Der Februar startet schwach in den Finanzmärkten, auch der Wochenbeginn verläuft unter deutlichem Verkaufsdruck. Hohe Volatilität prägt aktuell das Marktgeschehen, während Risikoassets weltweit unter Druck geraten. Bitcoin verzeichnet einen spürbaren Abverkauf und rückt damit erneut in den Fokus der Anleger. Doch ist es schon an der Zeit, sein Engagement im Krypto Portfolio auszubauen oder drohen weitere Rücksetzer?

In einem angespannten Umfeld richtet sich der Blick natürlich nach vorne. Denn in den kommenden Tagen stehen mehrere relevante Ereignisse an, die für neue Impulse sorgen könnten. Welche Termine und Entwicklungen diese Woche entscheidend werden, zeigt die folgende Krypto News Vorschau:

Das Wichtigste im Überblick:

  • Februar startet schwach, hohe Volatilität belastet Finanzmärkte und verstärkt globale Risikoaversion.
  • Breiter Verkaufsdruck trifft Rohstoffe, Kryptowährungen und Aktien gleichzeitig zum Wochenauftakt.
  • Bitcoin fällt stark und erreicht den niedrigsten Stand seit April 2025.
  • Wochenchart zeigt Bitcoin deutlich überverkauft nahe einer wichtigen langfristigen Unterstützung.
  • Trump Media plant nicht handelbaren Airdrop für DJT-Aktionäre am 2. Februar.
  • Chiliz präsentiert am 3. Februar seine langfristige Vision 2030 Strategie.
  • Stable aktiviert am 4. Februar Mainnet-Upgrade mit USDT0.
  • Chainlink startet am 6. Februar globalen Converge Hackathon für Entwickler.
  • Makrodaten und Tech-Earnings prägen Woche mit JOLTS, Jobsbericht, Alphabet & Amazon.

Breiter Verkaufsdruck prägt Wochenstart: Hält Bitcoins Support? 

Zum Wochenauftakt ist an den globalen Finanzmärkten ein deutlich beschleunigter Verkaufsdruck zu beobachten. Nach Daten von The Kobeissi Letter geraten dabei mehrere Anlageklassen gleichzeitig unter Druck. Besonders stark fallen die Bewegungen im Rohstoff- und Kryptosektor aus. Natural Gas verzeichnet zeitweise ein Minus von über 15 Prozent, Ethereum verliert mehr als 10 Prozent, während Silber und Gold ebenfalls spürbar nachgeben. Bitcoin rutscht auf den niedrigsten Stand seit April 2025. Insoweit ziehen Anleger Kapital aus Sachwerten ab, der Dollar sprang zuletzt wieder etwas an.

Auch die traditionellen Aktienmärkte bleiben nicht unbeeinflusst. Die großen US-Indizes wie Nasdaq 100, S&P 500 und Dow Jones starten schwächer in die Handelswoche, wenn auch mit moderateren Verlusten als bei Rohstoffen und Kryptowährungen. Die gleichzeitigen Abgaben über mehrere Märkte hinweg deuten auf eine ausgeprägte Risk-off-Phase hin.

Für die kommenden Tage dürfte dieses Umfeld entscheidend bleiben. Sollte die defensive Marktstimmung anhalten, könnten auch Bitcoin und der breitere Kryptomarkt weiterhin von der allgemeinen Risikoaversion beeinflusst werden.

Bitcoin steht zum Wochenstart klar im Fokus. Aktuell testet der Kurs einen wichtigen langfristigen Support, der sich im Wochenchart mehrfach als tragfähig erwiesen hat. Diese Zone gilt technisch als entscheidend für die mittelfristige Struktur. Gleichzeitig zeigt der Wochenchart einen deutlich überverkauften Zustand, was historisch häufig mit einer Stabilisierung oder ersten Erholungsbewegungen einherging.

Bitcoin

In den kommenden Handelstagen wird daher maßgeblich sein, ob diese Unterstützung verteidigt werden kann. Hält das Niveau, erscheint zumindest eine erste technische Gegenbewegung wahrscheinlich. Ein nachhaltiger Bruch würde hingegen das übergeordnete Chartbild weiter eintrüben.

