In einem Rückschlag für den CLARITY ACT sind die vom Weißen Haus vermittelten Verhandlungen zwischen großen US-Banken und Krypto-Unternehmen erneut ins Stocken geraten. Diesmal geht es um umstrittene Renditeregeln für Stablecoins.

Das Wichtigste im Überblick:

  • In einem exklusiven Gespräch mit 99Bitcoins.com sagte David Duong, Head of Global Research bei Coinbase Institutional, dass er optimistisch ist, dass der CLARITY Act im Jahr 2026 verabschiedet wird!
  • Unterdessen sehen traditionelle Banken in renditebringenden Stablecoins weiterhin eine existenzielle Bedrohung für ihre Einlagenbasis.

Die US-Kryptoregulierung tritt weiterhin auf der Stelle, aber die institutionelle Adaption wartet nicht auf eine Erlaubnis. Während hochkarätige Gespräche im Weißen Haus über Stablecoin-Gesetze diese Woche in einer Sackgasse endeten, dringt BlackRock tiefer in die Branche vor, indem es seinen tokenisierten BUIDL-Fonds direkt auf Uniswap bringt.

Bitcoin fiel unter 67.000 USD, als die Nachricht bekannt wurde, was die Verunsicherung des Marktes über den mangelnden legislativen Fortschritt in Washington widerspiegelt.

Market Cap

Es lässt sich jedoch festhalten, dass die Giganten der Wall Street bereit sind, auf dezentralen Strukturen aufzubauen, unabhängig davon, wie langsam der politische Prozess voranschreitet.

Für Investoren ergibt sich daraus ein widersprüchliches Bild. Legislative Verzögerungen im Senat verhindern klare Regeln, doch die Technologie wird zeitgleich von den größten Finanzakteuren der Welt adaptiert.

Am 11. Februar 2026 ging BlackRock eine Partnerschaft mit der dezentralen Börse Uniswap ein, um den direkten Handel seines 2,4 Milliarden USD schweren BUIDL-Fonds zu ermöglichen. Durch die Nutzung von Uniswap erlaubt BlackRock seinen autorisierten Investoren, tokenisierte US-Schatzanweisungen sofort und rund um die Uhr zu handeln. Dies ist ein massives Gütesiegel für die DeFi-Technologie. Man kann sagen: Die traditionelle Finanzwelt sieht die Blockchain als einen effizienteren Weg, um Billionen von Dollar zu bewegen.

Dies folgt einem Trend traditioneller Riesen, die in den Sektor eintreten. Wir haben bereits gesehen, wie Fidelity Stablecoin-Strukturen untersucht, was beweist, dass der institutionelle Appetit trotz des Fehlens eines endgültigen Regelwerks der Regierung wächst.

Was ist der Streit um die „Stablecoin-Rendite“?

Beginnen wir mit der Frage, was der CLARITY Act eigentlich ist. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, regulatorische Klarheit für digitale Vermögenswerte zu schaffen, wobei die Frist am 1. März 2026 abläuft.

In einem exklusiven Gespräch mit 99Bitcoins.com erklärte David Duong, Head of Global Research bei Coinbase Institutional, dass er optimistisch ist, dass das Gesetz im Jahr 2026 verabschiedet wird! „Ich denke, dass wir bereits eine Stablecoin-Aufsicht haben. Auch die Klarheit über die Marktstruktur wird entstehen“, betonte Duong.

Um zu verstehen, warum die Politiker zögern, muss man dem Geld folgen. Stablecoins sind Kryptowährungen, die an den Dollar gekoppelt sind. Man kann sie sich wie digitales Bargeld vorstellen. Die Kontroverse im Weißen Haus dreht sich um den „Yield“ (Rendite), was im Finanzjargon einfach die Zinsen sind, die man auf sein Geld verdient.

Derzeit wollen einige Stablecoin-Emittenten die Zinserträge an die Nutzer weitergeben – was potenziell Renditen von 3-4 % allein für das Halten des Tokens ermöglicht. Banken, die auf Girokonten oft Zinsen nahe Null anbieten, sehen darin eine massive Bedrohung. Warum sollte man sein Geld bei einer traditionellen Bank lassen, wenn man einen digitalen Dollar halten kann, der attraktive Zinsen zahlt?

Ein Treffen hinter verschlossenen Türen zwischen Bankmanagern und Krypto-Führungskräften in dieser Woche sollte dies klären, endete jedoch ohne Einigung. CryptoSlate wies darauf hin, dass der Knackpunkt darin liegt, ob diese Belohnungen Stablecoins wie Anlageverträge (Wertpapiere) erscheinen lassen, was eine strikte Aufsicht zur Folge hätte.

Bis man sich einig ist, ob diese Auszahlungen „Rabatte“ oder „Dividenden“ sind, bleibt die für eine breite Adaption erforderliche regulatorische Klarheit im US-Kongress blockiert.

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BlackRock-Schritt: Ein langfristig bullisches Signal?

Der Stillstand in Washington hat reale Folgen für die Anleger. Wenn die USA beschließen, gegen Stablecoin-Renditen vorzugehen, um Banken zu schützen, könnten amerikanische Nutzer von den passiven Einkommensmöglichkeiten ausgeschlossen werden, die dem Rest der Welt offenstehen. Rechtsexperten stellen fest, dass Gesetzgebungen wie der CLARITY Act ohne einen Kompromiss nicht vorankommen können.

BlackRocks Vorstoß ist dennoch ein langfristig bullisches Signal. Er deutet darauf hin, dass die Infrastruktur von Krypto – Smart Contracts und dezentrale Börsen – robust genug für die seriösesten Investoren der Welt ist. Auch wenn die Regulierung langsam voranschreitet, ist die Marktnachfrage unbestreitbar. Dies zeigt sich im anhaltenden Wachstum der Stablecoin-Nutzung weltweit.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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