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Der Kryptomarkt kommt auch im neuen Jahr nicht so richtig in die Gänge. Der Bitcoin-Kurs ist in den ersten Handelstagen zwar bereits auf über 94.000 Dollar gestiegen, der Anstieg wurde aber schnell wieder abverkauft. Viel extremer war die Situation bei XRP. Der Kurs ist innerhalb kürzester Zeit auf ein Hoch von 2,40 Dollar explodiert und hat damit in den ersten Tagen des Jahres um über 20 % zugelegt. Auch dieser Anstieg wurde inzwischen aber wieder größtenteils abverkauft. Wer sich von der Euphorie anstecken lassen hat, sitzt inzwischen bereits wieder auf hohen Verlusten. Die Situation war beim Ripple-Coin schonmal besser.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin startet erste Erholungsversuche, während XRP hinterher hinkt.
- Am Chart ergibt sich für XRP aktuell eine schwierige Situation.
- Gegen Bitcoin zeigt XRP seit einem Jahr relative Schwäche.
- Kursbewegungen der letzten Wochen deuten allerdings darauf hin, dass der Markt um XRP reift.
Schwierige technische Situation
Es gibt viele Möglichkeiten, mit denen Analysten versuchen, ein Gespür für die mögliche Kursentwicklung eines Assets zu bekommen. Nirgends sonst gibt es so viele Daten auszuwerten wie am Kryptomarkt, da On-Chain-Daten Aufschluss über sämtliche Aktivitäten geben. Allerdings verlassen sich viele Trader lieber auf die technische Analyse, also die Situation am Chart. Und die sieht bei XRP aktuell nicht unbedingt vielversprechend aus.
($XRP Chart – Quelle: Tradingview)
Aktuell bewegt sich der Kurs bei 2,06 Dollar, während der EMA50 mit 2,07 Dollar knapp darüber liegt und nicht mehr nachhaltig überschritten werden kann. Zwar hat es im neuen Jahr einen Ausreißer über diese Linie gegeben, dieser wurde aber noch wichtigeren EMA200 abgestoppt und anschließend schnell wieder abverkauft.
Zwar war zu erwarten, dass es nicht beim ersten Anlauf gelingen wird, den EMA200 nachhaltig zu überschreiten, dass der Anstieg allerdings so schnell wieder unter die 50-Tages-Linie abverkauft wurde, war dann aber doch eher überraschend. Vor allem, weil das in einer Zeit kommt, in der Bitcoin neue Erholungsversuche in Richtung 92.000 Dollar startet.
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Relative Schwäche
Der große Vorteil, den Altcoins oft mitbringen, ist die Tatsache, dass sie in einer starken Marktphase besser als Bitcoin performen. Zumindest in den meisten Fällen. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass sie in einer schwachen Phase stärker einbrechen. Die Prognosen für XRP waren eigentlich schon seit Jahren extrem bullish und viele Influencer sprechen von Kurszielen von hunderten bis tausenden Dollar, die eher Aufmerksamkeit generieren sollen, als dass sie fundamental tragbar wären.
Trotz der optimistischen Prognosen zeigt sich beim Blick auf mehrere Zeiteinheiten, dass der Ripple-Coin Bitcoin gegenüber relative Schwäche zeigt. Während Bitcoin im letzten Jahr um 2,6 % gefallen ist, hat XRP um 17,8 % nachgegeben. Auch auf Tages-, Wochen- und Monatssicht schneidet XRP schlechter ab.
Damit geht der einzige Vorteil, den Altcoins gegenüber Bitcoin haben, bei XRP aktuell verloren. Das Abwärtsrisiko ist höher, während sich mehr Aufwärtspotenzial bisher nicht bewahrheitet hat. Zumindest auf Sicht des letzten Jahres nicht. Damit wird deutlich, dass bald etwas passieren muss, um Anleger auch in Zukunft davon zu überzeugen, Ripple zu kaufen.
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Institutionelles Interesse als Gamechanger
Die letzten Wochen zeigen eine interessante Entwicklung bei XRP auf. Oft zeigt sich, dass der XRP-Kurs stagniert, wenn sich Bitcoin und der breite Markt am Wochenende erholen. Dabei war XRP zeitweise der einzige Top 10 Coin, der gefallen ist, wenn sich die Kurse am Sonntag erholt haben. Dafür kommt es beim Öffnen der amerikanischen Börsen am Nachmittag bei XRP oft zu Kurssteigerungen, während Bitcoin und Co. in dieser Zeit abverkauft werden.
(XRP Entwicklung in den Nachmittagsstunden – Quelle: Tradingview)
Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass Privatanleger sich noch stärker aus dem Markt zurückziehen, die bisher oft diejenigen waren, die den XRP-Kurs aufgrund utopischer Kursphantasien angetrieben haben. Diese Hoffnung scheint langsam zu schwinden und dafür scheinen institutionelle Investoren zu übernehmen, die an realistische Prognosen von 5 – 10 Dollar glauben.
Das deckt sich auch damit, dass es bei den Spot XRP ETFs seit der Markteinführung erst einen einzigen Tag gegeben hat, an dem Kapital abgezogen wurde. Geld, das in Krypto-ETFs fließt, ist in der Regel langfristiger orientiert als Kapital, das mit gehebelten Positionen auf den nächsten kurzfristigen Pump hofft. Das könnte darauf hindeuten, dass der Markt rund um XRP reift, was ein langsames, aber beständiges Wachstum in Richtung 5 Dollar zulassen würde.
Eine Kursprognose von 5 bis 10 Dollar klingt zwar nicht so spektakulär als das Versprechen vom nächsten x100 Coin, ist dafür aber realistischer und würde immer noch bedeuten, dass Anleger ihr Kapital vervielfachen könnten.
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