Trump-Airdrop soll Bindung der Aktionäre stärken

Für den 2. Februar ist ein besonderer Schritt rund um Donald Trump angekündigt: In Zusammenarbeit mit Crypto.com soll ein nicht handelbarer Airdrop an Halter der DJT-Aktie erfolgen. Maßgeblich ist dabei das sogenannte Record Date. Wer zu diesem Zeitpunkt als Aktionär registriert ist, wird für den Erhalt der Token berücksichtigt.

Die Token sollen auf der Cronos-Blockchain ausgegeben werden, bleiben jedoch bewusst nicht übertragbar und nicht handelbar. Damit handelt es sich ausdrücklich nicht um ein klassisches Krypto-Investment, sondern um einen Utility-basierten Reward. Ziel ist es, Aktionäre langfristig stärker an das Ökosystem von Trump Media & Technology Groupzu binden.

Dieses Modell ist ausdrücklich nicht als Aktie oder Finanzinvestment konzipiert und soll regulatorische Risiken minimieren, indem es keine Eigentumsrechte oder finanzielle Renditen bietet, sondern vielmehr eine belohnungsbasierte Nutzer-Bindung schafft.

CHZ veröffentlicht „Vision 2030“ am 3. Februar

Am 3. Februar wird Chiliz seine „Vision 2030“ vorstellen. Dies ist eine langfristige Strategie für das gesamte Chiliz-Ökosystem, einschließlich Socios.com und der Fan-Token-Infrastruktur. Der Plan wird von CEO Alexandre Dreyfus präsentiert und zielt darauf ab, die Entwicklung des Projekts über das Jahr 2026 hinaus bis 2030 zu skizzieren.

Die „Vision 2030“ soll mehrere Kernbereiche adressieren, darunter den Ausbau einer Sport-Finanz-Infrastruktur (SportFi), die Integration von Real-World-Assets (RWA) im Sportsektor und weitere Schritte zur Stärkung der globalen Präsenz von Chiliz und seinen Fan-Token-Modellen.

Die Präsentation wird live auf X übertragen und richtet sich an Community-Mitglieder, Entwickler und Partner. Laut offiziellen Hinweisen stellt der Plan einen mehrjährigen Leitfaden dar, der über Ereignisse wie die FIFA World Cup-Zyklen hinausgehen soll.

Im Rahmen der 2030-Strategie stehen auch mögliche Erweiterungen wie Partnerschaften, technologische Weiterentwicklungen und strukturelle Elemente der Chiliz Chain im Fokus.

STABLE-Mainnet-Upgrade auf v1.2.0 am 4. Februar

Für den 4. Februar ist ein Protokoll-Upgrade des Mainnets von STABLE geplant. Die Tether-unterstützte Layer-1-Blockchain „Stable“ hat bestätigt, dass Version 1.2.0 aktiviert wird. Dabei steht die Migration des nativen Gas-Tokens im Vordergrund: Aktuell nutzt die Chain gUSDT als Gaswährung, nach dem Upgrade wird USDT0 direkt als native Gebühren-Währung eingeführt, wodurch der bisher notwendige Wrap/Unwrap-Prozess entfällt.

Zusätzlich soll die Aktualisierung Verbesserungen für Entwickler und Indexer bringen. Dazu gehören eine bessere Sichtbarkeit des Staking-Lebenszyklus, kompatiblere Entwickler-Werkzeuge und strukturelle Anpassungen zur Vereinfachung von Transaktionen und Integration.

Das Upgrade wird als v1.2.0 bezeichnet und ist Teil der fortlaufenden technischen Entwicklung der Stable-Chain, die seit dem Start der Mainnet-Phase neue Funktionalitäten und Optimierungen einführt.

Am 6. Februar beginnt der Convergence Hackathon. Dies ist ein globaler Entwicklerwettbewerb, der von Chainlink Labs veranstaltet wird. Der Hackathon ist virtuell angelegt und läuft bis zum 1. März. Er richtet sich an Entwickler und Teams weltweit, die Blockchain-Anwendungen bauen, die Daten, Systeme und Netzwerke auf mehreren Chains verbinden.

