Cardano zählt zu den großen Verlierern des laufenden Krypto-Zyklus. Die Kryptowährung ADA ist zuletzt sogar aus den Top 10 nach Marktkapitalisierung gefallen, notiert auf Jahressicht rund zwei Drittel unter dem Vorjahresniveau und liegt weiterhin mehr als 90 Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Bullrun 2021.
Entsprechend kritisch fällt die Stimmung vieler Anleger aus – immer häufiger wird Cardano bereits als „tote Chain“ bezeichnet. Doch zuletzt zeigte ADA wieder relative Stärke und legte innerhalb einer Woche rund 10 Prozent zu.
Nun rückt ein neues Netzwerk-Upgrade in den Fokus, das Cardano technologisch weiterentwickeln und dem Ökosystem neue Impulse geben könnte. Was zeigt uns die Cardano Prognose?
Das Wichtigste im Überblick:
- Der ADA-Kurs verharrt über 90 Prozent unter dem Allzeithoch.
- Neue Hardfork soll fundamental Impulse zu Cardano bringen.
- Dezentralisierung bei Cardano-L1 stark, doch kaum Aktivität vorhanden.
Cardano bringt den „Van Rossum“-Hard Fork Richtung Mainnet
Cardano treibt derzeit eines der wichtigsten technischen Upgrades seit Monaten voran. Wie die Entwicklungsorganisation Intersect bestätigte, wurde der sogenannte „Van Rossum“-Hard Fork am 6. Mai offiziell in das Preview-Testnet eingebracht. Damit nähert sich das Netzwerk der neuen Protokollversion 11 – ein bedeutender Zwischenschritt vor einem späteren Mainnet-Rollout.
Im Zentrum steht die neue Node-Version 11.0.1. Diese Software wird für Stake-Pool-Operatoren, Entwickler und DApps essenziell sein, sobald das Upgrade live auf dem Mainnet aktiviert wird. Aktuell gilt die Version jedoch noch nicht als final für den produktiven Einsatz. Intersect empfiehlt Betreibern daher weiterhin die Nutzung von Node 10.7.1 auf dem Mainnet, bis weitere Tests abgeschlossen sind.
ATTENTION 📣
The van Rossem Hard Fork GA has been submitted to the Preview test network today.https://t.co/a49iLgG3e3
Cardano Node version 11.0.1 Pre-Release is also now available. This version is an essential requirement to safely cross the hard fork. SPOs, DApps and… pic.twitter.com/UotUWDtuet
— Intersect (@IntersectMBO) May 5, 2026
Technisch handelt es sich beim „Van Rossum“-Upgrade um einen sogenannten „Intra-Era Hard Fork“. Das bedeutet: Die grundlegende Struktur des Netzwerks und der Transaktionen bleibt erhalten, während gleichzeitig wichtige Verbesserungen innerhalb der bestehenden Architektur integriert werden. Für Nutzer soll der Übergang dadurch vergleichsweise reibungslos verlaufen.
NEWS
CARDANO EMERGES ONE OF CRYPTO'S MOST DEVELOPED NETWORKS 😱😱😱
According to @chainspect_app , Cardano ranks among the industry leaders with 3.6K developers and 278K code commits.
This highlights Cardano as one of the longest-running and most actively maintained blockchain… pic.twitter.com/lJpWbEvGZD
— Mintern (@MinswapIntern) May 9, 2026
Besonders wichtig sind die geplanten Verbesserungen für die Smart-Contract-Plattform Plutus. Hier soll die Performance optimiert werden, was langfristig schnellere und effizientere dezentrale Anwendungen ermöglichen könnte. Zusätzlich arbeitet Cardano an besserer Ledger-Konsistenz sowie neuen Sicherheitsfunktionen auf Node-Ebene. Gerade im aktuellen Marktumfeld, in dem Sicherheit und Stabilität nach zahlreichen Hacks im Kryptosektor zunehmend an Bedeutung gewinnen, könnte dies ein wichtiger Faktor werden.
