In diesem Beitrag
- Bitcoin (BTC): Digitales Gold als Wertspeicher
- Zcash (ZEC): Privatsphäre als knappes Gut
- Monero (XMR): Der führende Privacy-Coin
- Ethereum (ETH): Das Fundament des Web3
- Solana (SOL): Hochleistungs-Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen
- Sui (SUI): Neue Infrastruktur für skalierbare Anwendungen
- Near Protocol (NEAR): Wert durch Netzwerkaktivität
- Hyperliquid (HYPE): Wachstum durch Handelsaktivität
- Chainlink (LINK): Das Bindeglied zwischen Blockchain und Realität
- Aave (AAVE): DeFi mit realen Einnahmen
- Uniswap (UNI): Die größte dezentrale Börse
- Sky (SKY): Governance und Cashflows im Fokus
Der Kryptomarkt wird oft als eine einzige Anlageklasse betrachtet. Tatsächlich umfasst er jedoch sehr unterschiedliche Vermögenswerte mit eigenen Werttreibern. Während Bitcoin häufig mit digitalem Gold verglichen wird, gibt es mittlerweile zahlreiche Projekte, die eher Infrastruktur bereitstellen, wirtschaftliche Aktivität ermöglichen oder sogar laufende Cashflows generieren. Entsprechend konkurrieren Kryptowährungen nicht nur untereinander, sondern auch mit traditionellen Anlageklassen wie Rohstoffen, Immobilien, Anleihen oder Aktien um Kapital.
Eine der führenden Investmentgesellschaften im Kryptosektor ist Grayscale. Das Unternehmen verwaltet milliardenschwere Krypto-Produkte für institutionelle Anleger und analysiert regelmäßig die fundamentalen Werttreiber digitaler Assets.
In einer aktuellen Übersicht ordnet Grayscale zwölf Kryptowährungen entlang eines Spektrums von „digitalen Rohstoffen“ bis hin zu „Cashflow-Assets“ ein. Die Kategorien reichen von knappen Wertspeichern über neutrale Blockchain-Infrastrukturen und Netzwerk-Assets bis hin zu Protokollen mit direkten Einnahmequellen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Grayscale unterscheidet Kryptowährungen nach Knappheit, Infrastruktur, Nutzung und Cashflows.
- Bitcoin, Zcash und Monero gelten als digitale Rohstoff-Alternativen weltweit..
- Ethereum, Solana, Sui, Near, HYPE und LINK ermöglichen Netzwerkaktivität.
- Aave, Uniswap und Sky generieren Werte durch Gebühren und Cashflows.
Bitcoin (BTC): Digitales Gold als Wertspeicher
Bitcoin gilt laut Grayscale als der klassische digitale Rohstoff. Der Wert von BTC basiert primär auf seiner Knappheit, Sicherheit und Dezentralisierung. Ähnlich wie Gold erzeugt Bitcoin keine Cashflows, sondern dient als langfristiger Wertspeicher. Das feste Angebot von maximal 21 Millionen Coins macht BTC einzigartig. Institutionelle Anleger betrachten Bitcoin zunehmend als Absicherung gegen Währungsabwertung und makroökonomische Unsicherheiten. Grayscale sieht Bitcoin daher in derselben Kategorie wie Gold und andere knappe Rohstoffe. Der Fokus liegt weniger auf Nutzung oder Einnahmen, sondern auf Werterhalt und Knappheit.
Zcash (ZEC): Privatsphäre als knappes Gut
Zcash gehört ebenfalls zur Kategorie der digitalen Rohstoffe. Das Projekt konzentriert sich auf Datenschutz und ermöglicht vollständig private Transaktionen mittels Zero-Knowledge-Technologie. Wie Bitcoin besitzt Zcash ein begrenztes Angebot und generiert keine direkten Cashflows. Der fundamentale Wert entsteht durch die Nachfrage nach finanzieller Privatsphäre in einer zunehmend überwachten digitalen Welt. Grayscale betrachtet Zcash daher ähnlich wie einen spezialisierten Rohstoff, dessen Nutzen aus seiner Knappheit und seinem einzigartigen Anwendungsfall resultiert.
Monero (XMR): Der führende Privacy-Coin
Monero wird von Grayscale ebenfalls als Rohstoff-Asset eingeordnet. Die Blockchain ist auf maximale Anonymität ausgelegt und verschleiert Sender, Empfänger sowie Transaktionsbeträge standardmäßig. Dadurch unterscheidet sich Monero deutlich von vielen anderen Kryptowährungen. Der Wert ergibt sich aus der Funktion als privates digitales Zahlungsmittel und der begrenzten Verfügbarkeit. Wie Gold oder Bitcoin basiert die Investmentthese nicht auf Cashflows, sondern auf der Rolle als knappes Gut mit spezifischer Nachfrage.
Ethereum (ETH): Das Fundament des Web3
Ethereum zählt laut Grayscale zur Kategorie der neutralen Infrastruktur. Die Blockchain bildet die technische Grundlage für Tausende Anwendungen aus den Bereichen DeFi, NFTs, Gaming und Tokenisierung. Ethereum ermöglicht wirtschaftliche Aktivität, stellt jedoch selbst keinen direkten Anspruch auf Cashflows dar. Der Wert von ETH entsteht durch die Nutzung des Netzwerks und die Nachfrage nach Blockspace. Ähnlich wie Stromnetze oder Rechenzentren schafft Ethereum die Infrastruktur, auf der andere Anwendungen aufbauen können.
