Das Privacy-Narrativ gehörte Ende 2025 zu den stärksten Trends im Kryptomarkt und trieb insbesondere Privacy-Coins wie Zcash zeitweise deutlich nach oben. Anleger spekulierten verstärkt darauf, dass der Wunsch nach finanzieller Privatsphäre im digitalen Raum weiter zunimmt. Inzwischen hat sich die Euphorie allerdings deutlich abgekühlt.

Allein im bisherigen Verlauf von 2026 verlor Zcash rund 60 % seines Werts und korrigierte damit einen Großteil der vorherigen Rallye. Dennoch zeigen sich erste Stabilisierungstendenzen: Auf Wochensicht konnte Zcash zuletzt rund 12 % zulegen und wird aktuell bei etwa 220 US-Dollar gehandelt.

Gleichzeitig erreicht eine zentrale Fundamentaldaten-Metrik ein neues Allzeithoch – ein Signal, das langfristige Anleger aufmerksam verfolgen. Denn hier könnte ZEC eine spannende Chance sein. Doch was zeigen die Krypto Prognosen für 2026?

Shielded Supply erreicht neues Allzeithoch – warum diese Metrik für Zcash entscheidend ist

Eine der wichtigsten Kennzahlen für das Zcash-Ökosystem ist der sogenannte Shielded Supply. Diese Metrik beschreibt den Anteil aller existierenden ZEC-Coins, die sich in vollständig abgeschirmten, also privaten Transaktionen befinden. Anders als bei klassischen Blockchain-Transfers werden bei sogenannten shielded transactions zentrale Informationen wie Sender, Empfänger und Transaktionsbetrag kryptografisch verborgen. Möglich wird dies durch Zero-Knowledge-Proofs, die Transaktionen validieren, ohne die zugrunde liegenden Daten offenzulegen.

Aktuell liegt der Anteil des Shielded Supply bei rund 31 % des gesamten ZEC-Angebots – ein neuer historischer Höchststand. Das bedeutet, dass nahezu ein Drittel aller Zcash-Coins aktiv in den privaten Pool verschoben wurde. Für ein Privacy-Projekt ist diese Entwicklung besonders relevant, da sie zeigt, dass Nutzer die Kernfunktion des Netzwerks tatsächlich verwenden.

ZEC

Ein steigender Shielded Supply deutet auf mehrere strukturell positive Trends hin. Erstens signalisiert er eine zunehmende Nutzung der Privacy-Funktion, die Zcash von vielen anderen Kryptowährungen unterscheidet. Zweitens deutet er darauf hin, dass langfristig orientierte Nutzer ihre Coins bewusst in den privaten Pool transferieren – ein Prozess, der häufig mit einer geringeren kurzfristigen Verkaufsbereitschaft verbunden ist.

Gerade im Kontext der jüngsten Kurskorrektur erhält diese Entwicklung zusätzliche Bedeutung. Während der Marktpreis in den vergangenen Monaten stark unter Druck stand, zeigt die On-Chain-Aktivität eine gegenteilige Dynamik: Immer mehr Coins werden in den privaten Bereich des Netzwerks verschoben. Dieses Verhalten wird von vielen Marktbeobachtern als Hinweis interpretiert, dass der langfristige Investment-Case rund um digitale Privatsphäre weiterhin intakt sein könnte.

Neue Entwicklungen stärken das Zcash-Ökosystem

Auch abseits der On-Chain-Daten gibt es derzeit mehrere Entwicklungen, die das Fundament von Zcash weiter stärken könnten. So konnte das Zodl-Core-Team zuletzt rund 25 Millionen US-Dollar Kapital von bekannten Krypto-Investoren wie a16z und Paradigm einsammeln. Dieses Kapital soll vor allem in die Weiterentwicklung der Privacy-Infrastruktur und neue Anwendungen rund um Zcash fließen. Parallel dazu arbeitet das Netzwerk mit Tachyon an technologischen Verbesserungen, die sowohl die Skalierbarkeit als auch langfristige Sicherheitsaspekte – etwa im Hinblick auf zukünftige Quantencomputer – adressieren sollen.

Auch auf der Infrastrukturseite bewegt sich einiges: Neue professionelle Miner aus dem Umfeld von Foundry sollen zum Netzwerk stoßen und die Hashrate stärken. Zusätzlich ist ein Payments SDK in Entwicklung, das Entwicklern die Integration von Zcash-Zahlungen deutlich erleichtern könnte.

Auch aus der institutionellen Kryptoindustrie kommen zuletzt Signale, die für das Zcash-Narrativ relevant sein könnten. So betonte Barry Silbert, Gründer der Digital Currency Group, dass finanzielle Privatsphäre in Zukunft an Bedeutung gewinnen dürfte – insbesondere dann, wenn digitale Assets immer stärker mit dem traditionellen Finanzsystem verschmelzen. In einem Umfeld, in dem immer mehr Transaktionen auf öffentlichen Blockchains stattfinden, könnte der Wunsch nach vertraulichen Transfers weiter zunehmen.

Parallel dazu kündigte die Mining-Infrastrukturfirma Foundry an, einen eigenen Zcash-Mining-Pool zu starten. Ziel ist es, institutionelle Mining-Infrastruktur in das Netzwerk zu bringen und damit die Sicherheit sowie die Professionalität des Ökosystems zu stärken. Ein solcher Schritt könnte langfristig dazu beitragen, die Stabilität des Netzwerks zu erhöhen und neue institutionelle Akteure anzuziehen.

Krypto Prognosen für 2026 – hier mehr erfahren

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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