Nach dem schwachen Juni hoffen viele Anleger auf eine Erholung des Bitcoin-Kurses im Juli. Historische Daten zeigen, dass der Monat selbst während früherer Bärenmärkte häufig positive Renditen brachte. Gleichzeitig sehen mehrere Analysten technische Signale, die für eine Fortsetzung der Erholung sprechen. Andere mahnen jedoch zur Vorsicht und verweisen auf Bewertungsmodelle, die kurzfristig noch weiteres Abwärtspotenzial erkennen lassen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Historische Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin im Juli selbst während früherer Bärenmärkte häufig kräftige Kursgewinne verzeichnen konnte.
  • Analyst Michaël van de Poppe sieht die bullische Divergenz weiterhin als intakt. Solange Bitcoin über 61.000 US-Dollar bleibt, hält er höhere Kurse für wahrscheinlich.
  • Ali Martinez verweist dagegen auf das MVRV-Modell, das derzeit kein eindeutiges Kaufsignal liefert. Eine Zone um 49.900 US-Dollar könnte seiner Einschätzung nach eine attraktivere Akkumulationsregion darstellen.

Historisch zählt der Juli häufig zu den stärkeren Bitcoin-Monaten

Neue Auswertungen von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin nach schwachen Juni-Monaten häufig eine deutliche Gegenbewegung im Juli startet. Besonders auffällig waren die Jahre 2018 und 2022, als der Bitcoin-Kurs trotz eines schwierigen Marktumfelds im Juli um rund 20 beziehungsweise 17 Prozent zulegen konnte.

Auch in diesem Jahr startete Bitcoin nach einem Rückgang auf rund 57.700 US-Dollar in den Juli. Zwar lassen sich historische Muster nicht eins zu eins auf die Zukunft übertragen, sie zeigen jedoch, dass saisonale Effekte in der Vergangenheit mehrfach eine Rolle spielten.

Bullische Divergenz bleibt laut Van de Poppe bestehen

Der niederländische Analyst Michaël van de Poppe sieht die kurzfristige Korrektur bislang nicht als Trendwechsel. Nach seiner Einschätzung bleibt die zuvor entstandene bullische Divergenz weiterhin gültig.

Zwar könne sich im weiteren Verlauf auch eine bearishe Divergenz entwickeln, diese trete häufig erst gegen Ende einer Aufwärtsbewegung auf. Entscheidend sei aktuell die Marke von 61.000 US-Dollar. Solange Bitcoin oberhalb dieses Bereichs notiert, rechnet Van de Poppe mit einer Fortsetzung der Erholung und neuen Hochs im kurzfristigen Zeitfenster.


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MVRV-Modell signalisiert noch keine klare Kaufzone

Wesentlich vorsichtiger bewertet Ali Martinez die aktuelle Situation. Er verweist auf die sogenannten MVRV Pricing Bands, die verschiedene Bewertungszonen für Bitcoin anhand der durchschnittlichen Kaufpreise aller Marktteilnehmer darstellen.

Nach diesem Modell bewegt sich Bitcoin derzeit zwischen der -0,5- und der -1,0-MVRV-Band. Diese Zone gilt weder als deutlich überbewertet noch als klassischer Bereich für langfristige Käufe.

Ein besonders attraktives Chance-Risiko-Verhältnis würde laut Martinez erst entstehen, falls Bitcoin bis zur -1,0-MVRV-Band zurückfällt. Diese verläuft aktuell im Bereich von rund 49.900 US-Dollar und markierte in früheren Marktzyklen häufig interessante Akkumulationszonen.

Unterschiedliche Signale prägen den Markt

Die aktuelle Marktlage zeigt, wie unterschiedlich Analysten den Bitcoin-Kurs derzeit bewerten. Während saisonale Muster und technische Indikatoren kurzfristig für eine Fortsetzung der Erholung sprechen, sehen Bewertungsmodelle wie das MVRV-Modell noch keinen eindeutigen Tiefpunkt.

Für Anleger dürfte deshalb insbesondere die Unterstützung bei 61.000 US-Dollar sowie die weitere Kursentwicklung im Juli entscheidend werden. Sollte Bitcoin das historische Saisonmuster erneut bestätigen und wichtige Widerstände überwinden, könnte sich die Erholung fortsetzen. Gleichzeitig bleibt das Risiko bestehen, dass vor einer nachhaltigen Trendwende zunächst noch tiefere Bewertungsniveaus getestet werden.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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