei der jüngsten Korrektur nicht um den Beginn eines Abwärtstrends, sondern vielmehr um einen klassischen Retest eines vorherigen Ausbruchs auf Makroebene. Besonders entscheidend ist dabei die ehemalige Widerstandslinie, die nun erfolgreich als Unterstützung fungieren könnte.

Auf den niedrigeren Zeitebenen erkennt Marks bereits erste Stärke – ein typisches Signal dafür, dass Käufer zurück in den Markt kommen. Genau diese Reaktion auf den Retest gilt in der technischen Analyse häufig als Bestätigung für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung. Sollte sich dieses Szenario bestätigen, könnte XRP laut Marks vor einer impulsiven Rally stehen.

Sein Kursziel liegt dabei bei über 15 US-Dollar, was einem potenziellen Anstieg von mehr als 870 % entspricht. Auch wenn ein derartiges Szenario ambitioniert erscheint, basiert es auf einer klassischen „Measured Move“-Projektion nach einem Ausbruch.

Entscheidend wird nun sein, ob XRP die aktuelle Unterstützungszone verteidigen kann – gelingt das, könnte sich die aktuelle Ruhephase als Sprungbrett für eine deutlich größere Bewegung entpuppen – wenn auch wohl nicht bis auf 15 US-Dollar.

 


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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