Solana (SOL): Hochleistungs-Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen
Auch Solana wird als Infrastruktur-Asset eingestuft. Das Netzwerk fokussiert sich auf hohe Geschwindigkeit und niedrige Transaktionskosten. Dadurch eignet sich Solana besonders für Anwendungen mit vielen Nutzern und hohem Datenaufkommen. Der Wert von SOL hängt maßgeblich davon ab, wie stark Entwickler und Nutzer das Netzwerk verwenden. Grayscale vergleicht solche Blockchains eher mit Infrastrukturprojekten als mit klassischen Finanzanlagen. Sie schaffen die Grundlage für wirtschaftliche Aktivität, ohne selbst direkte Cashflows zu repräsentieren.
Sui (SUI): Neue Infrastruktur für skalierbare Anwendungen
Sui gehört ebenfalls in die Infrastruktur-Kategorie. Das Netzwerk wurde entwickelt, um digitale Anwendungen effizient und benutzerfreundlich abzuwickeln. Durch seine technische Architektur sollen hohe Skalierbarkeit und schnelle Verarbeitung ermöglicht werden. Für Grayscale steht hier nicht der Cashflow im Vordergrund, sondern die Funktion als technologische Basis für zukünftige Blockchain-Anwendungen. Der langfristige Wert hängt davon ab, wie viele Entwickler und Nutzer das Netzwerk anziehen kann.
2/ The first step in valuing any crypto asset is understanding its value drivers. Grayscale maps the spectrum from pure commodities to cash flow-driven assets$BTC, $ZEC, $XMR are similar to commodities$AAVE, $UNI, and $SKY are closer to cash flow assets$ETH, $SOL, $SUI,… pic.twitter.com/WiiJXhUwtU
— Grayscale (@Grayscale) June 17, 2026
Near Protocol (NEAR): Wert durch Netzwerkaktivität
Near wird von Grayscale als Netzwerk-Asset betrachtet. Der Wert entsteht primär durch tatsächliche Nutzung und wirtschaftliche Aktivität auf der Blockchain. Near setzt auf eine benutzerfreundliche Infrastruktur und entwickelt mit den sogenannten Intents neue Konzepte für vereinfachte Blockchain-Interaktionen. Je mehr Anwendungen, Nutzer und Transaktionen das Netzwerk anzieht, desto stärker kann die Nachfrage nach dem Token steigen. Damit ähnelt Near eher digitalen Plattformen als klassischen Rohstoffen.
Hyperliquid (HYPE): Wachstum durch Handelsaktivität
Hyperliquid gehört laut Grayscale zu den wirtschaftsgetriebenen Netzwerk-Assets. Die Plattform hat sich als führende dezentrale Handelsbörse für Perpetual Futures etabliert. Der Wert von HYPE hängt eng mit Handelsvolumen, Nutzerwachstum und Liquidität zusammen. Anders als reine Infrastrukturprojekte profitiert Hyperliquid direkt von der wirtschaftlichen Aktivität innerhalb des eigenen Ökosystems. Dadurch entsteht eine stärkere Verbindung zwischen Netzwerknutzung und Token-Wert.
Chainlink (LINK): Das Bindeglied zwischen Blockchain und Realität
Chainlink wird ebenfalls als Netzwerk-Asset eingeordnet. Das Projekt liefert sogenannte Oracles, die externe Daten in Blockchains integrieren. Dadurch können Smart Contracts auf Informationen aus der realen Welt zugreifen. Der Wert von LINK hängt davon ab, wie stark diese Dienste genutzt werden. Mit der zunehmenden Tokenisierung von Vermögenswerten könnte die Nachfrage nach zuverlässigen Datenlösungen weiter steigen. Grayscale sieht Chainlink daher als Infrastruktur mit direkter wirtschaftlicher Relevanz.
Aave (AAVE): DeFi mit realen Einnahmen
Aave befindet sich laut Grayscale bereits nahe an klassischen Cashflow-Assets. Das DeFi-Protokoll ermöglicht das Verleihen und Ausleihen digitaler Vermögenswerte. Durch die Nutzung entstehen Gebühren, die einen wirtschaftlichen Wert erzeugen. Anleger bewerten Aave daher zunehmend anhand fundamentaler Kennzahlen wie Umsatz oder Ertragspotenzial. Grayscale sieht darin Parallelen zu traditionellen Finanzunternehmen, deren Wert ebenfalls von laufenden Einnahmen abhängt.
Uniswap (UNI): Die größte dezentrale Börse
Uniswap zählt zu den bekanntesten DeFi-Protokollen und wird von Grayscale als Cashflow-orientiertes Asset betrachtet. Die Plattform ermöglicht den dezentralen Handel von Kryptowährungen ohne zentrale Vermittler. Täglich werden Milliardenvolumina abgewickelt, wodurch erhebliche Gebühren entstehen. Der Wert von UNI hängt langfristig davon ab, wie erfolgreich das Protokoll Nutzer und Handelsaktivität anzieht. Damit ähnelt Uniswap stärker einem digitalen Finanzunternehmen als einem Rohstoff.
Sky (SKY): Governance und Cashflows im Fokus
Sky, das Nachfolgeprojekt des früheren MakerDAO-Ökosystems, wird ebenfalls der Cashflow-Kategorie zugeordnet. Das Protokoll spielt eine zentrale Rolle im Bereich dezentraler Stablecoins und generiert Einnahmen durch verschiedene Kredit- und Finanzdienstleistungen. Für Grayscale ist entscheidend, dass der Token einen Bezug zu den wirtschaftlichen Erträgen des Systems besitzt. Damit nähert sich Sky am stärksten den traditionellen Finanzanlagen an, deren Bewertung auf zukünftigen Zahlungsströmen basiert.
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