Teilnehmer müssen ihre Projekte erst ab dem offiziellen Startdatum (6. Februar) entwickeln, um für die Preisvergabe zugelassen zu sein, und sie müssen das Chainlink Runtime Environment (CRE) in ihren Prototypen integrieren. Vor dem Event entwickelte Anwendungen sind nur dann zulässig, wenn während des Hackathons signifikante zusätzliche Entwicklung stattfindet.

Der Wettbewerb bietet mehrere Preis-Tracks mit einem Gesamtpreisgeld von bis zu 100.000 USD. Zu den Kategorien gehören unter anderem DeFi & Tokenization, AI & Prediction Markets, Risk & Compliance sowie Top-10-Projekte. In den ersten Tagen nach dem Start am 6. Februar sind auch Workshops und Einführungssessions geplant, gefolgt von Mentoring und technischen Sprechstunden im weiteren Verlauf des Hackathons.

Voller Fokus auf Makro-Daten und US-Earnings

In der kommenden Woche stehen zudem mehrere makroökonomische Schlüsseltermine und Quartalszahlen auf der Agenda. Am Dienstag kommen die JOLTS Job Openings für Dezember. Die Daten zeigen die Anzahl offener Stellen in den USA und liefern Hinweise auf die Nachfrage am Arbeitsmarkt, insbesondere im Kontext der geldpolitischen Ausrichtung.

Am Mittwoch legt Alphabet seine Quartalszahlen vor. Der Bericht wird Einblicke in die Entwicklung der Werbeerlöse, des Cloud-Geschäfts und der Kostenstruktur im abgelaufenen Quartal geben. Natürlich dürfte insbesondere der Fokus der Analysten auf den Themen Cloud und AI liegen.

Der Donnerstag bringt gleich zwei relevante Termine: Zum einen erscheinen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die als kurzfristiger Indikator für Veränderungen am Arbeitsmarkt gelten. Zum anderen veröffentlicht Amazon seine Quartalszahlen, mit Fokus auf AWS-Wachstum, CapEx und AI.

Am Freitag folgt der Höhepunkt der Woche mit dem US-Arbeitsmarktbericht für Januar. Enthalten sind unter anderem die Nonfarm Payrolls, die Arbeitslosenquote sowie die Lohnentwicklung. Diese Daten werden einen umfassenden Überblick über den Zustand des US-Arbeitsmarkts liefern und gelten als zentraler makroökonomischer Referenzpunkt.

Insoweit könnten die Daten die geldpolitischen Erwartungen verändern, damit eben auch die Bitcoin Prognose. Das nächste FOMC-Meeting ist erst in 1,5 Monaten. Aktuell preist der Markt mit einer Wahrscheinlichkeit von nur 15 Prozent eine Zinssenkung ein, wahrscheinlicher scheint die nächste Zinspause. Die Arbeitsmarktdaten könnten dies verändern.

Zinse

MSTR-Earnings-Call mit Saylor: Steht Strategy unter Druck?

Für Donnerstag, den 5. Februar, ist der Earnings Call von Strategy geplant, bei dem die Finanzergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentiert werden. Das Unternehmen, das offiziell als Strategy firmiert, will die Ergebnisse nach Börsenschluss veröffentlichen und im Anschluss einen Live-Video-Webinar-Call abhalten.

Der Call wird über Zoom übertragen und parallel auf Plattformen wie X und YouTube verfügbar sein, wobei Interessenten sich vorab registrieren können. Die Präsentation umfasst die Quartalszahlen für Q4 2025 inklusive Umsatz, Erträge und bilanzieller Kennzahlen. Anschließend findet eine Fragerunde für Teilnehmer statt.

Strategy steht aktuell unter erhöhtem Druck, da das Unternehmen laut aktuellen Daten buchhalterisch im Minus auf seine Bitcoin-Bestände gerutscht ist. Damit gewinnen die Quartalszahlen zusätzliche Bedeutung, da sie Einblick in Liquidität, Finanzierungskosten und die weitere Kapitalstruktur geben werden.

