SUI gehörte lange zu den großen Hoffnungsträgern unter den Layer-1-Coins, doch zuletzt dominierte klar die Schwäche. Der Token fiel zeitweise aus den Top 25 der Kryptowährungen heraus, verlor auf Jahressicht massiv an Wert und notiert weiterhin mehr als 85 Prozent unter seinem Allzeithoch von 5,35 US-Dollar.

Damit bleibt das Chartbild übergeordnet eindeutig bärisch, während SUI für viele Anleger zuletzt ein schwaches Investment war. Dennoch könnte genau diese Übertreibung nach unten nun Chancen eröffnen. Denn erste Analysten sehen bei SUI eine mögliche Trendwende, sofern wichtige Kursmarken zurückerobert werden und fundamentale Katalysatoren greifen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • SUI bleibt schwach, doch erste Signale deuten mögliche Trendwende an.
  • Analysten sehen Divergenzen, überverkaufte Märkte und Chancen Richtung 1,50 Dollar.
  • Hashi könnte ruhendes Bitcoin-Kapital institutionell als Collateral nutzbar machen.
  • Paga-Partnerschaft, RWAs und Skalierungsexperimente stärken die fundamentale SUI-Fantasie.

Experte bullisch für SUI: Kommt jetzt die große Trendwende?

Der bekannte Krypto-Analyst Michaël van de Poppe zeigt sich trotz der massiven Verluste bei SUI zunehmend optimistisch. Seine Kernthese: Der aktuelle Marktpreis spiegele den inneren Wert des Netzwerks nicht mehr angemessen wider. Gerade nach einem ausgeprägten Bärenmarkt könnten Anleger laut ihm gut beraten sein, sich frühzeitig in Projekten zu positionieren, die fundamental weiterbauen, während der Markt sie bereits abgeschrieben hat.

Ein wichtiger Punkt ist für ihn die technologische Weiterentwicklung von Sui. Besonders vertrauliche und kostenlose Transfers könnten nach seiner Einschätzung unterschätzt werden. Van de Poppe sieht darin einen möglichen Baustein für autonome KI-Agenten, die Kapital auf der Blockchain bewegen, ohne hohe Reibungskosten oder volle Transparenz jedes Transfers. Auch institutionelle Akteure könnten an solchen Funktionen interessiert sein, sofern Datenschutz, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit zusammenkommen.

Zudem verweist der Analyst auf das starke Team hinter Sui. Viele Entwickler stammen aus dem früheren Libra-/Diem-Umfeld von Meta. Diese technische Herkunft wird von SUI-Bullen oft als Vorteil gewertet, weil hier erfahrene Entwickler an einer skalierbaren Layer-1-Infrastruktur arbeiten. Hinzu kommt die jüngste Partnerschaft mit Paga, durch die tokenisierte Real-World-Assets in afrikanische Zahlungsnetzwerke gebracht werden sollen. Laut aktuellen Berichten sollen Nutzer dadurch Zugang zu tokenisierten Anlageprodukten erhalten, teils bereits ab 100 US-Dollar.

Charttechnisch argumentiert van de Poppe ebenfalls bullisch. Obwohl SUI neue Tiefs markierte, hätten Indikatoren wie RSI und MACD diese Schwäche nicht bestätigt. Solche bullischen Divergenzen können auf eine überdehnte Abwärtsbewegung hindeuten. Entscheidend sei nun die Rückeroberung der Zone um 0,83 US-Dollar. Gelingt dies nachhaltig, sieht der Analyst Spielraum in Richtung 1,50 US-Dollar und mehr. Dennoch bleibt SUI ein spekulativer Altcoin: Die Trendwende ist möglich, aber erst bestätigt, wenn Käufer die wichtigen Unterstützungs- und Widerstandszonen klar zurückerobern.

Fundamentale News treiben die SUI-Fantasie an

Neben der charttechnischen Erholung gibt es bei SUI auch fundamental neue Impulse, die Anleger wieder stärker auf das Projekt aufmerksam machen. Besonders spannend ist dabei Hashi. Dieses native Sui-Primitive soll ruhendes Bitcoin-Kapital produktiv nutzbar machen, ohne dass BTC die Bitcoin-Blockchain verlassen muss.

Die Idee: Bitcoin bleibt nativ gesichert, während Smart-Contract-Logik auf Sui verifizierbar wird. Damit adressiert Sui einen der größten ungenutzten Liquiditätspools im Kryptomarkt. In der Branche wird immer wieder darauf verwiesen, dass ein enormer Teil des Bitcoin-Vermögens passiv gehalten wird. Wenn davon nur ein kleiner Teil als institutionelles Collateral in DeFi, Kreditmärkten oder strukturierten Finanzprodukten nutzbar wird, könnte dies für Sui ein starkes Narrativ schaffen.

Der globale Hashi-Testnet-Start ist für Juli geplant, zuletzt kamen mit Cumberland, SwissBorg und Fluid weitere prominente Partner hinzu; insgesamt nennt Sui mehr als 20 Partner im Hashi-Ökosystem.

Zugleich stärkt die Partnerschaft mit Paga die Real-World-Asset-Fantasie. Paga gehört zu den relevanten Zahlungsinfrastrukturen in Afrika und soll gemeinsam mit Sui und TBook tokenisierte Anlageprodukte für afrikanische Verbraucher und Unternehmen zugänglich machen. Besonders wichtig: Hier geht es nicht nur um ein abstraktes Krypto-Narrativ, sondern um Distribution. Tokenisierte Vermögenswerte brauchen reale Nutzer, einfache Zahlungswege und regulatorisch tragfähige Zugänge.

Genau hier könnte Paga helfen, da das Unternehmen bereits auf lokale Zahlungsinfrastruktur und Nutzerbeziehungen in afrikanischen Märkten setzt. Laut Paga sollen dadurch globale Emittenten Zugang zu afrikanischen Märkten erhalten, während Nutzer vor Ort Zugang zu bislang schwer erreichbaren Anlageprodukten bekommen.

Genau diese Kombination könnte erklären, warum SUI trotz massiver Kursschwäche wieder Fantasie entwickelt. Entscheidend bleibt jedoch, ob aus Partnerschaften und Pilotprojekten echte Nutzung entsteht.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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