BitFuFu steigerte seine Bitcoin-Produktion im August um 55,4 Prozent auf 174 BTC, nachdem im Juli nur 112 BTC geschürft worden waren. CleanSpark produzierte mit 593 BTC ebenfalls leicht mehr als im Vormonat, verkaufte im gleichen Zeitraum aber 821 BTC – deutlich mehr, als das Unternehmen tatsächlich förderte. Die Bitcoin-Referenz notiert aktuell bei rund 76.836 US-Dollar, ein Minus von 1,19 Prozent.

Das Wichtigste im Überblick:

  • BitFuFu erhöht die August-Produktion um 55,4 % auf 174 BTC, das Managed-Hashrate wächst auf 20,6 EH/s.
  • CleanSpark schürft 593 BTC, verkauft aber 821 BTC und reduziert seine Bestände auf 13.703 BTC.
  • Canaan meldet laut einem Bericht von The Block einen dritten Rückgang in Folge auf 44 BTC.

BitFuFu und CleanSpark: Produktion zieht an, Bestände entwickeln sich unterschiedlich

Bei BitFuFu stammte der Zuwachs zu rund drei Vierteln aus dem Cloud-Mining-Geschäft, dessen Output von 40 BTC auf 86 BTC kletterte. Das Eigen-Mining trug mit einem Anstieg von 72 BTC auf 88 BTC den Rest bei. Das verwaltete Hashrate erreichte am 31. August 20,6 EH/s, verglichen mit 14,2 EH/s einen Monat zuvor – CEO Leo Lu hatte zuvor bereits von einer Rückkehr auf rund 20 EH/s Mitte August gesprochen.

Die eigenen Bestände von BitFuFu stiegen leicht von 1.314 BTC auf 1.373 BTC, liegen aber noch immer 298 BTC unter dem Juni-Wert von 1.671 BTC. Laut dem Unternehmen resultierte der frühere Rückgang vor allem aus Vorauszahlungen für zusätzliche Hashrate-Kapazität, die im August anlief und über 330 Tage laufen soll.

CleanSpark produzierte 593 BTC, obwohl die durchschnittliche Betriebs-Hashrate von 38,6 EH/s auf 38,3 EH/s zurückging. Die Bestände sanken parallel von 13.931 BTC Ende Juli auf 13.703 BTC Ende August, nachdem das Unternehmen 821 BTC verkaufte – 228 BTC mehr, als im Monat geschürft wurden. Rund 3.951 BTC, entsprechend 29 Prozent der Bestände, waren als Sicherheiten hinterlegt oder als Forderungen aus Derivate-Geschäften verbucht.

CleanSparks Verkäufe könnten kurzfristig Angebotsdruck erzeugen

CleanSpark gab einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 65.420 US-Dollar pro BTC an, berechnet aus Netto-Verkaufserlösen zuzüglich Prämien, laut crypto.news. Gleichzeitig lag der durchschnittliche Hashpreis im August bei 34,63 US-Dollar pro Petahash täglich – der höchste Monatswert seit Mai. Das Unternehmen berichtete zudem eine Spitzeneffizienz von 16,07 Joule pro Terahash, was auf einen reinen Stromkosten-Breakeven von rund neun US-Cent pro Kilowattstunde vor sonstigen Betriebskosten hindeutet.

Bemerkenswert ist, dass BitFuFus Cloud-Mining-Erträge die eigenen Reserven nicht auffüllen, da diese Erträge an die Kunden fließen. In Kombination mit CleanSparks Überverkauf entsteht laut den Quellendaten kurzfristig zusätzlicher Verkaufsdruck, auch wenn die verbesserten Hashpreis-Bedingungen das operative Umfeld insgesamt stützen. Wie sich solches Verhalten von Minern historisch auf den allgemeinen Bitcoin-Verkaufsdruck auswirkt, lässt sich anhand vergangener Angebotsschocks einordnen, ähnlich wie bei der Volatilität durch zusätzliches Angebot in früheren Marktphasen.

Canaan bleibt Ausreißer: Dritter Rückgang in Folge

Während BitFuFu und CleanSpark ihre Produktion steigerten, meldete Canaan laut einem Bericht von The Block, der am 15. September von Bloomingbit aufgegriffen wurde, für August nur 44 BTC – nach 46 BTC im Juli und 64 BTC im Juni. Damit setzt sich der dritte monatliche Rückgang in Folge fort. Dem Bericht zufolge verkaufte Canaan zudem seine gesamten 3.952 ETH sowie 54 BTC und erzielte damit rund 13,9 Millionen US-Dollar, von denen 5,4 Millionen US-Dollar in den Rückkauf von 13,6 Millionen American Depositary Shares flossen.

Diese Zahlen stammen nicht aus der Primärmeldung zu den August-Produktionsdaten, sondern aus einer separaten, später datierten Berichterstattung und sollten entsprechend als Zusatzinformation eingeordnet werden. Sollten sie sich bestätigen, würde Canaan die einzige der drei Firmen sein, die Produktionsrückgang mit aktiver Bestandsreduzierung zugunsten von Aktienrückkäufen kombiniert.

Kapazitätsausbau und die nächsten Meilensteine

CleanSpark treibt den Bau seines Rechenzentrums-Campus in Sandersville, Georgia, weiter voran. Der texanische Netzbetreiber ERCOT hat zudem vorläufige „Batch-Zero“-Einstufungen für 585 MW vertraglich gesicherte Grundlastkapazität sowie 300 MW geprüfte Lastkapazität erteilt. Die nächsten konkreten Datenpunkte liefern die September-Produktionsupdates und die Quartalsberichte für das dritte Quartal 2026, die zeigen dürften, ob BitFuFu weiterhin Reserven für Kapazitätserweiterungen einsetzt und ob CleanSpark seine Kombination aus Spot-Verkäufen, Optionen und Basis-Trades fortsetzt.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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