Doch ist die Strategy Aktie jetzt schon günstig? Benjamin Cowen verweist darauf, dass MSTR im letzten Zyklus erst nach 98 Wochen sein Tief markierte. Übertragen auf den aktuellen Zyklus würde dies auf Oktober 2026 hindeuten.

$FT-ICO auf CoinList startet heute

Am 2. Februar startet der Token-Sale des Flying Tulip ($FT) Projekts auf CoinList und läuft planmäßig bis zum 6. Februar. Dabei werden im Rahmen der öffentlichen Sale-Phase FT-Token zum Preis von 0,10 US-Dollar angeboten. Insgesamt sind 20 Prozent des gesamten Token-Vorrats – also 2 Milliarden FT – für diese Runde vorgesehen.

Die Token werden 100 Prozent beim Token Generation Event (TGE) freigeschaltet, und Teilnehmer erhalten ein NFT-Wrapper-Strukturmodell („Perpetual PUT“), das eine Einlösemöglichkeit des ursprünglich investierten Kapitals bietet. Diese Struktur ermöglicht es Beitragszahlern, ihre Token zu halten, zurückzugeben und ihr eingesetztes Kapital zurückzuerhalten oder sie nach Entnahme frei handelbar zu machen. Dadurch bleibt die Option auf volle oder teilweise Rückerstattung während der Sale-Phase bestehen.

Für die Teilnahme ist ein Minimum-Beitrag festgelegt, und die Beiträge werden über externe Wallets abgewickelt. Der Sale ist Teil der Finanzierung des DeFi-Protokolls Flying Tulip, das Spot-Trading, Lending, Perpetual-Futures, Versicherungen und eine native Stablecoin (ftUSD) in einem System vereinen will.

Optimism nutzt Superchain-Einnahmen für OP-Rückkäufe

Ab Februar beginnt ein 12-monatiges Programm der Optimism Foundation, bei dem 50 Prozent der Einnahmen aus der Superchain zum Rückkauf von OP-Token verwendet werden sollen. Der Vorschlag wurde von der Optimism-Governance angenommen, nachdem die Community-Abstimmung am 28. Januar eine Mehrheit von ca. 84 Prozent Zustimmung erzielte.

Die Superchain ist ein Netzwerk mehrerer Layer-2-Chains auf Basis des OP-Stacks, darunter Base, Unichain, Ink, World Chain und OP Mainnet. Diese Chains generieren Einnahmen über Sequencer-Gebühren, die an Optimism abgeführt werden. Unter dem neuen Programm wird die Hälfte dieser Netto-Erlöse monatlich dafür verwendet, OP-Token zurückzukaufen.

Die Buybacks sollen zunächst über außerbörsliche (OTC) Transaktionen erfolgen, wobei die erworbenen OP-Token in die Collective Treasury fließen. Über ihre endgültige Verwendung – etwa Verbrennung, Staking-Belohnungen oder Ökosystem-Förderung – entscheidet später die Governance.

Rainbow startet Token Generation Event

Am 5. Februar 2026 ist für Rainbow (RNBW) das Token Generation Event (TGE) angesetzt. Mit dem TGE wird der RNBW-Token erstmals offiziell ausgegeben und in Umlauf gebracht. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die initiale Verteilung der Token des beliebten Krypto Wallets gemäß der zuvor definierten Tokenomics, die unter anderem Zuteilungen für frühe Unterstützer, das Team, strategische Partner sowie Community-Programme vorsehen.

Für das Rainbow Wallet startet am 2. Februar die CCA für den RNBW-Token. Ab Montag öffnen die Pre-Bids, die bis Dienstag, abgegeben werden können. Direkt im Anschluss beginnt die eigentliche CCA, die bis Donnerstag läuft. Der Startpreis liegt bei 0,10 US-Dollar, was einer Fully Diluted Valuation von rund 100 Mio. US-Dollar entspricht. Insgesamt werden 5 Mio. RNBW, also 0,5 Prozent des Gesamtangebots, versteigert. Die Abwicklung erfolgt in USDC auf dem Base-Netzwerk, basierend auf dem von Uniswap entwickelten CCA-Modell.


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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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