Zudem bereitet das Upgrade Cardano technisch auf weitere Governance- und Skalierungsfunktionen vor. Die Netzwerkentwicklung wird dabei zunehmend über das dezentrale Governance-System gesteuert, das nach dem Chang-Upgrade weiter ausgebaut wurde. Der aktuelle Schritt im Preview-Testnet zeigt daher nicht nur technische Fortschritte, sondern auch, dass Cardano seine langfristige Roadmap trotz schwacher Kursentwicklung konsequent weiterverfolgt.
Cardano punktet stark bei der Dezentralisierung
Während Cardano beim Kurs weiterhin deutlich unter Druck steht, zeigen neue Netzwerkdaten überraschende Stärke bei einem zentralen Fundamentalfaktor: der Dezentralisierung. Laut aktuellen Daten von Token Terminal verfügt Cardano inzwischen über rund 2.900 Validatoren beziehungsweise aktive Netzwerk-Knoten und ist damit nach Ethereum die zweitgrößte Layer-1-Blockchain gemessen an der Validator-Anzahl. Damit liegt Cardano vor bekannten Netzwerken wie Solana, Polkadot oder Algorand.
#Cardano Becomes Second-Largest L1 Blockchain by Validation Count. $ADA
Data from Token Terminal shows Cardano currently operates with approximately 2,900 validators.
Cardano surpassed several major Layer 1 blockchains in validator participation, including Algorand, Solana,… pic.twitter.com/yFaVJHIeqF
— TheCryptoBasic (@thecryptobasic) May 9, 2026
Gerade dieser Wert gilt im Kryptomarkt als wichtiger Indikator für die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit eines Netzwerks. Je stärker Validatoren geografisch und organisatorisch verteilt sind, desto schwieriger wird eine Manipulation oder zentrale Kontrolle der Blockchain. Genau hier versucht Cardano seit Jahren seine Positionierung aufzubauen.
Auch der bekannte Staking-Anbieter Everstake sieht darin einen möglichen Wettbewerbsvorteil. Die stark verteilte Validator-Struktur könne laut Einschätzung helfen, die nächste Welle der Web3-Adoption zu unterstützen. Besonders im Zusammenspiel mit dem bevorstehenden „Van Rossum“-Upgrade könnte dies Cardanos Fundamentaldaten weiter stärken.
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Cardano bleibt bei DeFi und Nutzung deutlich zurück
Trotz regelmäßiger Upgrades, eines wissenschaftlich geprägten Entwicklungsansatzes und hoher Dezentralisierung konnte Cardano bislang keine nachhaltige Dynamik im DeFi-Sektor erzeugen. Genau das bleibt einer der größten Kritikpunkte am Netzwerk. Während Konkurrenten wie Ethereum oder Solana massiv bei Anwendungen, Kapitalzuflüssen und Nutzeraktivität wachsen, bleibt die tatsächliche Nutzung von Cardano weiterhin vergleichsweise schwach.
Besonders deutlich zeigt sich dies beim Total Value Locked (TVL), also dem in DeFi-Protokollen gebundenen Kapital. Laut Daten von DefiLlama liegt Cardano aktuell nur noch bei rund 130 Millionen US-Dollar TVL. Damit notiert das Netzwerk massiv unter den Höchstständen aus dem vergangenen Zyklus, als zeitweise über 700 Millionen US-Dollar erreicht wurden. Der langfristige Trend zeigt damit klar nach unten.
Auch beim DEX-Handelsvolumen bleibt Cardano bislang ein Nischenmarkt. In den vergangenen 24 Stunden lag das gesamte DEX-Volumen laut DefiLlama nicht einmal bei einer Million US-Dollar. Selbst auf 30-Tage-Sicht summiert sich das Handelsvolumen lediglich auf rund 26,8 Millionen US-Dollar.
Zum Vergleich: Große Ökosysteme wie Solana oder Ethereum wickeln teils täglich Milliardenbeträge über dezentrale Börsen ab.
Die Zahlen verdeutlichen damit das zentrale Problem von Cardano: Technologische Weiterentwicklung allein reicht bislang nicht aus, um Entwickler, Nutzer und Kapital in großem Stil anzuziehen.
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